Doppelkopf-Strategien: Partnerschaften geklärt?

SchwillTiger, 16. November 2020, um 13:08
zuletzt bearbeitet am 16. November 2020, um 13:09

Frage .... Kontra an 4
Kreuz-AssKreuz-KönigKaro-AssKreuz-Neun
Pik-KönigPik-AssPik-NeunPik-Ass

Was ist wahrscheinlicher? Falschabfrage oder merkwürdiger Pikanschub aus Überlänge?

mwolff, 16. November 2020, um 13:52
zuletzt bearbeitet am 16. November 2020, um 13:55

Ich finde solche "Aufgaben" kann man nicht lösen.

Wir sollten ggf. mal Constraints für solche Blattdiskussionen beschreiben. Z.B.
- Es sitzen neben mir (also dem Einsteller) drei der besten Spieler Deutschlands zusammen.
- Alle drei sind noch nüchtern (also die anderen).
- Alle spielen ihr bestes Doko (also die anderen).

Die Frage wäre: Würdest Du so ein Spiel überhaupt hier einstellen unter diesen Rahmenbedingungen? Wenn nicht, macht eine Diskussion über so eine Situation keinen Sinn.

mwolff, 16. November 2020, um 13:54

Möglichkeiten:
- Die Beteiligten spielen ohne Abfragen.
- Die Abfrage wurde nicht gesehen.
- Es wurde falsch abgefragt.
- Einer hat einer Kellnerin hinterher geguckt
- Eine andere dem Kellner
...

DokoTim, 16. November 2020, um 14:04

Es gibt für mich kein Blatt mit dem ich da als Ko Mann Pik schieben würde, also eher Falschabfrage.

Antipode, 16. November 2020, um 14:08

Kreuz zurück fällt aber auch irgendwie flach

SchwillTiger, 16. November 2020, um 15:01

"Die Frage wäre: Würdest Du so ein Spiel überhaupt hier einstellen unter diesen Rahmenbedingungen? Wenn nicht, macht eine Diskussion über so eine Situation keinen Sinn."

Die Frage ist immer, ob man etwas unter GTO-Aspekten oder unter exploitive Aspekten betrachtet. Unter GTO macht das natürlich keinen SInn.

IdR sitzt man eben aber genau nicht mit 3 Granaten am Tisch und man muss sich fragen: Wer spielt gerade Müll?

Wenn man beide Spieler nicht kennt (oder nur unzureichend) muss man sich eben entschieden, was wahrscheinlicher ist.

Wenn man den Abfrager gut kennt und ihm vertraut, kann ihm dennoch solch ein Fehler unterlaufen.

Wenn also Pikschub immer falsch ist, dann war die Abfrage falsch. Wenn es Blätter gibt, mit denen man Pik schiebt (bspw 5er-Länge) dann kann man die Wahrscheinlichkeiten 5111 in Pik mit der geschätzten WK der Falschabfrage abgleichen.

Seb1904, 16. November 2020, um 15:44

3 hält Dulle, 4 Pik-, 2 Herz-Luschen, kein Kreuz.

worstcase, 16. November 2020, um 16:03

Brauche ich GTO- und axploitive Aspekte. Ich kann damit wirklich nichts anfangen.

Selbst an Spitzen besetzten Tischen passiert es, dass Abfragen falsch gesehen, Ansagen nicht gehört werden oder ähnliche Fehler passieren. Das Ergebnis ist völlige Verwirrung.

SchwillTiger, 16. November 2020, um 16:53

@Seb:und damit spielst du kein Trumpf, sondern schiebst den gegner an anstatt Leerdulle zu ziehen?

Cabeza_doble, 16. November 2020, um 17:03

Klärt mich mal bitte auf:Was ist GTO

SchwillTiger, 16. November 2020, um 17:53

Game Theoretical Optimum

Spieltheoretisches optimum

Welche Karte/Strategie ist am besten, wenn man davon ausgeht, dass alle Spieler am Tisch optimal spielen.

Beispiel "Stein-Schere-Papier":

GTO: Jedes genau zu 1/3 machen. Dann kannst du nicht verlieren (langfristig). Sobald einer von GTO abweicht (zu viel schere macht), kann man das exploiten und mehr Stein machen. Man selber kann aber nicht exploited werden, wenn man weiterhin GTO spielt.

Wenn man davon ausgeht, dass S1 GTO spielt, dann ist die Sache klar: er ist Kontra. Aber dies ist ja nie zu 100% der Fall.

BSPW weiche ich an schwachen Tischen regelmäßig von GTO ab, und frage lighter ab, sage offensiver an, da nach meiner erfahrung zu wenig gegengefragt oder gar gegengeschossen wird. Das ist quasi der Exploit. Ja, man ist kein gutes Vorbild und übetreiben darf man das natürlich nicht. Genau so wie man nicht nur noch Stein machen sollte.

Diskussionen machen idR nur Sinn, wenn man davon asugeht, dass alle GTO spielen. es sei denn man hat reads auf Spieler: Bspw gibt es ja viele, die ach "Re spielt trumpf" agieren. gegen die kann man natürlich leichter ein kontra finden als gegen jemanden, der nur mit Farbfreiheit trumpf spielt.

Das wäre dann ein Read, den man natürlich mittelen müsste, falls es einem darum geht, wie man exakt gegen diesen Spieler agieren sollte.

Ob das Sinn macht bleibt dann jedem selbst überlassen.

Cabeza_doble, 16. November 2020, um 18:22

Jetzt hab ich's verstanden. Danke Dir.
Manchmal nervt mich eben der Aküwa (Abkürzungswahn)

Impfling, 16. November 2020, um 18:48

Dbna *)


*) = Damit biste nich alleine
(fwf)

SchwillTiger, 16. November 2020, um 19:00

naja. Bei GTO macht es aber wirklich mal Sinn.

IngoKnito, 16. November 2020, um 19:19

hat, ergibt, ...

SchwillTiger, 16. November 2020, um 19:24

ich werde nie verstehen, warum der Engländer machen sagen darf, der Deutsche aber nicht.

Seb1904, 16. November 2020, um 19:29

Die Abk. f. Abk. ist Abk.

Impfling, 16. November 2020, um 19:50

"ich werde nie verstehen, warum der Engländer machen sagen darf, der Deutsche aber nicht."

Damit dieser Unfug nich Schule macht! 👮

Impfling, 16. November 2020, um 19:52

"I hope that makes no school"
gildet im Englischen afaik auch nich. 👮

Ausgleichende Gerechtichkeit, und so.

Octopussy, 17. November 2020, um 09:12
zuletzt bearbeitet am 17. November 2020, um 09:18

Dass Sprachen sich unterscheiden ist schon klar.

Die Begründung, die meist aufgeführt wird stört mich nur. "Sinn kann nicht gemacht werden". Wenn man sagen würde "Isso!", dann ist das für mich näher an der Wahrheit, denn warum sollte im Deutschen Sinn nicht gemacht werden können, im Englischen aber schon?

Mich würde es im Übrigen sehr wundern, wenn in 20 Jahren die Form "Sinn machen" nicht im Duden stehen werden würde.

mwolff, 17. November 2020, um 10:12

Dinge die in der einen Sprache Sinn machen, müssen in der anderen noch lange kein Sinn ergeben.

Mein Freund (Engländer) spricht mit seiner Mutter:
Mutter: Why it is so hard to hear you?
Er: It is because of my handy.
Muter: Because of what??

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