Doppelkopf-Strategien: Bitte legt die 10!

Ex-Füchse #16890, 02. August 2014, um 14:09
zuletzt bearbeitet am 02. August 2014, um 14:10

Fleischloser an 4. An 1 haltet ihr

Kreuz-ZehnKreuz-DamePik-ZehnPik-DamePik-DamePik-NeunHerz-AssHerz-ZehnKaro-AssKaro-KönigKaro-DameKaro-Bube

Wie eröffnet ihr dieses Blatt?

Ich entschied mich für Karo-Dame.

Mein Partner an 3 hielt nun Karo-ZehnKaro-Neun und legt nun leider die Karo-Neun, so dass die Karo-Zehn des Solisten (Der Solist hieltKaro-AssKaro-ZehnKaro-Dame) einen Stich macht.

Ich behaupte mal, dass dieser "Fehler" in 8/10 Fällen gemacht wird. Da hilft wohl nur Aufklärung in Form eines Threads.

EvilNephew, 02. August 2014, um 14:11

Karo-Dame halte ich nur für spielbar, weil ich FL gerne über Karo angreife. Ansonsten halte ich Pik-Dame für sympathischer.

Ex-Füchse #78159, 02. August 2014, um 14:18

ich würde mit Kreuz-Zehn eröffnen weil ich damit möglicherweise einem Mitspieler die andere Kreuz-Zehn freispiele und zusätlich eventuell gleich zu Beginn einen "Block" des Spielers auflösen bzw. Schwächen könnte

Ex-Füchse #16890, 02. August 2014, um 14:19

Das wäre dann ein anderer Thread. Bitte legt an 4 den König. ;-)

Tront, 02. August 2014, um 14:32
zuletzt bearbeitet am 02. August 2014, um 14:32

Da ich persönlich von "As unter anspielen" nichts oder nur sehr wenig halte und damit zeitweise sehr schlechtere Erfahrungen gemacht habe, greife ich hier zur Pik-Dame oder zum angezögerten und vorgespieltem Karo-As zu viert. Dann passiert so etwas wie in diesem Spiel gar nicht erst, auch wenn der eigentliche Fehler hier von einem Mitspieler begangen wurde.

Der Solist kann durchaus gar keine Deckung in Karo haben, 2 Karovolle blank, ein blankes Karo-As, es gibt schon genügend günstige Fälle Karo "ungedeckt" zu öffnen. Zumindest Solisten, die gern mit blanken Assen Soli nicht verweigern, haben nach einer "As-unter-Eröffnung" ist wahrsten Sinne des Wortes ein meist leichtes Spiel.

Aber Pik Dame wäre noch mein Favorit, dicht gefolgt von Karo-As mit vorherigem (An)-Zögern.

Eine kurze Farbe vorzuspielen, wie hier Kreuz 10 von Steffekk vorgeschlagen, halte ich dagegen schon für eine gröbere Ungenauigkeit, dennoch wird diese Entscheidung in Einzelfällen auch noch richtig sein.

Seb1904, 02. August 2014, um 14:37
zuletzt bearbeitet am 02. August 2014, um 14:37

Ich lege jedenfalls - ganz dem Wunsche des Threaderstellers entsprechend - von 10, klein zumeist die 10. Hat der Solist den Doppeladler, ist die 10 sowieso im Dutt, hat er nur ein Ass, ist er im Zwang. Für die 9 spricht in der Situation doch eher wenig.

Edith sagt, dass sie im Beispiel wohl auch zur Pik D griffe.

SpanischerGockel, 02. August 2014, um 14:43

irritierend könnte es allerdings sein, wenn das Karo gefühlte 20 sek angezögert wird :-) - so ging es mir zumindest und p an 2 legte an 2 den K...

Ex-Füchse #78159, 02. August 2014, um 14:52

Tront wieso ist das für dich eine gröbere ungenauigkeit ?
die zehn wird doch ohnehin fallen falls der spieler die beiden keuz asse hat , mir ist klar , dass wenn der spieler anspielt , dann eh meine karten vor seinen fallen und ich deshalb auch nichts frei spiele , aber falls der spieler die beiden Asse hat, dann spiele ich ihm wenigstens nicht bei anderen "baustellen" die karten meiner mitspieler in den hals

Tront, 02. August 2014, um 14:57

Eine Farbe, die du selbst kürzer auf der Hand hast, hat den Solist logischwerweise im Normalfall länger.

Daher ist er meistens in dieser Farbe selbst flexibeler und diesen Vorteil gönne ich ihm natürlich nicht. Du spielst doch hoffentlich auch keine blanke Karte gegen den Solisten bei einem As-Solo an, egal welchern Wert diese blanke Karte aufweist, oder?

Ein Angriff mit der längsten Farbe gilt als allgemein stärkstes Gegenspiel. Hier hält man eben gleich 2 Viererfarben und muss sich halt (für eine davon!) entscheiden.

Ex-Füchse #78159, 02. August 2014, um 14:59
zuletzt bearbeitet am 02. August 2014, um 15:01

überschnitt deshalb unnutz.

Ex-Füchse #78159, 02. August 2014, um 15:05
zuletzt bearbeitet am 02. August 2014, um 15:08

ok danke Tront - ich dachte dass durch Anspiel meiner langen Farbe der Spieler von Problemen befreit wird, weil er meine kurze Farbe eh lang hat , diese deshalb als stark sehe und in der er ohnehin keine probleme hat , dich ich ihm durch das Anspiel nehme könnte - ich dacht so in die richtung , wenn es hart auf hart für ihn kommt muss er Kreuz eh klären und dabei hoffen - und bei dieser Aktion gebe ich meinen kreuzzehner zu weit ohnehin ab.

Seb1904, 02. August 2014, um 15:58

Im Fleischlosgegenspiel hat es sich bewährt, entweder zu "gedeckten" Assen zu greifen (d.h. das Ass kommt aus mind. Viererlänge und man hat die 10 dazu) oder, falls ein solches Ass nicht vorhanden ist, jedenfalls seine eigene längste Farbe anzupacken.

Noddy, 02. August 2014, um 16:14

Beim Solisten an 4 is auch ein gedecktes As tabu, es sei denn man hat eh schon das Kontra auf der Hand.

Tront, 02. August 2014, um 18:23

@ Noddy

Ab welcher Kartenlänge spielst du denn ein gedecktes As von Position 1 auf Postion 4 vor, bei dem man "eh schon das Kontra auf der Hand" hat, ohne zuvor ein eigenes gewonnenes Solo zu haben?

Dieser Pfad müsste nach deiner Darstellung schon minimal sein.

Noddy, 02. August 2014, um 18:36

[zitat]
es sei denn man hat eh schon das Kontra auf der Hand.

[/zitat]

Noddy, 02. August 2014, um 18:37

Was is die Folge vom aufgespielten As? Richtig, der Solist bleibt im Ansagezeitraum hinten sitzen.

Tront, 02. August 2014, um 18:48

Dieses "kleine" Problem der nachteiligen Sitzpostion nehme ich schon noch manchmal in Kauf. Zumal ich ja diese Farbe häufig noch zum Solisten im 2. Stich nachbingen kann, um keine neuen Farben öffnen zu müssen. Das käme dann auf meine übrige Beikarte an. Vielleicht versuche ich auch mein nächstes (noch schlechteres) Vorspiel-As.

Ich kenne mindestens 2 "ansonsten vernünftige Braunschweiger Spieler" (ohne mich^^), die viel Erfolg mit dieser As-Vorspiel-Strategie haben. Einmal hat dieser Spieler als Gegenspieler mit seinem blanken As mein blankes As abgeholt, zugegeben nicht unbedingt strategisch nachahmenswert, aber wieder gab ihm der Erfolg recht. Jetzt musste er lediglich Spieler 2 oder 3 mit einer neuen Farbe mit einem Einzel-As treffen. So war der Erfolg perfekt.

Ganz so ins Extrem gehe ich mit meinem Vorspielassen natürlich nicht, zumal ja ein blankes As gegen ein Vorspiel aus einer Länge heraus spricht.

Ex-Füchse #16890, 02. August 2014, um 18:51

Das blanke "R.-S.-Ass"?

Ich glaube das wäre ein weiteres BSP für den anderen Fred bei dem best. Spielzüge nach Personen benannt sind.

Noddy, 02. August 2014, um 18:51

Wie kann man nur über Kartenglück langfristig so erfolgreich sein.

Talentfrei, 02. August 2014, um 18:59

Wie kann man nur über Kartenpech langfristig so unerfolgreich sein?

Rulaman, 02. August 2014, um 19:03

"Unerfolgreich" ist gut.

Rulaman, 02. August 2014, um 19:04

Auf eine angespielte Farbe gehört immer die 10.

Capitano_em, 03. August 2014, um 17:29
zuletzt bearbeitet am 03. August 2014, um 17:29

und für Karo-Dame gehört man gebarhockert!

Fufa, 04. August 2014, um 09:27

Klar gehört die 10 drauf. Trotzdem ist dieses Ausspiel für mich nur dritte Wahl. Pik dame, knapp vor angezögertem Karo ass wäre mein Favorit.

Ex-Füchse #42585, 04. August 2014, um 13:09

richtig schön finde ich gar keine Farbe.... die Pik Dame ist für mich noch am wenigsten "unschön".

Untern Ass zu spielen ist für mich NoGo.

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