Doppelkopf-Strategien: Wenig Augen im Stich nach Re im 2.

Lappen, 01. Dezember 2017, um 14:17

Okay, zurück zum Thema:
Excuse me, I am not convinced.

Können wir uns vielleicht auf folgendes einigen?
So richtig, richtig gut wird das Piknachspiel, wenn:
1. Der Partner an Position 3 sitzt
2. Der Partner pikfrei ist
3. Der Gegner an Position 4 nicht ebenfalls pikfrei ist
4. Der Partner ein Herzeinzelass hält
5. Der Gegner an Position 2 ebenfalls ein Herzeinzelass hält

Und sorry, das sind mir entschieden zu viele Wenns.

Das Argument von J-M der "falschen" Blattbeschreibung lasse ich ebenfalls nicht gelten. Dass ein "konventionstreuer" und "mitdenkender" Partner davon ausgehen muss, dass ich nun pikfrei bin, weil er meinen "Nachspielen vertraut", halte ich noch immer, Verzeihung, für groben Unfug.

Lappen, 01. Dezember 2017, um 14:28

Nachtrag:
Mir ist schon klar, dass ein pikfreier Partner an Position 4 ebenfalls von dem Nachspiel profitiert, aber wenn ich mir die ersten beiden Fehlstiche so anschaue, gehe ich einfach mal davon aus, dass ich mit ihm ohnehin keine großartigen Probleme haben werde, das Spiel zu gewinnen - Herznachspiel hin oder her.

Juan-Miguel, 01. Dezember 2017, um 14:47

Den Partner bewusst niedrigprozentig ans Anspiel zu lassen, damit er sein Anspielass nicht spielen kann, halte ich für Irreführung des Partners, also das Gegenteil von Partnerspiel.
Dem Ansagepartner sein Aufspiel zu vertrauen ist konsequentes Partnerspiel statt Unfug.

Falls Partner an 4 sitzt, hat er in Kreuz lediglich die 25 vollgemacht. Er braucht hier über keine große Stärke zu verfügen. Der Gegner, der dann zwangsläufig an Position 3 sitzt, ist zu etwa 50% kreuzfrei.
Die Gefahr auf das von mir vorgestellte Szenario (der kreuzfreie Spieler greift notgedrungen zu Pik) steigt, mit dem von Lappen in Gedanken gesicherten Spielsieg wird es nach Partners vertrauensvollem Abwurf schwierig.

@ Lappen:
Wenn Stich 1 Kreuz-AssKreuz-KönigKreuz-ZehnKreuz-Neun wäre, würdest du dann zu Pik greifen?

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