Unterhaltung: Thüringens neuer Ministerpräsident (FDP) wird von der AFD ins Amt gewählt!

Lappen, 05. Februar 2020, um 13:33

Wird immer witziger...

Ex-Füchse #147342, 05. Februar 2020, um 13:45

super!!!!!!!!!!!!!!!!!

grubhoerndl, 05. Februar 2020, um 13:51
zuletzt bearbeitet am 05. Februar 2020, um 13:58

kleiner baufehler in der thüringischen verfassung, wie mir scheint. ich tippe mal, daß es vor der nächsten regulären wahl zur neuwahl des landtags u/o des ministrepräsidenten kommen wird.

Seb1904, 05. Februar 2020, um 13:57

Da kann ich mir tatsächlich ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Die deutsche Geschichte ist um eine Politsatire reicher.

Antipode, 05. Februar 2020, um 14:30

Lange wird das nicht halten, aber sowas ist nur im Osten in Zusammenarbeit mit der gelben Pest möglich.

Lappen, 05. Februar 2020, um 15:42

Ich werde immer sprachloser, je länger ich das Ganze verfolge...

Ex-Füchse #148311, 05. Februar 2020, um 15:48
zuletzt bearbeitet am 05. Februar 2020, um 15:48

Gutes Interview des neugewählten Ministerpräsidents. Läuft gerade im MDR.

Seb1904, 05. Februar 2020, um 15:54

Was hat er denn gesagt. War zu spät dran?

Lappen, 05. Februar 2020, um 16:02

Mal abgesehen davon, dass dieser verhinderte Klempner natürlich nur Käse erzählt hat, ist das doch vollkommen nebensächlich.

Jeder, der auch nur ansatzweise einen Dreck auf die Demokratie in Deutschland gibt, sollte entsetzt sein angesichts der Tatsache, welch grandioser Beschiss am Wähler dort begangen wurde und wird.
Da ist es eigentlich sogar egal, ob man der AfD oder der MLPD nahe steht.

Was dort passiert ist, ist Betrug am Volk, nichts weiter.

Ex-Füchse #148311, 05. Februar 2020, um 16:04

Blablabla Lappen.
Kemmerich hat sich als erklärter Gegner der AfD bezeichnet und eine Regierung der Mitte (CDU/SPD/GRÜNE/FDP) gefordert, die von Experten, also parteilosen Ministern unterstützt wird.

Lappen, 05. Februar 2020, um 16:05

Wenn du allein schon nicht begreifst, dass es hier nicht ausschließlich darum geht, dass es sich ausgerechnet um die Stimmen der AfD handelt, loht es auch nicht, sich weiter mit dir zu beschäftigen.

Seb1904, 05. Februar 2020, um 16:06

Nun ja.

Der Ministerpräsident wurde von Fraktionen gewählt, die zusammen 50,1% der Stimmen in Thüringen vertreten.
Ramelow hätte 47,4% der Stimmen hinter sich gehabt.

Was ist denn da näher am Wählerwillen?

Lappen, 05. Februar 2020, um 16:08

Seb, dein Ernst? Du verarschst dich doch langsam selbst.

Ex-Füchse #148311, 05. Februar 2020, um 16:08

Aus Sicht von Lappen: Immer der, der weiter links steht, egal, wie die Wahl ausgegangen ist. Siehst du das nicht ein, ist er eingeschnappt und redet nicht mehr mit dir.

Lappen, 05. Februar 2020, um 16:11

Über deinen Zuspruch freut sich Seb bestimmt.

Ex-Füchse #148311, 05. Februar 2020, um 16:12

Mal in den Spiegel geschaut? Ein Teil diskutiert sachlich und du benutzt diese Plattform ausschließlich, um die Stimmung zu vergiften.

Ex-Füchse #148311, 05. Februar 2020, um 16:19

Ich sehe es so:
Die Wahl an sich ist nichts Schlimmes. Die Frage ist, wie jetzt regiert wird. Mit AfD-Stimmen wäre fatal. Das Händeschütteln mit Höcke kommt da nicht gut an, muss aber nicht richtungsweisend sein.

Antipode, 05. Februar 2020, um 16:25

Auch wenn es keinen Ministerposten für die AfD gibt. Man wird sich schon erkenntlich zeigen.

Lappen, 05. Februar 2020, um 16:35

Kluge Worte von Söder.

Seb1904, 05. Februar 2020, um 16:42

Natürlich ist das lächerlich.

Ich weiß noch, dass ich in der Wahlnacht fast minütlich den amtlichen Wahlticker aktualisiert habe, weil es bei der FDP tatsächlich um eine Handvoll stimmen ging, was das Erreichen der Fünfprozenthürde anging.

Letztlich waren es glaube ich 6 Stimmen, die die FDP in den Landtag hievten.

Das ausgerechnet diese Partei jetzt den Ministerpräsidenten stellen soll, ist ein Treppenwitz.

Solange sich aber in Thüringen (in der Folge sicher aber auch anderswo) die Haltung durchsetzt: „mit denen rede ich gar nicht erst, und mit denen, die mit denen geredet haben, rede ich auch nicht“, wird sich in Erfurt kein neuer MP halten können.

Kemmerich hat gesagt, dass er nicht mit AfD-Ministern und AfD-Politik arbeiten will. Das ist löblich. Dass sich jetzt Rote und Rötliche hinstellen und sagen: mit dem arbeiten wir nicht zusammen, und zwar explizit „weil der ja von denen gewählt wurde“ (so gerade ein SPD-Mann aus Thüringen im MDR) zeigt doch aber, dass es gar nicht mehr um Inhalte geht.

Der wird sich nicht lange im Amt halten können in Thüringen. Und dann wird es Neuwahlen geben. Ob dann dabei ein willkommenerer Wählerwille herauskommt, wage ich zu bezweifeln.

Als Thüringer käme ich mir allerdings verarscht vor. Und zwar bei jedem Ausgang der Wahl heute. Eine Minderheitsregierung ist quasi per definitionem eine Ausblendung des Wählerwillens, eine Verarsche also. und wenn da plötzlich einer aus dem Hut gezaubert wird, den vorher keiner auf dem Zettel hatte, dann ist das auch nicht koscher.

Wäre ich Thüringer, wäre ich wohl für Neuwahlen. Allerdings hätte ich eine ziemliche Angst vor deren Ergebnis.

VeniVidiViolini, 05. Februar 2020, um 17:33

Mal schaun, wer da als letztes lachen wird

grubhoerndl, 05. Februar 2020, um 17:42
zuletzt bearbeitet am 05. Februar 2020, um 17:44

das hauptproblem ist: "mit denen rede ich gar nicht erst, und mit denen, die mit denen geredet haben, rede ich auch nicht“
das ist nur auf den ersten blick "straight" und "ok". bei näherer betrachtung ist das der sargnagel der demokratie "westlicher prägung".
wenn der wähler so gemein ist, und sich gerne an den rändern orientiert, kann es nur heissen, daß man sich dem stellen muß. davon zu laufen kann das problem nicht lösen.
seb hat recht: der neue mp vertritt 50,1% der wähler, und das ist ein wort. allerdings ihn zu wählen, bevor eine koalition gebildet wurde, ist einfach ein "konstruktionsfehler". wäre das technisch nicht möglich, wäre es auch nicht soweit gekommen, weil weder CDU noch FDP mit der AFP koalieren wollen (offizielle position, die offenbar dem parlamentariervolk nicht schmeckt, und die nun unterlaufen wird).
das problem ist die akzeptanz für rechtsradikales gedankengut in CDU und FDP (zumindest in ostdeutschland) - und da ist weimar (politisch, nicht nur geografisch) nicht mehr weit.

zur Übersichtzum Anfang der Seite