Doppelkopf-Strategien: Wann mache ich eine große Re-Abfrage?

Mettmannpower, 19. Februar 2019, um 15:05

Angelehnt an Mias Thread würde ich gerne eure Ansichten nochmal dazu hören. Wieso seid ihr alle bei Mias Karten für ne große Abfrage? Ich frage selten groß ab...tue es eigentlich nur dann, wenn ich keinen Fehlverlierer halte. Die Vorteile des Dullenaufspiels überwiegen für mich im Vergleich zur Blattbeschreibung. Solange ich mehr Vorteile aus dem D-Aufspiel habe als durch ne Frage, nutze ich diese Möglichkeit. Das Spiel dann eventuell von hinten aufzurollen und eine Sprungabsage zu k60 zu machen, wenn Fehlverlierer versorgt, ist doch effektiver als hier direkt die große Welle zu machen.
Also was bewegt euch bei Mias Blatt zur Frage vor Aufspiel?

Mettmannpower, 19. Februar 2019, um 15:07
zuletzt bearbeitet am 19. Februar 2019, um 15:08

Herz-ZehnKreuz-DamePik-DameHerz-DameKaro-DameKreuz-BubeKaro-BubeKaro-AssKaro-ZehnKreuz-ZehnKreuz-KönigHerz-Neun

hier nochmal Mias Karten

Cabeza_doble, 19. Februar 2019, um 16:08

Das Blatt ist in meinen Augen geradezu ein Musterbeispiel für die große Frage.
K9 sind immer drin, wenn der Partner die Antwortbedingung erfüllt und im Hinblick auf Informationsgewinnung ist hier die große Frage doch gegenüber dem Dullenaufspiel deutlich überlegen. Ich weiß danach meist ob und wie ich meine Fehl versorgt bekomme, wo die andere Dulle ist usw. Meine eigene Dull habe ich dann außerdem immer noch auf der Hand. Wenn ich Tiefabsagen im Hinterkopf habe, hilft mir das doch allemal mehr.

SchwillTiger, 19. Februar 2019, um 17:54

Mit Mias Blatt sehe ich, wenn es ganz beschissen läuft 4 Stiche beim Gegner trotz Partner Dulle. Und selbst dann ist das Spiel noch nicht verloren.

Wie Noddy schon gesagt hat macht es die Absagen deutlich leichter, wenn dein Partner dir ein Blatt "von bis" geben kann.

Wenn du solche Monster mit "nur Dulle" vorträgst, wird es deutlich schwerer.

Also eigentlich alles schon gesagt von cabeza und Noddy (bis auf den letzten Satz, der ist natürlich einfach nur noddy).

Wo es für mich enger wird ist große Frage und Dulle mit Re. Da ist mMn die Unterscheidung deutlich kleiner.

Aber ich sehe schon den 💩🌪️ auf mich zusausen.

Mia_Grautz, 19. Februar 2019, um 22:09

"... die Dulle, die is beschrieben mit 6 bis 8 Trumpf, ohne Asse, mit einer Zusatzstärke (Chicane)."

@ Noddy: wo bitte steht geschrieben, dass es einer Chicane bedarf, um mit 'ner Dulle zu eröffnen?
Und wieso darf man kein Ass halten?

Du erzählst ziemlich viel Esrom, wenn der Tach lang is 😢

Varkensboer, 20. Februar 2019, um 06:02

Äh, eine Chicane ist so ungefähr genau das Gegenteil, von dem, was ich meinem Partner zeigen kann. Gutes Zitat, leider nicht verstanden.

Mettmannpower, 20. Februar 2019, um 11:22
zuletzt bearbeitet am 20. Februar 2019, um 11:26

Finds etwas anstrengend, wenn so Sätze kommen wie:
Doko ist ein Partnerspiel
Dullenaufspiel beschreibt 6-8 Trumpf ect

Ich weiß das ja alles. Für mich stellte sich eher die Frage, ob es denn immer sinnvoll oder nötig ist, sein Blatt "richtig" zu beschreiben.
Es gibt nun mal das Dullenaufspiel und ich erfahre damit alles, was die große Frage auch bietet.
-Dulle
-Partner an 2 mit beiden assen (re ganz spät nach gelaufenem 1. Stich)

Ich kann sogar einen Partner an Pos 2 ausfindig machen, der nur eine schwarze Farbe kontrolliert, weil er mir geschmiert hat.

Also: bei Verneinung der Dulle finde ich über diesen Weg eine Anspielmöglichkeit, die die gr. Frage nicht hergibt.
So war halt meine Überlegung. Und wenn dem so ist, warum dann nicht Spieloptimierung mal vor Blattbeschreibung stellen?

So war zumindest mein Gedanke.
Den Tempoverlust, den ich durch die Dulle habe hole ich zumindest dann raus, wenn mein Partner an 2 sitzt.

worstcase, 20. Februar 2019, um 11:47

So richtig gefällt mir die große Abfrage mit dem o.a. Blatt nicht. Ich habe so meine Probleme, wenn bereits Re/90 gesagt wurden und noch kein Ass gelaufen ist. Wird der schwarze Schub gehakt, laufe ich immer in den Doppelschuss rein.

Für mich hat ein Dullenvorspiel eine größere Range wie nur 6-8 Trumpf. Wenn ich ein Dullenvorspiel mache, keine Antwort bekomme und danach eine schwarzes Ass mit Re spiele habe ich auch noch Zusatzwerte.

Die Geschmäcker sind halt, wie soll es anders sein, verschieden.

Hirnklaus, 20. Februar 2019, um 15:32

Wer mit dem Blatt nicht abfragt, bei dem stimmt was nicht.

Tront, 20. Februar 2019, um 16:13

Ich halte die große Re-Abfrage für risikobewusste Spieler für soeben noch spielbar.

Dennoch würde ich mich mich selbst auf der Seite der Dullenvorspieler wiederfinden. Der mögliche Informationsgewinn sollte den Tempoverlust aufwiegen.

Da man - wie schon beschrieben - anschließend immer noch ein eigenes Re hat, kann man eine entsprechende Blattbeschreibung gut nachholen.

Die Spiele, bei denen man eine Antwort auf die 2. Dulle nach einer großen Abfrage bekommt, lassen sich jetzt möglicherweise besser ausreizen. Da man aber nach unbeantworteter großer Abfrage jetzt sicherlich trotzdem mit Trumpf fortsetzt, würde man diese Partnerdulle auch ohne vorherige große Abfrage sicherlich im 2. Stich durch ein simples Legen erfahren.

Würden denn die groß abfragenden Spieler nach einer möglichen Dullenbantwortung (an Pos. 3) jetzt sofort ihr einfach besetztes As anspielen oder mit Trumpfrunden fortsetzen?

Falls man das kürzere eigene As ohnehin nach der vorzeitig gegebenen Partner 90-Absage anspielen möchte, bräuchte man gar nicht groß abzufragen, wenn man ein tendenzielles Austrumpfen gar nicht in Betracht zieht.

Hirnklaus, 20. Februar 2019, um 16:17

Ich sehe da kein Ass.

Hirnklaus, 20. Februar 2019, um 16:21

Es gibt auch kein Verbot, die Dulle nach unbeantworteter großer Abfrage noch zu spielen.

SchwillTiger, 20. Februar 2019, um 16:31
zuletzt bearbeitet am 20. Februar 2019, um 16:38

Ich weiß es geht mehr um Blattbeschreibung (Trumpf-und Fehlstruktur), dennoch glaube ich, eine grobe Übersicht würde Anfängern (damit meine ich ausdrücklich nicht Mettmannpower) helfen, denn die lesen ja hier evtl. auch mit.

Ich versuche es mal:

Carosolo

Dulle mit Re

Große Frage, Dulle

Große Frage, keine Dulle

Klein Trumpf mit Re - Dullenaufspiel, Re im 2.

Ass mit Re (Fehl mit Re??? Habe ich wohl noch nie gespielt)

Dullenaufspiel, kein Re im 2.

Ich stelle das mal zur konstruktiven Diskussion. Abgesehen von unterschiedlichen Blatt Strukturen dürfte das meine Stärkenhierarchie sein.

SchwillTiger, 20. Februar 2019, um 16:34

Klein Trumpf mit Re nehme ich mit ähnlich starken Blättern vor, aber eben nicht mit den Blättern bei denen ich durch Dulle meine Trumpfstruktur gut beschreiben kann.

Tront, 20. Februar 2019, um 16:37

Oh, von mir übersehen. Es gibt kein eigenes As.

Ich würde nach dem Dullenvorspiel dennoch mit Trumpf und eigenem Re fortsetzen wollen, sofern dieser Trumpfstich unaussagekräftig ist.

Auf gelegte Karovollen an Pos. 2 oder Pos. 3 setze ich natürlich mit einem Fehlanspiel (und eigenem Re) fort.

Eine Antwort an Pos. 2 schreckt mich (ähnlich wie Spieler Worstcase) von einer großen Abfrage ab. Dieses As entgleitet mir deutlich häufiger als in 10% aller Spiele, das wäre mir persönlich halt zu riskant.

Denn ein Partner an Pos. 2 sollte bei der sog. Schwarzfarbenkontrolle mit Assen oder seltenerer Farbfreiheit ja einem zwingend antworten, ergo gelegentlich auch mit Assen aus Überlängen.

Hirnklaus, 20. Februar 2019, um 17:01

Was ihr euch immer wegen einer Antwort von Pos 2 einscheißt. Gefühlt verliere ich da 1% der Spiele.

Tront, 20. Februar 2019, um 17:20

Dann hast du halt mehr Glück als andere Spieler oder Dir antwortet nie jemand mit einem schwarzen As aus Überlänge, das kann natürlich auch sein!

worstcase, 20. Februar 2019, um 17:33

@Hirnklaus:

"Wer mit dem Blatt nicht abfragt, bei dem stimmt was nicht." , das versuche ich mit meinem Psychiater gerade zu klären.^^

Dokotechnisch reichts.

Ich bin immer auf der Suche, was bestimmte Leute fachlich befähigt solche Aussagen zu tätigen. Bei vielen Sprücheklopfern finde ich …. nichts.

"Was ihr euch immer wegen einer Antwort von Pos 2 einscheißt. Gefühlt verliere ich da 1% der Spiele."

Und das könnte vermutlich an der Qualität deiner Mitspieler/Gegner liegen oder an der Wahrnehmung.

RUserious, 20. Februar 2019, um 22:10

Es ist ja auch so, dass man nur die Spiele betrachten muss, wo die 90 schief geht, die 120 aber gehalten hätte...
Schiebe ich meinen Partner an 2 auf Kr an und Kr kracht...und kommt nun Herz Ass, werde ich diese Spiele gegen Dulle und Blaue auch fast immer auf 120 verlieren...

Hirnklaus, 21. Februar 2019, um 00:42

Man wird auch ohne Antwort einige Spiele auf 121 mehr gewinnen, weil man sein Blatt vernünftig beschreibt und keine Gurke vorgaukelt.

Octopussy, 21. Februar 2019, um 00:44

plus Füxe heim, Charly machen, weitere Tiefabsagen.

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