Doppelkopf-Strategien: Farbe nachspielen

SchwillTiger, 08. Oktober 2020, um 00:58
zuletzt bearbeitet am 08. Oktober 2020, um 01:01

An 1:

Pik-DameHerz-DameKreuz-BubeHerz-BubeKaro-BubeKaro-ZehnKaro-König Kreuz-AssKreuz-ZehnKreuz-KönigKreuz-Neun Pik-König

1. Kreuz-AssKreuz-NeunKreuz-AssKreuz-König
2. Kreuz-Zehn !?!

Zuerst dachte ich, man spielt sich Her oder Pik kaputt. Aber 2 Gegner werden hier nicht frei sein oder?

Mir wäre das Blatt stark genug für ne Frage, ist aber sicherlich knapp. Mit Kontra an 4 könnte es eng werden. Aber evtl lässt man dann immer noch Kreuz 10 folgen?

Wie handhabt ihr das Blatt?

Komplett_Mett, 08. Oktober 2020, um 09:47

Das Nachspiel ist ziemlich scheiße. Trumpf und Pik sind allerdings auch ziemlich scheiße.
Ich Spiele die Kreuz 10 wohl nach.

SchwillTiger, 08. Oktober 2020, um 10:31

So ähnlich sehe ich das auch. evtl. ist deshalb die Frage die richtige Karte, weil es am wenigsten Schieße ist?

Tront, 08. Oktober 2020, um 17:31

Eine stille Abfrage wäre mir damit etwas zu heiß.

Ich spiele auch meine nur anteilig stehende Kreuz 10 nach. Die besseren Spieler sollten zumindest erkennen, dass dieses Nachspiel von einem Spieler der Kontrapartei erfolgte und sollten deshalb auch in der Regel nun einen Fehl abwerfen.

Komplett_Mett, 08. Oktober 2020, um 17:53

Hätte erwartet, dass tront einen 26er als Vielaugen-re-Nachspiel sehen würde.
Aber der schreibt ja viel, was er nicht so meint...

Tront, 08. Oktober 2020, um 18:08

Bei mir sind Stiche von 15 bis 26 Augen tendenziell Wenigaugenstiche. Auch wenn man mit 26 Augen ein Auge über dem Schnitt liegt.

Ab 29 Augen sind sich hoffentlich alle Spieler einig, dass es sich nur um Vielaugenfarben-Nachspiele der Re-Partei handeln kann, obwohl ich bei 30 Augen schon einige "Nachspielmißbräuche" von guten Spielern (in realen Spielen) vorgefunden habe.

Komplett_Mett, 08. Oktober 2020, um 18:16

30 und 32 sin natürlich keine re-nachspiele.

Tront, 08. Oktober 2020, um 23:33

Für mich und hoffentlich für die Doko-Mehrheit schon.
Im Zweifelsfall bitte ich um weitere Stellungnahmen!

Octopussy, 09. Oktober 2020, um 07:36

Für mich ist 26 tendentiell Re. Ich spiele aber nicht gegen meine Karte. Wenn das Nachspiel Sinn ergibt, dann sind mir die Augen egal.

SchwillTiger, 09. Oktober 2020, um 09:33

Beispiel:

xxxKreuz-AssKreuz-NeunKreuz-Neun

1. Kreuz-AssKreuz-KönigKreuz-KönigKreuz-Zehn

Jetzt spiele ich 29 als Kontrist nach.

oder andersrum:

Kreuz-Damexx Kreuz-AssKreuz-ZehnKreuz-Zehn

1. Kreuz-AssKreuz-KönigKreuz-KönigKreuz-Neun

Jetzt spiele ich 19 als Re nach.

Vorausgesetzt ich habe kein anderes sinnvolleres Nachspiel.

Lappen, 09. Oktober 2020, um 09:45

Ein 26er ist aufgrund des erzwungen (und da liegt ja der Knackpunkt) beigelegten Asses tendenziell ein Kontranachspiel.

Varkensboer, 09. Oktober 2020, um 09:54

Kreuz-AssKreuz-NeunKreuz-AssKreuz-Zehn
Wer den als Re nachspielt hat einen anner Waffel.

Lappen, 09. Oktober 2020, um 09:59

Da ist natürlich ebenfalls was dran. Käme die 10 von Position 2, würde ich das so allerdings schon wieder nicht mehr ganz unterschreiben.

Varkensboer, 09. Oktober 2020, um 10:02

Kreuz-AssKreuz-KönigKreuz-KönigKreuz-Ass
Kreuz-Neun Die kommt doch auch nie von Re.

Ossi, 09. Oktober 2020, um 10:59

@Octo/Schwil

Du spielst ernsthaft nen 29er als Kontramann nach, wenn du beide 9en hast?

(Analog 19 als Remann)

SchwillTiger, 09. Oktober 2020, um 13:31
zuletzt bearbeitet am 09. Oktober 2020, um 13:34

Was ist die Alternative? Den Remann anschieben? Trumpf?

Müsste ich mir das konkrete Blatt anschauen, aber ich halte es für genau so logisch wie ein 25er Nachspiel mit einem K.

Schließlich ist der Schnitt (25) ja abhängig von den eigenen gehaltenen karten und in dem Beispiel sitzt die 10 mit großer WK bei Re, das Ass zu 1/3 bei Re also ist die WK den Partner zu erreichen wohl besser als wenn man Pik schiebt.

Ossi, 09. Oktober 2020, um 15:01

Ok, dann weiß ich nun, auf wen man keine Ansagen treffen sollte.

Klar, da weißt, dass der 29er nen „Wenigaugennachspiel“ ist, da du beide 9en hast, aber wissen deine Mitspieler das auch?

Verlässliches Doko sieht mMn anders aus.

Octopussy, 09. Oktober 2020, um 15:06

Sich auf Nachspiele zu verlassen habe ich schon lange aufgegeben. Der eine schmiert revers, der andere aus der Mitte der nächste 25 sind fair und dann wieder einer legt immer den kleinsten bei. Also ja: Bei mir hat ein Farbnachspiel sehr wenig aussagekraft. IdR sagt es bei mir eins: schwaches Blatt. Und wenn ich ein schwaches Blatt habe möchte ich auch nicht zwingend erkannt werden.

Lappen, 09. Oktober 2020, um 15:16

Wenn angeblich eh jeder an jeder Position schmiert, wie er grad lustig ist, verliert die Ausgangsfrage des Threads für mich irgendwie an Spannung.

Octopussy, 09. Oktober 2020, um 15:51

Ne wieso. ich suche ja so oder so de beste Karte.

Ossi, 09. Oktober 2020, um 17:04

Auf meine Nachspiele kann man sich verlassen. Auf nem 29er steht Re drauf und auf nem 19er Kontra. Das ist ne nette Möglichkeit zum Outing mit ner relativen Grotte.

Octopussy, 09. Oktober 2020, um 17:08

Für mich gilt Spielsieg vor Ansage. Ich möchte mit jedem Blatt die bestmögliche Karte spielen dürfen.

Ossi, 09. Oktober 2020, um 17:14

Bei mir geht Verlässlichkeit vor Spieloptimierung. Da fahre ich langfristig besser mit.

Impfmuffel, 09. Oktober 2020, um 20:40

Da langfristich beides miteinander Hand in Hand geht 👬

Octopussy, 10. Oktober 2020, um 04:06

Ich weiß ja nicht.... Auf relevanten Turnieren habe ich nioch nie mehr als 3 mal mit inem am Tisch gesessen. Ob die jetzt wissen wie ich tichke?

Und nein: das eine hat mit dem anderen nicht zwingend etwas miteinander zu tun. Wenn die Leute konsequent drauf eingingen. Aber @impfmuffel. Zeig mir doch mal ein Speiel das du durch "keine Ansage nach 2 schwarzen Assen" inkl Partnerabwurf dadurch gewonnen hast. Ich glaube man redet sich diese Verlässlichkeit schön (siehe komplett_mett und tont)

zur Übersichtzum Anfang der Seite