Doppelkopf-Strategien: Mach ichs mal wie Tront

Makabe, 14. August 2013, um 00:21

#27.682.295

Früher hätte ich mit Pik 10 begonnen.
Ist das Trumpfanspiel Mist?

Tront, 14. August 2013, um 00:37

Nö, dein Partner sitzt nur an den ungünstigsten Position (2) und hält gleichzeitig keine Dulle.

Dennoch kam nicht einmal das Kontra eines Gegenspielers trotz ungünstigster Vorzeichen für Re, was den tatsächlichen Spielverlauf angeht.

Pik 10-Anspiel mag dieses Spiel wohl knapp für euch gewinnen, ist aber auch bei 4 generellen Auswahlmöglichen wie Trumpf, Kreuz, Pik und Herz der zufällig einzige Weg in diesem Spiel.

Wenn man schon mit 4 Damen kein Trumpf mehr anspielen darf, wann dann? Lediglich die durchschnittliche Trumpflänge erlaubt auch ein Fehlanspiel. Nächstes Spiel ist das Trumpfanspiel wieder richtig. Selbst nach dem gelungenen Pik-Anschub wird sich dein Partner kaum zu einem Re hinreißen lassen, also ansagetechnisch erreicht man selbst mit Trumpf mehr. Wenn man schon an das bloße Ausscheiden einer (Kontra)-Dulle denkt, hat man ja schon fast immer ein eigenes Re. Auf ein Fehlanspiel kann keine Dulle (versehentlich ider absichtlich) gelegt werden.

Hat dein Re-Partner gar eine Dulle und ein lauffähiges As, sagt er häufig auf ein Trumpfanspiel schon selbst ein Re. Da man mit dieser Karte eher eine Ansage hören möchte, wenn nicht sogar eine selbst treffen, bin ich hier beim Trumpfanspiel.

Ich persönlich halte mit deiner Damenstärke das Trumpfanspiel für langfristig genauer, aber es gilt wieder der Satz: Man kann es machen, man muss es aber nicht.

Ex-Füchse #197, 14. August 2013, um 06:34
zuletzt bearbeitet am 14. August 2013, um 06:35

Naja,die Redame und Herz2 waren nicht so der Burner.
Insofern bezweifel ich,das nur Pik 10 Anspiel gewinnt,

akaSilberfux, 14. August 2013, um 07:57

Warum nicht Herz-Ass und anschließend Pik-Zehn mit Re? Das wär mein Vortrag gewesen.
Im Zweifel stets Fehl schieben - alles für die Position.

Ex-Füchse #16890, 14. August 2013, um 09:09

Stärken müssen auf den Tisch, ehe sie kaputtgespielt werden...ich schließe mich Fux an.

Ex-Füchse #15119, 14. August 2013, um 09:49

yo

EvilNephew, 14. August 2013, um 11:44

Ich eröffne direkt mit Pik10, um im Ansagezeitraum hinten zu sitzen.

Tront, 14. August 2013, um 17:39

Das Herz-Doppel-As fasse ich persönlich nicht an. Die Lauffähigkeit des Herz-Asses als Informationsgewinn halte ich hier für weniger wichtig. 15 oder 19 Augen?

Falls ich einmal nicht mit Trumpf eröffne, spiele ich wirklich meine Pik 10 an und ärgere mich dann wahrscheinlich schwarz, wenn Spieler 2 daraufhin eine Kontrabfrage starten kann.

Da dies aber anscheinend nur überwiegend meine tendenziellen Erfahrungen sind, sollte jeder Spieler die Karte vorspielen, die ihm persönlich besser liegt.

Gebt ihr Herz-As-Vorspieler wenigstens jetzt ein eigenes Re, falls Herz-As gelaufen ist, damit man überhaupt etwas davon hatte? Meine Frage ist durchaus ernst gemeint.

Denn ich meine ja, ich erhalte auf Trumpf wichtigere Spiel-Informationen, um eine eigenständige Ansage in diesem besagten Spiel gelegentlich noch treffen zu können.

EvilNephew, 14. August 2013, um 17:50

Welche Informationen hast du nach

Karo-BubePik-BubeKaro-KönigKaro-Dame
Pik-Ass
?

Sitzt an zwei und das Re bleibt dir im Hals stecken...

Tront, 14. August 2013, um 17:58
zuletzt bearbeitet am 14. August 2013, um 17:59

Wenige Informationen. In diesem Fall lasse ich ein Re weg. Wäre Spieler 4 mein Partner gewesen, hätte er ja meist Re gesagt, also soll sich die Kontrapartei mit einer möglichen Ansage auseinandersetzen.

Sicher verloren habe ich dieses Spiel dann auch noch nicht. Vielleicht sagt mein Partner an Postion 3 oder 4 noch ein Re, weil er "weiss", dass ich Partner bin und Trumpf angespielt habe. Mit Farbfreiheit, einem kurzen Doppel-As oder einer Dulle wäre das noch gut möglich, wenn vor ihm nicht abgefragt oder Kontra angesagt worden ist. Also es ist nicht immer nur die eigene Sitzpostion im Ansagezeitraum entscheidend.

Denn bei ganz schlechten Re-Blättern greife auch ich zum nötigen Fehlanspiel, auch wenn mir das immer niemand glaubt. Ist aber wahr.

Noddy, 14. August 2013, um 18:02

Nur weil Dein Partner weiß, daß Du als Re tumb Trumpf spielst, soll er ne Ansage finden? Welche Information enthält denn Dein Standardspiel?

Tront, 14. August 2013, um 18:13

So schwer ist es ja auch wieder nicht einzuschätzen.

Ich habe nach dem mir vorliegenden Spielverlauf keine eigene Ansage (mehr), bin aber kein unterdurchschnittlicher Re-Mann.

Es soll einige Spieler geben, die können damit sogar etwas anfangen.^^

Über ein dann möglicherweise knapp verlorenes Re meines Partners ärgere ich mich dann weniger als über ein jetzt hoch gewonnenes Spiel ohne Ansage.

Noddy, 14. August 2013, um 18:18

Wieso bist Du nicht unterdurchschnittlich? Woran erkennt man das bei jemanden der immer Trumpf als Re spielt?

Tront, 14. August 2013, um 18:36

Das ist zugegebemermaßen mein "persönlicher Vorteil". Und selbst damit stehe ich nicht ganz allein.

Da ich als Kontamann ja stets mit entsprechenden guten (also meist trumpflangen) Blättern vorher erst still abfrage und nicht zum manchmal sehr wohl berechtigten Trumpfanspiel als Kontramann greife, mir also gelegentlich dadurch eine häufig gewonnene Re-Kontra-Schlacht entgehen lasse, bleibe ich durch mein Trumpfanspiel wiederum "glaubwürdig".

Ich weiss, diese Definition lassen viele Spieler so nicht gelten, da habe ich auch kein Problem mit, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich meine Spielweise langfristig etwas mehr rechnet.

Einige Spieler geben mit einen bereits knapp unterdurchschnittlichen Re-Blatt an aufwärts ein Re, welches sie mit anderen Mitspielern nie oder nur sehr selten erwogen hätten. Weil eben von mir keine "Kontra-Abstech-Gefahr" ihrer Asse mehr droht und ich ihnen ein "Re-Minimum" in diesem Spiel noch garantiere.

Um meine "bescheidenen" Trumpfanspiele von den normalen oder gar guten Anspielen (bei den sehr guten gebe ich ein Re im ersten Stich selbst) unterscheiden zu können, braucht mich mein als Anspiel gekommener Partner nur nach weiteren Stärken ggf. mittels Zögern abzufragen.

Reagiere ich nicht, wird es sich wohl um ein Minimum-Re-Ausspiel meinerseits gehandelt haben. Oder ich war einfach nur zu sehr auf Sicherheit bedacht, was kommende Absagen angeht. So kommt man zumindest einer genaueren Blattbeschreibung wieder näher.

Aber dieses Thema fällt schon wieder mehr unter Spielphilosophien. Jedoch gilt weiterhin, wer meine Spielweisen kennt und umsetzt, ist klar im Vorteil.

Noddy, 14. August 2013, um 19:01

Jetz versteh ichs, Deine Partner sagen auf dein persönliches Können an ...unabhängig von der Qualität Deines Blattes. Das is so geil :-)

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