Doppelkopf-Strategien: Große Re Abfrage vorm ersten?

Benderloin, 06. November 2014, um 23:54

Für mich ist das immer nur ne Frage nach Dulle.
Ich kann mir auch kein Blatt vorstellen wo die schwarze Fehlkontrolle sicher reicht, wenn der erste Fehllauf zum Gegner geht und die Dulle an 2 nicht.
Bin ich da alleine oder?

Epica, 07. November 2014, um 00:06
zuletzt bearbeitet am 07. November 2014, um 00:06

Ich war der Meinung, dass das dann genauso gehandhabt würde, wie die KO Abfrage. Also schwarze Fehlkontrolle an 2 oder Dulle an 3 oder 4. Nur mit dem Unterscheid, dass Spieler 1 der Meinung ist, die 150+ zu schaffen, selbst wenn das erste Ass rausgenommen wird...

Spartakus, 07. November 2014, um 05:48

wie Epica.

Fufa, 07. November 2014, um 08:54

Wie Epica, ein Beispiel wäre für mich dieses Blatt:
Herz-ZehnKreuz-DamePik-DamePik-DameHerz-DameKaro-DameKreuz-BubeKreuz-BubeHerz-BubeKaro-ZehnPik-NeunHerz-Neun

Fufa, 07. November 2014, um 09:08

Ergänzung: Bei Antwort an 3 oder 4 setze ich mit Herz-Dame fort, bei Antwort an 2 mit Pik-Neun. Natürlich sind die 90 dann nicht absolut sicher. Wahrscheinlichkeit für Spielverlust liegt aber m.E. weit unter 10%.

Tront, 07. November 2014, um 14:28

Ich verstehe die große Re-Abfrage ebenso wie meine Vorredner. Eine Dulle an Postion 3 oder 4 (ohne verpflichtendes Zusatz-As) oder die schwarze Farbkontrolle an Postion 2 sollte vorliegen.

Halte ich selbst als Re-Partner an Postion 2 die Dulle, aber nur ein oder gar kein schwarzes As, warte ich den Spielverlauf zunächst einmal ab und lege auf eine zu erwartende Trumpfrunde des Ausspielers meine Dulle. Jetzt kann ich nach Belieben selbst die keine 90 absagen oder in Ausnahmefällen bei sehr schlechtem Beiblatt eine Trumpfrunde im 3. Stich ohne Absage folgen lassen. Damit wäre mein Partner vollständig informiert.

Sollte wider Erwarten im 1. oder 2. Stich jetzt ein Fehlanschub erfolgen, was nach einer großen unbeantworteten Re-Abfrage aus meiner Sicht gar nicht möglich ist, erst groß abzufragen und dann nicht mehr die Krarft haben, eine einzige Trumpfrunde folgen zu lassen, erschließt sich mir überhaupt nicht, kann ich meinem Partner meine mögliche Dulle zunächst nicht übermitteln.

Sollte ich auf sein Fehlanspiel zufällig auf ein vorhandenes As meinerseits angespielt werden und es läuft, kann ich bequem die keine 90 absagen bzw. meinem Partner die noch unbekannte Dulle im 3. Stich (bei ganz schlechtem eigenen Blatt ohne eigene keine 90-Absage) vorspielen.

Noddy, 07. November 2014, um 15:54

Es bleibt gruselig

HimbeerMarmelade, 07. November 2014, um 16:36

Mich würde interessieren was genau dich gruselt. Ich kenne es auch so wie Tront es beschreibt.

Noddy, 07. November 2014, um 18:52

Mich gruselt die Anahme, daß nach erfolgloser Abfrage Trumpf erwartet werden kann. Und absurd wird es hier:

[zitat]
Sollte ich auf sein Fehlanspiel zufällig auf ein vorhandenes As
meinerseits angespielt werden und es läuft, kann ich bequem die keine 90
absagen bzw. meinem Partner die noch unbekannte Dulle im 3. Stich (bei
ganz schlechtem eigenen Blatt ohne eigene keine 90-Absage) vorspielen.
[/zitat]

Das is der Verzicht auf eine Runde sichere Erreichbarkeit zum Schnitt im Rückspiel. Die Dulle sagt man ab und läuft.

Janet, 28. Februar 2017, um 13:45

Noch einmal zu der Re-Abfrage. In einem Spiel gab es eine besondere Situation:

Im 1ten Stich hat der Kontraspieler an 4 gezögert, da Spieler 2 bei Trumpfaufspiel im seine Dulle setzte. Er spielte dann natrülich klein Trumpf. Jetzt ist natürlich klar, dass es sich im 2ten Stich bei Aufspiel um einen Re-Spieler handelt Dieser macht jetzt im 2ten vor Ausspiel seiner Karte eine Gegenabfrage.

Ich kenne das so, dass sein Hintermann (Spieler 2) nunmehr auf schwarze Farbkontrolle abgefragt wird und Spieler 3 oder 4 auf die Dulle bei Parteizugehörigkeit.

Was haltet ihr denn von der These, dass Spieler 4 auch zum letztmöglichen Zeitpunkt antworten kann, wenn er keine Dulle hat, aber über eine Farbkontrolle (hier: Chicane bei einer schwarzen Farbe) verfügt. Ist das mit dem Vorhandensein einer Dulle gleichzusetzen? Auf alle Fälle weiß doch der Abfrager dann gar nicht, auf was sein Partner eigentlich antwortet. Es werden doch falsche Signale gesetzt, oder? Wie seht ihr das?

Solemio, 28. Februar 2017, um 14:10

Ich kenne bei der Re-Abfrage an 4 auch nur die Frage nach der 2. Dulle. Aber vielleichtt gibt es ja Besonderheiten, da es eine letztmögliche Ansage ist.

Juan-Miguel, 28. Februar 2017, um 15:57

Dulle an 4=sofortige Antwort. Andere wesentliche Zusatzstärken=letztmöglicher Zeitpunkt. Welche das sind, ist fast immer egal, wenn die Gegenfrage ernst gemeint ist. Denn es wird ja wohl gewonnen sein, wenn der Aufspieler sein Ass durchbekommt.

Janet, 28. Februar 2017, um 16:01

Könnte denn Spieler hier nach eigenem Ermessen zum letztmöglichen Zeitpunkt antworten, wenn er als Zusatzstärke Kreuzfreiheit hat?

Noddy, 28. Februar 2017, um 16:05

Er kann vor allem aus den Informationen heraus selbst ansagen.

Juan-Miguel, 28. Februar 2017, um 16:16

kreuzfrei=andere wesentliche Stärke

Noddy, 28. Februar 2017, um 16:20

Ich wollte es etwas allgemeiner halten.

zur Übersichtzum Anfang der Seite