Doppelkopf-Strategien: Ein Fünftrümpfer mit eigener Ansage?

Tront, 19. November 2012, um 10:37

Vom letzten Doppelspieltag der Bundesliga.
Mit Ausspiel hält man diese Kontra-Karte:
Herz-ZehnHerz-ZehnKaro-DamePik-BubeKaro-NeunPik-AssPik-ZehnPik-KönigPik-KönigPik-NeunKreuz-AssKreuz-Neun
Der erste Kreuz-Stich verläuft wie folgt:
Kreuz-AssKreuz-NeunKreuz-KönigKreuz-König
Wie geht ihr ansagetechnisch und ggf. spielerisch weiter vor?

a) Pik-As mit eigenem Kontra
b) Abfrage gefolgt von Pik-As ohne eigene Ansage
c) keine Ansage mit Fortsetzung Pik-As
d) ich spiele kein Pik-As vor, sondern meine Kreuz 9 nach mit Kontra
e) ich spiele kein Pik-As vor, sondern meine Kreuz 9 mit vorheriger Abfrage
f) ich spiele kein Pik-As vor, sondern meine Kreuz 9 ohne Ansage

Welche der vorgeschlagenen Möglichkeiten würdet ihr wahrnehmen?

Belzedar, 19. November 2012, um 10:46

Welche Runde ? seit Ihr vorne mit Punkten seit Ihr hinten ?

Bei vierter Runde und Ihr seit vorne. Pik Ass ohne Frage ohne Kontra.

Eine Abfrage sehe ich hier nicht. Worauf denn bitte ? Dass dein Partner 9 Trumpf hat mit Doppelblauer ?

Ansonsten Kontra und Pik Ass auf den Tisch.

Tront, 19. November 2012, um 11:04

Runde 4. Wir lagen in unserer Gruppe auf Platz 3 und es war alles gelaufen, was eine gute Gesamtplatzierung für uns ermöglicht hätte. Es ging also um eigentlich nichts mehr.

Für so abwegig halte ich die Abfrage nun auch wieder nicht. Spieler 2 mit lauffähigen Pik-As oder Pikfreiheit würde sich melden können, ebenso ein Spieler mit anderen Zusatzstärken wie herzfrei, Trumpflänge oder ähnliche Vorteile. Eine gewisse vorhande Stärke habe ich ihm bereits signalisiert. Und im Falle eines Pik-Abstichs der Gegner könnte er mit einem durchschnittlichen oder schlechten Blatt an entsprechender Sitzpostion das Kontra bequem weglassen.

Deswegen sammle ich ja noch Aussagen in Sachen Blattbehandlung.

rocknrolla, 19. November 2012, um 11:04

abfrage gefolgt von pik as, wenn antwort an 3 oder 4, sonst pik 9 oder könig, je nach gefühl

IngoKnito, 19. November 2012, um 11:36

Ich trau mich auch mal als Feld-, Wald- und Wiesenspieler:

Ich würde tatsächlich e) nehmen.

Damit aber nichts bestimmtes hören wollen (wegen der Frage 'Worauf') sondern eher ein eindeutiges Ko-Bekenntnis abgeben, signalisieren, dass ich mich nicht stark genug für eine eigene Ansage fühle, aber noch etwas in petto habe und dem Partner die Entscheidung überlassen.

Rulaman, 19. November 2012, um 17:33
zuletzt bearbeitet am 19. November 2012, um 17:35

e) frage aber nicht lange

irki, 19. November 2012, um 18:11

a

niveauflexibel, 19. November 2012, um 19:06

a)

Talentfrei, 19. November 2012, um 19:16

a)

Topspin, 19. November 2012, um 19:37

a)

Tront, 19. November 2012, um 19:40

Okay, also a). Ich "lerne" ja noch.
Ich hatte mich in dieser Sekunde mal für b) entschieden und dies ja auch entsprechend begründet, aber a) ist wohl wirklich genauer.

Nur hatte ich ein(e) mir meinen spannbreite unterschiedlich großen, stillen Abfragen vertrauende Mitspieler(in) am Tisch, die sogar nach einem Abstich meines Pik-Asses an Position 4 das Kontra gab. Respekt. Die Begründung: RE ist nicht so stark, sonst hätte ja jemand ein Re gefunden. Auch nicht schlecht gedacht, oder? Funktioniert natürlich auch nicht immer und schon gar nicht an jedem Tisch.

Ihr Blatt zur Ergänzung meiner "nur" Abfrage:
Pik-DameHerz-DameKaro-DameKreuz-BubeKaro-BubeKaro-AssKaro-ZehnKreuz-KönigPik-AssPik-NeunHerz-KönigHerz-Neun

Sie hält sogar noch den 2. Pik, wo der erste Lauf an die Re-Partei geht. Allerdings mit einer Standkarte.
Wir gewinnen das Spiel zu 98 Augen, weil mein Blatt jetzt (zufällig) genau die richtigen Ergänzungen zu ihrem bietet. Wir haben aber auch noch ein paar Augen Luft.

Aber trotzdem, immer wieder schön zu sehen, dass mit einer stillen Abfrage das eigene Blatt zumindest ein größeres Interesse bei einigen Spielern an einer Ansage hervorruft, ich bin sicher, viele Spieler hätten an ihrer Stelle kein Kontra mehr gegeben. Was wiederum dafür spricht, dass ich es selbst geben muss. Eingesehen.

Ganz ohne Abfrage wäre das Spiel aber sicher ohne eine Ansage vom Tisch gegangen. Und laut Terry ist ja eine Abfrage bereits oft mehr als eine eigene Ansage, oder wie war das nochmal genau?

Dieses Spiel bekam die Kontra-Partei jedenfalls ihre 4 Punkte. So oder so, egal welcher Spieler die Ansage vornimmt. Haupsache einer von beiden ist schlau genug. Ich war es diesmal ja nicht.

Ex-Füchse #16890, 19. November 2012, um 21:49

a)

Lottospieler, 20. November 2012, um 10:09
zuletzt bearbeitet am 20. November 2012, um 10:10

die Abfrage bringt in diesem Fall keinen entscheidenden Vorteil, ganz im Gegenteil:
Der Partner an Pos2 zb müßte ja mit jeder beliebigen auch schwachen Karte antworten wenn er das Pik As hält unabhängig von seiner Pik- Länge und weiteren Stärken, das kann schnell zum Desaster führen.
Entweder eigenes Kontra oder Ansage weglassen.
Bin für a)

Fanthomas, 20. November 2012, um 12:49

a)

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