Doppelkopf-Strategien: Eigenes Kontra?

Awteiker, 12. Juni 2014, um 09:11
zuletzt bearbeitet am 12. Juni 2014, um 09:22

Ihr haltet an 3:
Herz-DameKaro-DameKaro-DameKreuz-BubePik-BubeHerz-BubeKaro-BubeKaro-AssKaro-KönigPik-AssPik-AssHerz-Neun

1. Stich:
Kreuz-AssKreuz-Neun Zögern Karo-AssKreuz-Zehn

a) Ich zögere im 1., um Herz 9 abzuwerfen.
b) Ich frage vor dem 2. nochmal
c) Ich sage selbst das Kontra.
d) Nie ist das ein eigenständiges Kontra!

Karl_Murks, 12. Juni 2014, um 09:41

a) bis b)

Ohne Antwort c)

Friedrich, 12. Juni 2014, um 10:29

Erst a), dann b), dann Pik-Ass

Mein Blatt halte ich damit für ausreichend beschrieben, und mein vermutlich direkt hinter mir sitzender Partner wird mit einem Herzass oder einer halbwegs anständigen Trumpfstruktur das Kontra nun finden.

Karl_Murks, 12. Juni 2014, um 11:12

Zuweilen kann es jedoch passieren, dass der Partner trotz hinreichend theatralischer Blattbeschreibung das Kontra gerade so noch weglässt.
Daher gebe ich es zunkünftich lieber gleich selbst ... ;)

Karl_Murks, 12. Juni 2014, um 11:14

(Wer das superfluide 'n' findet, darf es behalten)

Capitano_em, 12. Juni 2014, um 11:33

a+b+c

Karl_Murks, 12. Juni 2014, um 11:38

Die Frage nach der Fortsetzung wäre auch interessant:
Zunächst Pik-Ass(e) fahren, oder gleich versuchen, den mutmaßlichen Partner zur Linken in Herz anzuschieben?

Capitano_em, 12. Juni 2014, um 12:16

Pik-Ass von mir

Tront, 12. Juni 2014, um 12:38

Zunächst einmal a) , um den Fehlverlierer möglicherweise sofort zum Partner zu entsorgen.
Anschließend b) , um Partnerstärken zu erfragen und bei ausbleibender Antwort ist diese Karte noch zu gut, um die eigene Ansage wegzulassen, also erfolgt dann c).

Ich spiele bei ausbleibendem Partner-Kontra hier auch zunächst einmal mein eigenes Pik-As, obwohl ich trumpflang bin, um tendenziell zu sehen wie ich im 3. Stich am vorteilhaftesten fortzusetzen habe.

Hier blieben ja dann ein Herzanspiel, das 2. Pik-As oder gar eine Trumpfrunde übrig. Jeweils anghängig von den gefallenen Pik-Werten im vorherigen Stich.

herrmannfan, 12. Juni 2014, um 12:47

ebenso a),b) und c)
Halte es da wie mein Vorredner , die Karte ist einfach zu schön

Awteiker, 12. Juni 2014, um 15:50

Danke für die Rückmeldungen. Bin ich etwas beruhigter, dass auch andere das Blatt so einschätzen wie ich.
Ich hatte mit Pik-Ass fortgesetzt, um dann meinen
vermeintlichen und auch realen Partner in sein Herz-Ass
anzuschieben. Er brachte zum Glück noch eine Dulle mit, der Rest der Toptrümpfe saß bei der Re-Partei.
Nur weil der Pikzweitlauf mit der Alten gestochen wurde, konnte meine Karo-Dame noch den letzten Stich zum Spielgewinn machen.

Mein Kontra wurde im Nachhinein am Tisch als eher dünn eingestuft. Ich hätte wohl die Partnerdulle gesehen... ;)

Tront, 12. Juni 2014, um 16:33

Ich sags ja, die meisten Spieler sind alle kartenverwöhnt.^^ Nur, weil man einmal selbst trotz Kontra keine Dulle hat, darf man doch bei nur einem offentsichtlichen Fehlfehler trotzdem etwas ansagen.

Ich denke, deine Mitspieler am Tisch hatten alle Erstansagequoten von deutlich ohne 0,20 Ansagen pro Spiel. Dann würde so ein möglicher Kommentar "dünnes Kontra" Sinn ergeben.

Ich frage zwar bei etwas schlechter gearteten Blättern auch nur vor und nach dem Einstich ab, aber diese Karte fällt unter "eigenständiges Kontra".

akaSilberfux, 12. Juni 2014, um 17:43

Ich hätte es bei zweimal fragen belassen und das eigene Kontra nicht mehr gegeben. Dazu bin ich oben herum einfach zu dünn; ohne Partners Dulle oder vergleichbare Werte gewinnt man die Partie wahrscheinlich wirklich nicht.

Friedrich, 13. Juni 2014, um 02:16

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wo das eigene Kontra seine Begründung haben soll.
Besteht mein Blatt nur aus Kreuzfreiheit und dem Pikass, ergibt das doppelte Zögern bereits keinen Sinn.
Nach zweimaligem Stärkesignal sollte meinem Partner bewusst sein, dass ich nicht die absolute Grotte auf der Hand halte. Warum ich da jetzt ohne weitere "echte" Stärke (z.B. Dulle, Blaue, Herzfreiheit) das eigene Kontra in die Welt setzen soll, erschießt sich mir beim besten Willen nicht.
Das hat aus meiner Sicht auch nichts mit einer mangelhaften Erstansagequote zu tun, sondern einzig und allein mit seriöser Blattbeschreibung.

Tront, 13. Juni 2014, um 16:06

@ akaSilberfux und Friedrich

Mir persönlich liegen diese "unkontrollierten Kontrablätter ohne jede Trumpfhoheit" auch nicht so.

Aber den EW von etwa 85 eigenen Augen erfülle ich in der Regel schon. Allein die beiden eingestochenen Kreuzläufe sowie beide Pik-Asse "garantieren" bei normalen Sitz ja schon mehr als diese Mindestaugenzahl. Ein paar Trumpflängenstiche addieren sich ja hierzu ja auch noch.

Natürlich könnte man es auch bei der (zweimaligen) Abfrage allein belassen, aber wenn ich bedenke, mit welchen Karten ohne jede Trumpflänge von Spielern wie Terry gern und wohl auch zurecht oft ein eigenes Kontra ausgesprochen wird, wundere ich mich hier etwas, dass dieses Blatt nicht in sein Erstansageschema fällt.

Macht dieses Blatt bitte nicht zu schlecht, man hat schließlich nur einen einzigen echten Fehlverlierer und 3 Kontradamen zu neunt. Hält ein Mitspieler als Zusatzwert eine Dulle gewinnt man fast immer, ich hoffe dieser Spieler würde beim Ausbleiben der eigenen Kontraansage das Kontra mit "Dulle als möglichem einzigen Zusatzwert" auch finden. In meiner Spielpraxis bin ich mir da nie so ganz sicher.

Letztendlich gilt wieder einmal der Satz:
Je besser und "konventionstreuer" der Tisch besetzt ist, desto eher darf man sich das eigene Kontra hier verkneifen. So weit würde ich euch entgegenkommen.

Denn an spielschwächer besetzten Tischen gebt ihr nämlich dieses Kontra auch schon einmal selbst, behaupte ich einmal frech.^^

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