Doppelkopf-Strategien: wie ist es am besten?

cahei, 09. Juni 2013, um 20:00

#25.616.504

hier wurde nach dem Spiel gesagt, dass ich im 2. Stich die Re Dame legen musste, damit mein Partner das Spiel kontrollieren kann. Ist das so immer richtig?
Ich wollte die Dame "schonen" mit kleiner Hoffnung, dass vielleicht schon die Herz Dame die Dulle zieht.
Dadurch das ich auf Re abfrage, kann ich doch nicht wissen,ob mein P so stark ist oder?

sprachlos, 09. Juni 2013, um 20:10
Dieser Eintrag wurde entfernt.

makri, 09. Juni 2013, um 20:21

Die ganze Spieleröffnung ist doch schon Murks. Der erste fragt ab, obwohl er keene Abfrage hat. Dann fragste gegen, obwohl du keine Gegenfrage hast und zu guter letzt spielt der Re-Partner Tr anstatt durchzuschieben, wo der Erstaufspieler erkennbar wohl kein As hat.

Abgesehen davon leg da glaub ich nichtmal die Herz Dame, die will ich der Ko-Blauen nicht zum Fraß vorwerfen. Und mein Partner müsste ja eigentlich 2 Farben stechen^^

sparring, 09. Juni 2013, um 20:57
zuletzt bearbeitet am 09. Juni 2013, um 22:24

Fuchs Makri:

Warum hat Spieler 1 keine Abfrage, wenn Ko mit 90 Augen verliert u n d der andere Re-Partner lediglich 6 Trumpf beisteuert, wobei die Herzdame das höchste nach der Alten ist?

quan, 09. Juni 2013, um 20:59

Wessel spielt nicht mit Abfragen daher die Verwirrung ;)

Belzedar, 09. Juni 2013, um 22:35
zuletzt bearbeitet am 10. Juni 2013, um 14:59

nur weil jemand wartet, weil er nicht weiss was er spielen soll ist das eine Abfrage. Und wer denn jogi kennt....

makri, 10. Juni 2013, um 07:19

Ich versteh deinen Kommentar nicht, sparring.

@Belze
cahei sagt doch selbst "Dadurch das ich auf Re abfrage".

Belzedar, 10. Juni 2013, um 15:19

Ich sehe im ersten von cahei keine Re Abfrage, keine grosse und auch keine gegenabfrage, bei beiden kommt keine Rote Wolke.

Ex-Füchse #15119, 10. Juni 2013, um 15:21

Wolke...^^

Kvothe, 10. Juni 2013, um 15:26

Ja, hier zieht es gerade auch zu, schad drum. Soda dazu?

Kvothe, 10. Juni 2013, um 15:26
Dieser Eintrag wurde entfernt.

Ex-Füchse #15119, 10. Juni 2013, um 15:28

ohne Soda, dann aber gerne!

cahei, 10. Juni 2013, um 15:41

ich sollte weiterhin nach Gefühl spieln und nicht denken, nur weil einer den Großen Max macht, hat er dolle viel Ahnung^^
klar war mein zögern Käse, aber da viele Spiele so spannungsarm sind in der Liga und man in Zögerübung bleiben möchte, versucht man das halt auch so.

DickeBerta, 11. Juni 2013, um 05:24

Ich hab bei dem Spiel nur zugesehen, aber warum soll man denn da den Partner verarschen? Sparring hätte doch nach diesem Fux-Stich kompromisslos auf DaBo gespielt, wenn sich die Gelegenheit ergeben hätte...

Tront, 11. Juni 2013, um 15:11

Wieso das denn?

Auf einen Partnerfuchs muss man zwingend herangehen (zumindest nach einer von ihm vorgenommenen Ansage), auf einen Fuchs des Gegners gilt für mich immer noch das Gebot, die Kreuz-Dame durchzubringen.

Und wenn DaBo mehrmals im Spiel still abfragt, sollte man doch wohl annehmen, dass es sich hierbei um einen Kontramann handelt. Ein Re-Mann überlegt doch nicht etwa 15 Sekunden, um einen Fuchs mitzunehmen. Der haut sofort seine Blaue mit oder ohne keine 90-Absage auf den Stich darauf.

DickeBerta, du spielt doch mit stiller Abfrage, nehme ich einmal an. An der Regionalmeisterschaft hast du doch auch mit Erfolg (sprich:Qualifikation zum DEM) teilgenommen.

Deshalb verwunderte mich deine Aussage etwas.

cahei, 11. Juni 2013, um 15:26

nett gesagt. wußte nicht, wie ich das sagen sollte

Karl_Murks, 11. Juni 2013, um 17:39

Zitat: "DickeBerta, du spielt doch mit stiller Abfrage ..."

Nö!
Etweder ist Helmut (aka DickeBerta) von Natur aus immun dagegen, oder er lässt sich regelmäßig gegen die stille Abfrage impfen ...

Sinngemäß: "Ürgh! Ich hab zwar die Dulle, aber doch nur so wenig Trumpf - damit kann ich doch kein Kontra sagen!"

Ein echtes Elend :(

Undercover, 12. Juni 2013, um 00:22

Bei all den netten und auch unsachlichen Worten, die hier geschrieben stehen, blieb bisher die erste im Ausgangsposting gestellte Frage unbeantwortet...Übrigens Antworten auf rhetorische führen nicht immer weiter...

Tront, 12. Juni 2013, um 00:40

Undercover, falls du mich meinen solltest, die Kreuz-Dame sollte man auch auf einen Gegnerfuchs eben nicht zwingend legen, sondern besser einen eigenen Stich damit machen. Das hilft dem Partner meistens mehr. Aber diese Antwort ist von mir weiter oben ihn ähnlicher Form schon erfolgt. Übersehen?

sparring, 13. Juni 2013, um 00:10

Klar meint Undercover Dich. Offensichtlich und auch völlig berechtigt, denn Du schreibst:

"...Auf einen Partnerfuchs muss man zwingend herangehen (zumindest nach einer von ihm vorgenommenen Ansage), auf einen Fuchs des Gegners gilt für mich immer noch das Gebot, die Kreuz-Dame durchzubringen...";

und nun???

Worte wie "...zwingend..." und "...Gebot..." mögen ja eindrucksvoll klingen...nur erklären tun sie nichts. Es mag sich vielleicht um für Spitzenspieler Selbstverständlichkeiten handeln, aber der Ausgangsposter gehört jedenfalls nicht zu diesen und hat gefragt...Undercover tat dies auch...Naja und auch ich würde das "Warum bzw. das Weshalb" zu diesen behauptenden Feststellungen schon gerne wissen wollen.

Für den Fall, dass Du das nicht erklären kannst oder vielleicht auch nicht willst, poste einfach einen Link unter dem die Erklärung für Deine obigen wertenden Behauptungen sachlich nachvollziehbar ist.

Vorab schreib ich schon Mal ein "Danke!" dafür und hoffe dies auch im Namen all jener hier zu tun, die ebenfalls lernen wollen.

Kvothe, 13. Juni 2013, um 00:43

Wenn dein Partner ein Re gibt und den Fuchs anspielt erklärt sich doch hoffentlich die Redame als Selbstverständlichkeit, als Gebot.
Die ausführliche Beantwortung für das eventuelle Nichtlegen der Alten beim Fuchs vom Gegner überlasse ich Leif, der kann und mag das^^

Tront, 13. Juni 2013, um 04:38

@ Sparring und Undercover

Also noch einmal in einfachereren Worten:
(falls mir das überhaupt gelingt)

Wenn irgendein Spieler einen Karovollen mit eigener (Re)-Ansage vorspielt, ist der Partner verpflichtet mit einem seiner höchsten zur Verfügung stehenden Trümpfe an dieser Stich heranzugehen. selbst wenn er nur seine Kreuz-Dame als guten Trumpf hat.

Es würde ja auch komisch aussehen, auf einen vorgespielten Fuchs des Ausspielers nur Pik-Buben an Sitzpostion 3 zu setzen.

Jetzt folgt der 2. etwas kompliziertere, andere Fall:

Du sagst z. B. selbst ein Re und spielst Karo 9 vor und ein Gegenspieler legt jetzt seinen Fuchs. Dein Partner an Position 3 kann zwar jetzt seine Kreuz-Dame setzen, aber möchtest du das selbst auch?

Wenn diese Kreuz-Dame vor der gegenerischen Dulle herausgenommen wird, sinken meiner Meinung nach eure Siegeschanchen erheblich. Deshalb rate ich dazu, die Kreuz-Dame besser auch im Partnerinteresse durchzubringen, indem ich meinen zweit- oder auch mal dritthöchsten Trumpf setzte.

Jetzt kommt es manchmal auf unsere Mitspieler an, man denkt sich ja in ihre Spielweisen etwas hinein.

Der eine Spieler kann damit besser leben, wenn der Partner seine Kreuz-Dame "verheizt", um dem eigener Partner mehr eigene Stiche zukommen zu lassen und sich dabei gleichzeitig zu zeigen.

Die Mehrheit der (besseren) Spieler wünscht sich jedoch meist, dass der Partner im Interesse des späteren Spielgewinns seine Kreuz-Dame aufbehält, um für mögliche Asse oder andere gute Nachspiele überhaupt noch einmal ans Spiel zu gelangen.

Daher gilt es im 2. Fall für einige Spieler abzuwägen: Ich persönlich stelle meine Kreuz-Dame ungern in eine Gegnerdulle ein, weil mein Partner dann quasi ein Solo spielt. Das Hergeben eines oft einzigen Spitzentrumpfes stellt oft eine vorzeitige Spielaufgabe dar, da der Partner nun fast im Alleingang alle Stiche machen muss. Wenn man also nicht gerade ein ausgezeichnetes Blatt selbst hat, ist man auf Stiche des Partners angewiesen und die macht er garantiert nicht, wenn er seine Kreuz-Dame bei erstbester Gelegenheit einsetzt.

Der Kontramann, der den Fuchs legt, will ja im Prinzip genau das erreichen. Und solltest du selbst beiden Dullen haben, kannst du nach Konvention sehr gut deine eigene Kreuz-Dame vorspielen, damit der Partner die Information hat, die Kreuz-Dame wird einen Stich machen. Ohne diese Zusatzinformation legt er sie zumindest nicht so gerne.

Ganz wichtig ist so ein Kreuz-Damen-Vorspiel ist den Spielen, wo noch keine oder erst wenige Asse gespielt wurden, denn nur so weiss der Partner, dass er auch zu seinen Assen garantiert ans Anspiel kommt.

Spartakus, 13. Juni 2013, um 06:18

Der Beitrag von Tront in Ehren; dieser enthält jedoch nicht eine von Sparring erbetene Begründung. Daher wähle ich mal ein Beispielblatt.

Herz-ZehnHerz-ZehnKreuz-DameKaro-DameKreuz-BubeHerz-BubeKaro-AssKaro-KönigKreuz-AssKreuz-KönigKreuz-NeunHerz-König

Dieser Spieler könnte natürlich als eine Möglichkeit zunächst sein Kreuz As mit "RE" spielen. Viele Spieler werden jedoch erst mal schauen wie es sich mit der Trumpfhoheit verhält. Denn wenn der ausgespielte Fuchs nicht die Kreuz Dame kostet (an Pos. 2 oder 3. Pik Dame (bei 4 geschlossen Damen Herz Dame = Wissen um 7 Trumpf von oben kommt auch mal vor) dazu oder an Pos. 4 unterhalb der Kreuz Dame erhalten), lässt sich für eventuell geplante Mehransagen schon mal einiges an gezogenen Trumpfrunden erkennen.

Auch in Fehl kann es für mich günstige Informationen geben. Das eigene Kreuz As sieht ein wenig gefährdet aus. Wenn dieses durch ein frühes Ausspiel gestochen wird und anschließend der Herz König abgeholt wird, steht zwar der Gewinn noch nicht in Frage, doch werden die Gewinnpunkte relativ gering ausfallen. Durch Übergabe des Spiels mittels Trumpf sehe ich eventuell frühzeitig ein Pik As (Herz As) beim Partner, der mit Herz König meine ekligste Karte im Blatt abdeckt. Auch das kann je nach Spielverlauf für eventuell eingeplante Mehransagen wichtig sein.

Nun stelle man sich vor der Partner würde auf den ausgespielten Fuchs mit Reansage nicht rangehen. Mal abgesehen von dem verlorenen Extrapunkt kommt der Gegner jetzt ans Spiel und kann von dort Kreuz As spielen. Dadurch geht mir ein ganz wichtiger Stich verloren, der ggf. das ganze Spiel kosten kann.

Also: Man 'muss' allein schon deshalb an einen Trumpfvollen mit Reansage herangehen, weil der Ausspieler lauffähige Asse zurückgehalten haben kann um sich rechtzeitig zu Absagezeitpunkten über Trumpfhoheit und / oder Fehlasse beim Partner zu informieren.

cahei, 13. Juni 2013, um 07:06

sparring vor ungefähr 7 Stunden

"Es mag sich vielleicht um für Spitzenspieler Selbstverständlichkeiten handeln, aber der Ausgangsposter gehört jedenfalls nicht zu diesen und hat gefragt..."
da magste ja recht haben, aber ICH hatte es verstanden;-)

Kvothe, 13. Juni 2013, um 07:28

Du bist doch nur der Fredersteller^^

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