Doppelkopf-Strategien: wer hätte das anders gemacht

raescha, 29. Oktober 2017, um 16:02

Sitze an 4 und habe:
Herz 10, 10, Herz D, Karo D, Pik, Pik, Herz Bube, Karo Ass, 10
Pik Ass, 10, König

1. Auf Pik Ass frage ich hinten ab und bediene bei Nichtantwort Pik 10 damit Pik hoffentlich nicht nachgespielt wird
2. Der Kreuzschub landet tatsächlich bei meinem Partner, der an 3 auch das Kontra findet, ich schmiere Pik Ass
3. Herz Ass, ich gebe Pik König, Herz hält

Am Ende bekommt Kontra 119 Augen.

Towelie-2-, 29. Oktober 2017, um 16:24

Herz-ZehnHerz-ZehnHerz-DameKaro-DamePik-BubePik-BubeHerz-BubeKaro-AssKaro-ZehnPik-AssPik-ZehnPik-König

Towelie-2-, 29. Oktober 2017, um 16:27

Wenn du auf Pik abfragst und keine Antwort erhälst solltest du konsequenterweise dann auch nur den Pik-König schmieren.

Chrissel, 29. Oktober 2017, um 16:33
zuletzt bearbeitet am 29. Oktober 2017, um 16:35

ich frage auf bedienen gar nicht ab und geiere auf den gegenschuss

auf den nicht zu verhindernden re-stich gebe ich könig

Tront, 29. Oktober 2017, um 16:38
zuletzt bearbeitet am 30. Oktober 2017, um 00:13

Vermutlich frage ich mit Bedienen gar nicht erst still ab.

Ich möchte mir erst noch in einigen Spielen ein Asse-Re abholen und dann immer zurückschießen.

Dass man dieses Spiel ohne Absagestufe überhaupt verlieren kann, verwundert mich.

Würde ich aber (versehentlich) einmal still abfragen und keine Antwort des Stichinhabers erhalten, lege ich selbstverständlich meinen kleinsten Wert dieser Farbe. Sonst würde ich ja inkonsequent handeln.

Ich sehe nicht ein, dass ich gleich 6 Augen mehr dem Gegner in den Rachen werfe, dass Pik nachkommt, halte ich ohnehin für sehr unwahrscheinlich, denn du könntest durchaus mit einem blanken Pikwert abgefragt haben.

Wobei mir ein Abfragen mit Bedienen nur in Ausnahmefällen zusagt. Hier verkraftet zwar das eigene Blatt diese Abfrage mit Bedienen, aber die Vorteile überwiegen meistens Erachtens nicht. Auf ein anderes beliebiges As frage ich den Ausspieler dagegen ab. dann habe ich ja auch einen zusätzlichen "Abwurf-Stichvorteil", der deutlich mehr als 6 Augen beinhaltet.

Auf ein Pik-As warte ich erst einmal die möglichen Aktionen der vor mir sitzenden Spieler genüsslich ab.

Denn auf ein 2. vorgespieltes As könnte ich den Ausspieler vielleicht sogar noch groß abfragen.

worstcase, 29. Oktober 2017, um 17:32

Einen Sinn in der Abfrage mit Bedienen sehe ich auch nicht. Ich stelle den Stich aus 25 und gut ist. Sollte noch ein Ass kommen, kann ich mir eine Große Abfrage überlegen oder ein Scheißhausre zertrümmern. Das Spiel noch auf 120 bei dem Anfang zu verlieren, halte ich schon für ein Kunststück.

Chrissel, 29. Oktober 2017, um 20:44

es werden nun ja sichere 29 ;-)

ändert nichts am stillhalten im ersten für mich ;-)

rest wie oben^^

Chrissel, 29. Oktober 2017, um 21:02

ach ja, bemerkte soeben die fehlende Begründung:

ich werde einen "sch.dr." tun und re meinen Spielvorteil schenken ;-)

MasterDesaster, 29. Oktober 2017, um 21:03

Abfragen mit bedienen ist zu 99% Rotze
du verrätst bei nicht Antwort den Gegnern zu oft das du noch Pik Werte hälst und förderst feindliche Nachspiele
Gelten lassen würde ich das Kontra mit bedienen im 1
So beraubt man sich der Asse Res und ist halt mit dem 1/3 Partner auf Tiefabsagen aus
Hier hast du immer noch die Option auf jedes Folge Ass abzuwarten den Partner 90 sagen zu lassen wenn er nicht schon zu Trumpf greift

Ein Partner an 2 oder 3 weiß nun um dein Monster
könnte auf Anschub indirekt vor legen der Karte signalisieren das dieser Stich euch beiden gehört
falls du noch einem Abwurf brauchst

Den Gegner und 2/3 Feind an 1 vorzeitig den Spielplan vorzugeben wenn dein Spiel forcierend ist ist aber zumeist wenig kontraproduktiv

spielfreak, 29. Oktober 2017, um 21:57

da es ja zum Thema gehört und fast ein identisches Beispiel ist mal dieses:
#71.378.140

keinesfalls spreche ich mich hier von Fehlern frei und hätte es möglicherweise anders spielen und erkennen können.
Die anklagende Form der 'Spieldiskussion' erschreckt mich jedoch zutiefst und lässt mich auch über den Sinn einer weiteren Freundschaft nachdenken ebenso wie über gemeinsame weitere Spiele 😄

Juan-Miguel, 29. Oktober 2017, um 22:21

Welche Karte legt ihr denn ohne Abfrage mit raeschas Blatt?

Kvothe, 29. Oktober 2017, um 22:23

Fast identisch? Die versuchte Kaperung des Freds erschrteckt mich nicht, lässt mich aber über einen weiteren Sinn nachdenken.
Horst, das ist Selbstkasteiung.

spielfreak, 29. Oktober 2017, um 22:27
zuletzt bearbeitet am 29. Oktober 2017, um 22:29

schwätzer .. es geht auch um die abfrage mit bedienen .. allerdings ist mein eingestelltes beispiel mit bedienen aller farben noch problematischer ..

Chrissel, 29. Oktober 2017, um 22:44

wer war hier anklagend?

du schwätzer stellst ein Spiel ohne Abfrage ein - dieses hat mit der Ausgangsfrage Null und Nix zu tun - schleich dir

mach dir lieber was eigenes auf - no competition

spielfreak, 29. Oktober 2017, um 23:03

ach schrissel schau mal in das von mir eingestellte Spiel vlt fällt dir was auf ..
natürlich geht es um eine Frage mit Bedienen ..
lies mal die Kommentare von wc, tront und MD ...
ähnliches hab ich auch geschrieben ...

Chrissel, 29. Oktober 2017, um 23:23

och, nöööö, mir fällt nur deins auf - was willste, wem, was, wie, wiedermal beibringen???

raescha steckt dir lokka inne tasche - es geht um seins - mit frage und antwort - deins ist nichts anderes als ne unterbliebene ansage

Tront, 30. Oktober 2017, um 00:22

Ich könnte mir beide Karten (die 10 oder den König) zum Investieren vorstellen zu legen, weil ich damit keine Standkarte im eigenen Blatt aufgebe.

Aber ich denke, der König reicht aus, nach geschmierter 10 kommt womöglich wirklich diese Vielaugenfarbe häufiger nach.

Allerdings würde eine Kontraschmierung dem Ausspieler mit 35 anstelle von 29 Augen etwas eher ein Re entlocken. Und das würde ich gern vernehmen.

raescha, 30. Oktober 2017, um 08:21

Nochmals zu meinem Ausgangsproblem:
Ich danke Euch für die klaren Worte bzgl. Selbstkastrierung bei Bedienabfragen. Seit 2 Jahren vermeide ich diese wo ich kann (seitdem Chrissel mich mal davon überzeugt hatte). Bei diesem Spiel lag die Tücke im Detail.

Beim Herausziehen der Pik 10 hatte sich diese verklemmt und es hat ein wenig gedauert, bis ich mich sortiert hatte, dann wollte ich niemanden verwirren und habe nochmals deutlich gewartet. Nachdem dann mein Mann angeschoben wurde und das Kontra findet, dachte ich, das war ja jetzt das eine Prozent, wo die Kontra Abfrage mal sinnvoll war (bekomme beide Pik weg). Wie hätte ich sonst bei ausbleibendem Re und wahrscheinlich ausbleibendem Zögern meines Partners diesen erkennen können.

Der alternative Spielverlauf wäre dann gewesen, selbst Kontra zu sagen und mit Fuchs und Karo 10 die beiden Farben zu stechen. Was ich mich mittlerweile frage ist, ob das nicht ohnehin die bessere Variante gewesen wäre, da die schlechte Sitzposition der Kontrapartei nicht sofort von Re gesehen worden wäre.

Wie wir dann verloren haben, möchte ich auch noch auflösen:
Mein Partner spielt eine rote Dame nach, beide Pik Damen sitzen bei Re. Obwohl mein Partner beide Kreuz Asse blank hatte, wird mein Fuchs in Kreuz herausgenommen. Herz im zweiten wird von der anderen Seite vorgestochen. Ich glaube nicht, dass wir da etwas hätten besser machen können. Das Problem war wirklich der 25er statt 19er Pik Stich am Anfang. Der sollte die große Kontra Abfrage vorbereiten, was meine Wurstfinger ja dann verhindert haben.

Octopussy, 30. Oktober 2017, um 12:36

"Welche Karte legt ihr denn ohne Abfrage mit raeschas Blatt?"

Wie wc: auf 25.

Chrissel, 30. Oktober 2017, um 15:19

Nachdem ich soeben ein nettes, aufklärendes Telefonat führte lagen nach Korrektur im ersten Stich:

Ass - König - 9 - in Pik

natürlich wird dieser auf 25 mit pik 10 erhöht

nun diskutierten wir folgende Varianten nach raeschas "KartebliebsteckenNotfallplan":

1. Spieler 3 sagt Kontra im 2. - ich nehme jetzt schon sein Kreuz Ass mit Fuchs und spiele Pik Ass zurück
2. Spieler 3 sagt Kontra im 2. - ich entsorge Pik König und nehme sein Herz Ass im 3. mit Fuchs und spiele Trumpf zurück
3. ich hab ne andere Variante parat

herzlichst dat VerChrisselte

Juan-Miguel, 30. Oktober 2017, um 16:32
zuletzt bearbeitet am 30. Oktober 2017, um 16:34

Ich finde es interessant, hier die 25 eben nicht vollzumachen und den König zu legen. 3 Dinge müssen eintreten, damit es sofort schiefgeht:
1. Spieler 1 ist Kontra
2. Spieler 1 hat noch 1-2 Pik.
3. Spieler (edit) 1 schickt weder Kreuzass noch Herzass auf die Reise.
Dass alles 3 eintritt ist recht unwahrscheinlich.

Die Wahrscheinlichkeit, die Pik-10 beim Partner unterzubringen, wenn man sie aufbewahrt ist gar nicht so schlecht.

Juan-Miguel, 30. Oktober 2017, um 16:38

@ Chrissel

Meinst du den raescha gegenüberliegenden Spieler 2?
Variante 3 wäre: Sämtliche Fehl auf den Partner abwerfen und den Fux auf eine Partnerblaue heimbringen.

Octopussy, 30. Oktober 2017, um 16:50

Oh je. Ich höre aka schon fluchen. Jetzt wird nicht mal mehr die 25 voll gemacht...

Juan-Miguel, 30. Oktober 2017, um 16:55

2 Farben frei und nur eine Fehl-10 schreit für mich nach Ausnahme. Zumindest eine Überlegung Wert.

Ob die Vorteile oder Nchteile überwiegen? Bin auf eure Meinungen gespannt ...

akaSilberfux, 30. Oktober 2017, um 16:56

Wenn man damit kein Kontra vor Aufspiel gibt..
hätte ich auch gefragt. Normalerweise spielt man mit der Karte nicht gegen die 120.

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