Doppelkopf-Strategien: Man wird doch ma (gegen-)fragen dürfen, woll?

Mia_Grautz, 30. November 2018, um 19:06

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Mia_Grautz, 30. November 2018, um 19:10

An 4: Herz-ZehnHerz-ZehnPik-DameKreuz-BubeHerz-BubeKaro-Zehn Kreuz-Neun Pik-AssPik-Zehn Herz-AssHerz-KönigHerz-Neun

Stich 1: Kreuz-Ass Kreuz-König Kreuz-Neun Kreuz-Neun

Stich 2: (Re von S1) Kreuz-König Kreuz-Ass Kreuz-Zehn ...

Wer fragt hier gegen?
Oder ist Stechen (ggf. mit anschließender Frage) und Nachspiel von Pik-Ass genauer?

Ex-Füchse #141028, 30. November 2018, um 19:17

Alles eine Frage der Sympathien

Cabeza_doble, 30. November 2018, um 21:47
zuletzt bearbeitet am 30. November 2018, um 21:49

Haben die Spieler im ersten Kreuzlauf ehrlich bedient (Kontra schmiert) , ist die Partnerschaft ja eigentlich klar. Spieler 2 müsste Kontra sein.
Ich bin mir daher nicht ganz sicher, worauf nun eine Gegenabfrage zielen würde. Fragt man in einer solchen Situation nur nach der Partnerschaft und müsste folglich Spieler 2 auf alle Fälle mit "Kontra" antworten oder würde hier die Gegenfrage ausnahmsweise etwa so lauten: "dass du Kontra bist, weiß ich, hast du auch noch nen Ass?"

Tront, 30. November 2018, um 22:27

Ich denke die Gegenfrage sollte nur sicherstellen, ob der Spieler wirklich der hundertprozentige Kontra-Partner ist.

Mit ist der Pik 10-Abwurf zu wichtig, deshalb frage ich ebenfalls mit der vorliegenden Karte gegen. Zumindest kontrolliere ich den meist nicht unwichtigen 2. Piklauf.

Selbst ein sofortiger Abstich nebst Gegenfarge könnte mir noch gefallen. Aber wird Pik vom re-ansagenden Spieler kontrolliert, gibt man jetzt oftmals beide Pikläufe zur Gegnerpartei. Das möchte ich vermeiden.

Das Nachspiel des re-ansagenden Mitspielers ist schon ernsthaft anzuzweifeln. Voraussichtlich wird er in einer noch ungelaufenen Farbe frei sein, aber ein Kontra-Nachspiel deshalb vorzunehmen, kann kaum der richtige Spielplan sein.

Hase_Hase, 30. November 2018, um 22:30

Warum darf eine Gegenfrage eine Absicherungsfrage sein?

Tront, 30. November 2018, um 22:35

Weil ich nicht mit dieser Karte die Pik 10 blind auf Pos. 2 abwerfen möchte.

Lappen, 30. November 2018, um 22:42

Eigentlich muss der Ausspieler jetzt pik- und herzfrei sein.
Das Kreuznachspiel ist für einen Re-Spieler ja eh schon behindert genug, da sollte doch jetzt zumindest kein Fehl mehr im Blatt sein.

Mia_Grautz, 30. November 2018, um 23:36

"Warum darf eine Gegenfrage eine Absicherungsfrage sein?"

Das is wie mit "Hast Du mich noch lieb?".
Mitunter muss man (w/m) dem Zahn ein Auge ausbeißen.

Isso.

Tront, 30. November 2018, um 23:39

Es kann gut sein, dass ich mit einer Gegenfrage das Spiel um 2 Punkte verteuere. Aber dieses Risiko nehme ich noch in Kauf.

Und da der 2. Spielzug der Re-Spielers ja als "behindert" gilt, mag sein ganzes Re vielleicht auch behindert sein und mögliche Fehl in seine Karte sich noch hinderlich auswirken.

Real oder auch online wüsste ich ja in der Regel, mit welcher Person/welchem Spielertyp ich es zu tun hätte und könnte immer noch adhoc entscheiden, ob ich gegenfrage (mein knapper Favorit) oder doch einsteche.

Denn der vielleicht logische Blindabwurf von Pik 10 nach Kartenlage gefällt mir irgendwie noch weniger.

Stoni, 01. Dezember 2018, um 08:21

Schwierig, ein Spiel zu lesen, indem es keine Spiellogik zu erkennen gibt. Pos 1 sagt RE, und greift zu einem Kontra-Nachspiel, das eigentlich andere Fehlfarben verneint. Diese muss er aber haben, weil er bei einem 8/9/10 Trümpfer mit Chicane(n) noch viel mehr zu Tr greifen müsste, um das 2., teure Kreuz auf den Re-Partner abwerfen zu können. Anderseits darf er diese nicht haben, weil ja gegen meine DD, Blaue irgendwoher das RE über Trumpflänge, Chicane herkommen muss. Hat Re 1 keine weiteren Fehlfarben, muss er Tr spielen, hat er sie doch noch, muss er diese Fehlfarben spielen oder Tr, aber niemals Kreuz.
Bevor ich mich da lange mit Gegenfragen beschäftige (die wohl sinnvoll wäre), frage ich mich eher nach Möglichkeiten, möglichst geräuschlos den Tisch zu verlassen.

Mia_Grautz, 01. Dezember 2018, um 12:25
zuletzt bearbeitet am 01. Dezember 2018, um 12:32

Jau, eigentlich sollte es sich gar nich um das Spiel an sich gehen; das Re des Aufspielers war noch behinderter als das seinerseits gewählte Nachspiel.
Der eigentlich Starke war sein Re-Partner (seines Zeichens ein 9-Trümpfer), der gleich den 1. Piklauf verhaften konnte; Kontra blieb bei 117 erwirtschafteten Augen stehen.

Nach dem Spiel kam von meinem (brav geantwortet habendem) Partner das nich ganz kritiklose Nachfassen in Form von "Was sollte denn die Gegenfrage?!" ...

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