Doppelkopf-Strategien: Trumpfausspiel von kontra

idaad, 23. März 2018, um 10:47

Es ist schon klar, dass es nicht ewig viele Blattkonstellationen gibt, mit denen man zwar nicht abfragt vor Ausspiel, wo man aber als ko wohl immer Trumpf anfasst.
Ich hatte kürzlich folgendes Blatt:#74.716.784
Mich würde nur interessieren, ob auch Hardcore-Trumpfverweigerer (ich meine, Tront wäre so einer) hier ausnahmsweise mit Trumpf eröffnen würden (ohne vorher abzufragen).

Trojaner1959, 23. März 2018, um 10:57

Karo-Bube hätte ich auch gespielt und aber das Kontra vor Abstich im 2. gegeben.

Lappen, 23. März 2018, um 11:11

Naja, 5,3 Sekunden interpretieren manche vielleicht schon als Abfrage.

Gehen wir mal davon aus, dass dem nicht so ist, finde ich das Spiel gut vorgetragen. Eine Abfrage vor Ausspiel nehme ich ebenfalls nicht vor, allerdings würde ich vor dem dritten Stich nochmal ein wenig Interesse bekunden.
Gut gefällt mir übrigens auch das Spiel von deinem Partner, dessen Partnerabstich auf den ersten Blick seltsam erscheinen mag, mir aber bei näherer Betrachtung ausgesprochen gut gefällt.

akaSilberfux, 23. März 2018, um 11:26

ich bin zwar nicht angesprochen, finde es gleichwohl schön von Kontra vorgetragen.

SchwillTiger, 23. März 2018, um 11:36
zuletzt bearbeitet am 23. März 2018, um 11:37

Ich bin zwar nicht ganz so ein Hardliner wie tront (der fragt sicherlich vorher ab, um Kreuz in Pik und Herz zu schmieren), aber mag es eigentlich auch nicht. ich würde hier ausnahmsweise auch mal spruchlos Pik spielen.

dein Blatt hast du perfekt beschrieben (trumpflang, alle Farben kontrolliert, keine Dulle), daher gebe ich das Kontra nicht selbst und zögere maximal. Jenachdem wen ich noch mit am Tisch sitzen habe.

Tront, 23. März 2018, um 16:01

Sicherlich frage ich vor Ausspiel still ab!

Erst nach Beantwortung durch eine Partnerdulle würde ich freiwillig einen kleinen Trumpf anspielen.

Ansonsten beginne ich mit Kreuz-Doppel-As.

Ich halte diese Kontrakarte gar nicht für ausgesprochen trumpflang, nachdem man zweimal einstechen musste, weil man nicht weiß, an welcher Position der Kontra-Parrtner sitzt, ist ein durchschnittlicher Re-Mann bereits meistens trumpflänger.

Das einzige, was aus meiner Sicht wirklich für ein Trumpfanspiel spräche, wäre, dass ein Re-Mann gelegentlich einen Spitzentrumpf einsetzt, um seine vermeinlich lauffähigen Asse zuerst anspielen zu können. Also quasi das Trumpfanspiel als Bluff.

Dafür wird man langfristig von diesem Spieler zukünfig keine knappen Res mehr vernehmen, weil dieser Spieler sich "getäuscht" fühlt. Das kostet der Kontrapartei sicherlich langfristig mehr Spielpunkte.

Man kam ja jetzt nicht einmal zu einem eigenständigen Kontra.

Und wenn die Re-Partei nicht gleich jeder unwichtigen kleinen Stich mit ihren Standtrümpfen mitreißen würde, z. B. Kreuz-Dame in Stich 8 und auch die Kreuz-Dame in Stich 7 (genauer wäre es hier einen Testtrumpf vor dem anderen Kontramann zu setzen, gewinnt die Kontra-Partei dieses Spiel womöglich auch gar nicht.

Also nach Kartenlage hätte mein Kontra-Partner zunächst einen Abwurf auf Kreuz-As und einen Überstich oder einen 2. Abwurf im Zweitlauf bekommen. Oder er sticht mein Kreuz-As ab (die nächste bedingte Täuschung^^) und spielt seine beide Asse anschließend mit Kontra vor.

Jetzt war das Spielergebnis zwar für die Kontrapartei gut, zumal man gegen 4 Trümpfe von oben antreten musste, aber deswegen ich immer noch nicht vom Trumpfanspiel überzeugt.

Ich behaupte ja gar nicht, dass ein Trumpfanspiel hier "unehrlich" ist, aber die stille Abfrage, die zwar alle Mitspieler informiert, halte ich für mindestens genauso gut spielbar.

Afroman, 23. März 2018, um 17:14

Wieso sollte ein Trumpfanspiel von Kontra unehrlich sein?

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