Doppelkopf-Strategien: Mitschlich zur Hochzeit im Sack. Was erlauben Brett?

Karl_Murks, 15. September 2017, um 22:25
zuletzt bearbeitet am 15. September 2017, um 22:31

An 4: Herz-ZehnPik-DameHerz-DameHerz-DameKaro-DameKaro-BubeKaro-König Kreuz-AssKreuz-AssKreuz-KönigKreuz-Neun Pik-Ass

Stich 1: Herz-Ass Herz-König Herz-Ass Karo-König (fein!)

Und nu?
Wie kommuniziert man am besten, welch liebreizendes Beiwerk man in die Ehe einbringt?

a) stille Frage auf Dulle
b) große Frage auf Dulle
c) stilles Pik-Ass
d) Pik-Ass mit Re
e) ich habe noch eine andere Idee

Noddy, 15. September 2017, um 22:37

Nach Stich 1 is doch alles zu spät, wie es nach 3 Karten weitergeht lässt sich trefflich diskutieren 😄

Capitano_em, 15. September 2017, um 22:41

Wo sitzt denn die Hochzeit?

Lappen, 15. September 2017, um 22:48

a) Kann eigentlich nur die Dullenfrage sein m.M.n.

Antwortet er, spiele ich:
Danach die beiden schwarzen Asse. Ist Kreuz gelaufen und mein Partner hat die Neun gelegt (oder König und Neun ist gefallen), sage ich selbst die 60 und gehe direkt in den Kreuz-Cross-Ruff.

Lappen, 15. September 2017, um 22:48

Gehe dabei davon aus, dass die HZ an 1 sitzt.

akaSilberfux, 15. September 2017, um 22:59

d) und nach gelaufenem Pik-Ass Frage auf k90.

Noddy, 15. September 2017, um 23:06

Axo, ich bin auch von Hz an 1 ausgegangen

Tront, 16. September 2017, um 01:56

Egal, eo die Hochzeit sitzt, frage ich nach Einstich auf die andere Dulle ab.

Säße der Hochzeiter ursprünglich an Pos. 1 könnte man jetzt auch einen verzögerten Pik-As-Abwurf an Pos. 4 vornehmen.

In den beiden Fällen (mit und ohne Dullenbeantwortung) werde ich das blanke Pik-As, aber niemals das Kreuz-Doppel-As zu viert anspielen.

Nach Bestätigung der erfragten Partnerdulle werde ich eigenständig keine 90 absagen und in diesem Spiel ohne einen Cross-Ruff auskommen.

Die übrigen Spiele werde ich im 3. Stich Trumpf ohne eigene Absage nachspielen.

Lappen, 16. September 2017, um 02:56
zuletzt bearbeitet am 16. September 2017, um 03:01

Kommt eine Dullenantwort an Position 2, ist das Kreuzass umso wichtiger.
- Läuft es rund mit 9 vom P oder 9/K, kann man immer sicher die 30 absagen
- Läuft es nicht gerade mit 10/10/k, kann man immer sicher die 60 absagen
- Ist der P kreuzfrei, ist die 30 umso sicherer
- Ist der P wirklich frei oder hält 9/od.K(+9 beim G), kann man immer direkt schwarz absagen, falls der P in den ersten Cross-Ruff eine Blaue legt
- Fällt in oben beschriebenem Szenario die Gegnerblaue vor dem Absagezeitpunkt, kann man ebenfalls immer sicher schwarz absagen

Hält der P nicht mehr als zwei Kreuz (meist auch bei 3), sind die 90 mit Partnerdulle selbst bei Abstich eh immer safe. Da lohnt es sich, auf die Tiefabsagen zu gehen.

Tront, 16. September 2017, um 03:18

Die Tiefabsagen können aber durchaus auch ohne ein aus meiner Sicht gefährdendes vorzeitiges Kreuz-Anspiel oft genug gefunden werden. Es soll ja Personenkreise geben, die sich verborgene Asse durchaus erragen können.^^

Weshalb hier ein Gegner überhaupt die Möglichkeit erlangen soll, dieses As als z. T. trumpfkurzer Gegner abzustechen, will mir nicht in den Sinn.

Wenn ich mit garantiert 8 von 9 (!) soeben mir bestätigten Trümpfen (nur unterbrochen von maximal einen Gegner-Blauen) von oben samt Partner, nicht mehr ans Austrumpfen der Gegner denken darf, dann weiß ich auch nicht, in welchen Spielen man längere Asse, noch dazu Doppel-Asse, zurückhalten sollte.

Lappen, 16. September 2017, um 04:04

Es sind und bleiben 7 Trumpf Tront - so lange dein Partner nicht mehr mitbringt, ist es Latte, wie viele davon Spitzentrümpfe sind. Für sichere Absagen auf ungelaufene Standfehl taugt eine solch durchschnittliche Länge nun einmal nicht.

Du darfst mir gern jeden beliebigen Fehler in meiner Rechnung zwei Beiträge weiter oben aufzeigen. Ich wette, du findest keine.
Nochmal: Nach Dullenantwort ist die 90 auf Kreuzass nahezu immer safe, in vielen Fällen komme ich weiter bis zur 60 oder 30, und in einigen sogar bis zur Schwarzabsage.

Du hingegen kommst bis zur 90 und gefährdest diese gleichzeitig, indem du hoffst, der trumpflängste am Tisch zu sein.

Octopussy, 16. September 2017, um 04:52

wie aka. Die Frage läuft ja nicht weg.

Karl_Murks, 16. September 2017, um 13:42

Sorry, vergaß: Hz. saß ursprngl. an 3 (getzt also an 4)

Lappen, 16. September 2017, um 13:53

Buhhhhh!!!!!!!!!!!

Karl_Murks, 16. September 2017, um 14:05

Etml 😢

Tront, 16. September 2017, um 18:31
zuletzt bearbeitet am 16. September 2017, um 18:33

Lappen, deine oben gemachten Aussagen sind sicherlich nicht falsch oder widerlegbar, trotzdem stellen sie in meinen Augen nicht den punkteträchtigsten Spielplan in dieser Situation dar.

Hält der Hochzeiter selbst 2 Kreuzverlierer, ist aber z. B. ein 8-Trümpfer, hat die Kontrapartei bereits den ersten Kreuzlauf bei einer 4 - 2 - 0 - 2 - Verteilung eingestochen und man wird jetzt bestenfalls noch die keine 90-Absage finden. Trotz der vielen, um nicht zu sagen, aller vorhandenen TOP-Trümpfe.

Diese Spiele gewinne ich 1 - 2 Stufen höher, auch wenn ich selbst nicht die keine 60-Absage treffen würde. Ein Extrapunkt (einen oftmals verstochenen Fuchs) hole ich mir auch nach zunächst zahlreich gespielten Trumpfrunden nahezu immer ab.

Gut, nun sitzt der Hochzeiter also immerhin an der bestmöglichen Sitz-Position, was einen Kreuzangriff gar nicht so unattraktiv erscheinen lässt. Die Spiele, in denen Kreuz einmal durchläuft u n d der Partner noch einen markanten oder auch angezögerten Single in diesen Stich legt, lassen sich wirklich gut im Cross-Ruff bewerkstelligen. Aber vor der Einleitung eines Cross-Ruffs haben die "Götter" den schwierigen Erstlauf gesetzt. Und dieser Erstlauf einer Viererfarbe kommt eben nicht häufig genug bei der eigenen Partei sicher an.

Und solange jede erreichte (wenn auch nicht stets abgesagte) Spielstufe bei der Punkteberechung mitgezählt wird, gewinnen ich lieber (übertrieben ausgedrückt) schwarz ohne jede Absage, als dass ich zusätzlich einmal mehr die keine 60 gefunden hätte, aber der Gegenpartei in einem einzigen Stich, nicht schwarz gespielt, nicht zu unter 30 Augen gewonnen und den kurzen Gegner-Fuchs durchgelassen ermögliche, und mich dafür noch quasi "auslachen" lasse, weil ich nicht erst die Trümpfe abgezogen habe.

Außerdem wird man durch ein Vorspielen der Kreuzwerte selten die fehlende gegnerische Blaue herausschneiden, weil maximal nur halb so viele Trumpfrunden stattgefunden haben. Ab dem Drittlauf in Kreuz können sich die Gegenspieler meist gut koordinieren, der trumpfkürze Spieler sticht vor, und der andere Spieler versucht, Stiche zu erwirtschaften. Das alles kann nach Trumpfrunden gar nicht oder weniger von den Gegenspielern genutzt werden.

Man sollte im Zweifelsfall einer Betrachtung natürlich noch die gelegten Partner- bzw. Gegnerfehl in den bereits durchgelaufenen Einzel-As-Farben oder Stechfarben (hier zuvor Herz- oder Pik) beachten.

Hat man z. B. auf das blank angespielte Pik-As einen Vielaugenstich oder gar Doko zufällig bekommen, empfiehlt sich ein eingeleiteter Cross-Ruff viel eher, als wenn man vom Partner soeben eine Pik 9 zusammen mit einer Gegnerhand 9 erhalten hat. Denn daraus lassen sich die durchschnittlichen Trumpflängen des Partners und der Gegner erkennbar ableiten.

Gibt es noch gleiche oder anderslautende Meinungen zu diesem speziellen Spielvortrag?

Oder sind beide Spielmodelle gleichermaßen spielbar?

Doko hat ja in weiten Teilen schon etwas Philosophisches!

MasterDesaster, 16. September 2017, um 19:14

Timeout

Mettmannpower, 16. September 2017, um 21:01
zuletzt bearbeitet am 16. September 2017, um 21:02

Ich würde nach dem ersten Stich den Partner auf die Dulle fragen. Dann Herz-Dame zum Schnitt. Im 3. Stich die 90 absagen. Fällt die Pik-Dame, kann ich auch die 60 und mehr geben. Dann ziehen wir erstmal gemütlich Trumpf und dann die asse.

worstcase, 16. September 2017, um 22:34

6 Trumpf und 5 Fehl kann nur über cross gehen.....

Chrissel, 17. September 2017, um 00:06

wie Lappen

oder wie worstcase

etc

nicht wie Tront - mit Sorry aber konnte nicht alles lesen - da binsch unheimlich blond - und spiele cross

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