Doppelkopf-Strategien: Abfragen trotz Bedienen?

Seb1904, 13. Januar 2013, um 16:18
zuletzt bearbeitet am 13. Januar 2013, um 16:18

#20.228.775

Dass das im Ganzen kein Paradespiel meinerseits war, steht ausser Frage. Da waren aber bestimmt mehr als drei Pkte drin. Nur: wie gehe ich das richtig an?

Abfragen, obwohl ich die Neun beigeben muss? Eigenes Co? Wann?

Bitte um spöttische Kommentare der üblichen Verdächtigen und ernsthafte Hinweise der anderen.

Noddy, 13. Januar 2013, um 16:20

Wie wärs mit nem Kontra vorab?

Ex-Füchse #5718, 13. Januar 2013, um 16:27

Auch hier frage ich nicht ab, sondern sage einfach Kontra.

Seb1904, 13. Januar 2013, um 16:29

Aber wann?

Tront, 13. Januar 2013, um 18:56

Mir gefällt das eigene Kontra zum letztmöglichen Ansagezeitpunkt besser, auf verteilte Stiche gebe ich es daher recht gern.

Aggressivere Spielernaturen können es auch bereits vor Ausspiel geben, damit ein möglicher Ausspielpartner jetzt Trumpf anspielt, was er andernfalls kaum tun würde. Nur zum einem muss man dann bereits eine Dulle leer einsetzen (das ist es aber diesmal Wert) und es hat noch den weiteren kleinen Nachteil, dass die Re-Partei leicher durch ein Zögern eine mögliche Gegenansage findet, denn schließlich muss man zunächst alle Farben mindestens einmal bedienen.

Aber eine Alternative wäre es wohl schon zum Kontra im letztmöglichen Moment. Kontra vor Ausspiel ist etwas aus der Mode gekommen, zumindest stelle ich das an meinen Tischen in letzter Zeit häufig fest.

Das Re vor Ausspiel dagegen bürgert sich langsam nach und nach ein. Woran das wohl liegt?

Noddy, 13. Januar 2013, um 18:59

Mit was soll Re da gegenfragen?

Tront, 13. Januar 2013, um 19:10

Spieler 4 fragt z. B. als Re-Mann auf Spieler 1 bereits im ersten Stich gegen, weil er die aufgespielte Farbe des Ausspielers stechen kann. Jetzt muss nur mit einem einfachen Re dagegen geantwortet werden, da ein Kontra schon gegeben wurde. Andersfalls müsste er Stechen oder blind abwerfen, in beiden Fällen ist seine Quote nun günstiger für ihn geworden.

Mit einem entsprechend guten Blatt fragt er also jetzt gegen und mit einem durchschnittlichen Blatt kann er auch schon auf Spieler 1 abwerfen, denn zu ungefähr 50% ist der Ausspieler sein Partner. Dieses Verhältnis wäre ohne ein Kontra vor Ausspiel nicht gegeben.

akaSilberfux, 13. Januar 2013, um 22:34

Man hat doch relativ selten eine Gelegenheit für ein Kontra vor Aufspiel - deswegen würde ich diese hier nutzen.

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