Unterhaltung: Wie das Leben so spielt - kleine Anekdoten aus dem Alltag

Seb1904, 19. März 2013, um 08:50

Manches passt nicht unbedingt zu den Witzen, aber auch nicht in irgendeinen anderen Thread. Und manchmal findet man es zu schade, um es einfach vorbeiziehen zu lassen. Wer also etwas liest, ob im Netz, in der Zeitung oder in einem Buch oder wer etwas Erinnerungswürdiges selbst erlebt, bekommt hier Raum es festzuhalten. Quellenangabe wäre schön.

P.S.: Wikipedia definiert unter anderem: In der Alltagssprache bezeichnet Anekdote die (meist mündliche) Schilderung einer kuriosen, ungewöhnlichen oder komischen Begebenheit (ohne jeden literarischen Anspruch).

Seb1904, 19. März 2013, um 08:56

1990.
Gregor Gysi hat einen Wahlkampfauftritt in einer Stadt der ehemaligen "DDR".
Kurz davor fordert ihn der örtliche Polizeichef auf eine schus(s)sichere Weste anzulegen.
Gysi lehnt ab.
Der Polizeichef besteht darauf.
Gysi gibt nach und redet mit Weste. Keine besonderen Vorkommnisse.
Beim Ablegen der Weste wird Gysi erneut von dem Polizeichef angesprochen:
"Herr Gysi, nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Sie erschossen werden. Aber nicht in meiner Stadt!"

(aus der Sonntagszeitung der FAZ vom 17.03.2013)

elesa, 19. März 2013, um 11:01

:-))))

hgause, 19. März 2013, um 12:18

Im Kindergarten wundert sich der kleine Sven über den durchaus großen Busen der Erzieherin. Die Erzieherin erklärt Sven, dass alle Frauen einen Busen haben und Ihrer halt ein wenig größer ist, als bei manch anderer. Als dann eine weitere Kollegin in den Gruppenraum kommt, die vom lieben Gott nicht so bedacht wurde, fragt der kleine Sven: Du, hast Du auch einen Busen? Na klar antwortet die Erzieherin, ich bin ja eine Frau. Darauf Sven: "Bringst Du den dann morgen mal mit?"

Geschichten, die das Leben schreibt...

Ex-Fuchs #11407, 19. März 2013, um 12:48
zuletzt bearbeitet am 19. März 2013, um 12:49

Meine Tochter 6 Jahre damals also 20 Jahre her...(oh Gott bin ich alt)
Meine Tochter meine Freundin und ich gemeinsam im Auto..

Von der rückbank Vom Kindersitz: duhuuu Mutti wie macht man eigentlich Babys?
Ich fing an zu stottern und erzählte was von Bienen und so bis meine Freundin meinte das müsse man richtig erklären und sie fing an: Mama und Papa haben sich lieb usw usw und zum Schluss wird das Ei der Mutti dann befruchtet!

Minutenlange Stille, dann: duhuuu Tante Ines mit dem befruchten muss man da viele Früchte essen???

Nun wussten wir beide das Aufklärung noch zeit hat :-)
(Gsd liest meine Tochter hier nicht die würde mich lynchen)

Doc_Jule, 19. März 2013, um 13:07

ich betreibe meine Praxis im Haus, und meine Kinder haben immer gern "mitgearbeitet".
Als mein Ältester etwa 4 Jahre alt war, stand er bei der Untersuchung eines Hundes neben mir und bemerkte wohl, dass die Halter ein wenig nervös das Erbgebnis des Abhorchens erwarteten. Er schaute sie mit seinen großen, braunen Kulleraugen an, strahlte und verkündete im Brustton der Überzeugung: "Das Herz atmet noch!"

Ex-Füchse #365, 19. März 2013, um 13:12

Mein Sohn, als er anlässlich seines ersten Schultages von seiner Oma gefragt wurde, was er denn einmal werden möchte, wenn er groß sei:
"Chef!"

Hogjaw, 19. März 2013, um 13:22

Meine Schwiegermutter geht mit einem meiner Söhne (samals ca. 5 Jahre alt) am Friedhof vorbei. Sohn schaut seine Oma an, schaut auf den Friedhof und sagt: "Oma, paar Jahre haste noch, dann musste dahin."

Ex-Fuchs #11407, 19. März 2013, um 13:37

Oh weia^^^^^

IngoKnito, 19. März 2013, um 13:38

Größenvergleich meiner drei Mädels, mit Cousin:

"Rebekka ist einen Kopf größer als Valeska, und Valeska ist einen Kopf größer als Theresa."

Die ergänzt:

"Und ich bin einen Kopf und einen Hals größer als der Silvan!"

Biotischer-Gott, 19. März 2013, um 14:04

Abso, der Hund, war ein Frechdachs, ein Tunichtgut, ein bepelzter Glücksritter, der für jeden Schabernack zu haben war. Japsend über die Wiese tollen, lustig bellend die Tauben aufstöbern, die neugierige Nasenspitze in allerlei Heimliches hineinstoßen – das alles war ihm gar wohlgefällig, und rastlos folgte er der Fährte des Vergnügens, wohin sie ihn trug. Daß die Marquise de Lousche dies Treiben schon länger mit wachsendem Ekel von ihrem Erkerfenster aus verfolgte, war ihm unbekannt, und unsichtbar waren ihm die Schlingen der Intrige, die sie spinnenhaft, Monat für Monat, Jahr für Jahr um ihn wob. Von kalter böser Sorgfalt war ihr Plan: Sie sprach beim Verwalter der Gärten vor, sie schickte dem Hundesteuereintreiber eine Mätresse, ja der Dauphin selbst fand eines Tages in seinem Bette einen Kupferstich vor, die Absos Verbrechen in schockierender Deutlichkeit schilderte. Nach Ewigkeiten der Vorbereitung beschloß sie, das so entstandene Netz von Abhängigkeiten, Geheimnissen und Versprechen zusammenzuziehen, seine Fäden zum Fall- und Galgenstrick für den Nichtsahnenden zu binden, auf daß Absos gesellschaftliches Ende besiegelt, er bei Hofe für immer verfemt sei. Doch wie groß war ihr Gram, als sie erfuhr, daß Abso schon vor zwei Jahren von einer Droschke überfahren worden war. Und so waren die Pläne der tückischen Marquise doch noch verhindert worden. Glück gehabt, Abso!

Benofon, 19. März 2013, um 14:06

:-)

NewRadical, 19. März 2013, um 15:11

Was Weihnachten wirklich geschah

Anfang Dezember 2008 entschloss sich DS389, nachdem er es lange genug angekündigt hatte, eine Bande Albaner zu engagieren, die dem Widersacher Abso einen Denkzettel verpassen sollten. Der Plan war, dass Abso das nicht überleben soll.
Provoziert hatte es der Abso ganz alleine, DS389 wusste also, dass er die moralische Legitimation allein auf seiner Seite hatte.

Aber es stellte sich alles als nicht ganz so einfach heraus, wie sich DS389 das vorgestellt hatte. Es fing schon damit an, dass er nicht wusste, wo in Frankfurt all die Albaner waren, die er dafür bezahlen könnte. Nach Feierabend machte er sich also auf ins Bahnhofsgebiet, denn er hatte gelesen, dass im Bahnhofsviertel eigentlich alle Ausländer ihren Treffpunkt haben.
Schnell merkte DS389, dass er die Albaner nicht erkannte, sie sahen alle gleich aus, diese Türken, Albaner und Libanesen. Und wenn sie geredet haben, hat er kein Wort verstanden, von keinem von ihnen. Aber er wollte sich nicht wieder die Blöße geben, ohne einen Erfolg nachhause zu kommen.
In einer Kaschemme in der Kaiserstraße bestellte er sich ein Bier, um sich den nötigen Mut anzutrinken, einen Ausländer anzusprechen. Dass die Kaiserstraße nicht das billigste Pflaster in Frankfurt war, wusste er, aber über den Flaschenpreis von 50 Euro war er doch überrascht. Er wusste nicht, dass die Inflation jetzt schon bis Frankfurt gekommen war.
Die Bedienung war allerdings sehr freundlich, und DS389 war froh, dass sie ihm etwas Gesellschaft leistete. Sie sah ausländisch aus und hatte sich auch angezogen, als wäre sie daheim am Strand, und nicht mitten im Dezember im kalten grauen Frankfurt. Als er sein Bier fast leer hatte und merkte, wie der Alkohol ihm schon etwas zu Kopf gestiegen war und er sich innerlich stärker fühlte, nahm er seinen ganzen Mut zusammen und fragte die Bedienung: „Entschuldigung, sind Sie Albanerin?“ Sie schaute verdutzt, und DS389 legte nach: „wissen Sie, Fräulein, ich suche 2-3 Albaner für einen Job“. „Blowjob?“ „Nein, nein, ohne Lohnsteuerkarte!“
Da schien bei der Bedienung der Groschen gefallen zu sein, sie setzte ein verschmitztes Lächeln auf, verschwand in einer Tür hinter der Theke, und kurze Zeit später stand ein echter Ausländer vor DS389 und stellte sich als Valentino vor.
DS389 konnte sein Glück kaum fassen. Dieser Ausländer sprach sogar akzentfreies Deutsch. Also erklärte DS389 kurz sein Anliegen, er bräuchte 2-3 Albaner, die sich aufmachen sollten um dem Abso einen Denkzettel zu verpassen, noch vor Weihnachten. Als Preis vereinbarte man pro Person 500 Euro, und DS389 wollte ihnen noch Lunchpakete für unterwegs mit auf den Weg geben. Waffen sollten sie selbst mitbringen.

Man traf sich zwei Abende später am Henninger Turm. Als sich DS389 zum vereinbarten Termin einfand, brachte er auch die vereinbarte Anzahlung mit und die Lunchpakete, die er vorher hastig selbst zubereitet hatte. DS389 gab noch die Koordinaten durch, wo die 3 Albaner den Abso finden könnten, und für Notfälle hinterließ er seine Handynummer, wo die Albaner ihn erreichen konnten.
Die 3 Albaner wollten keine Zeit verlieren und machten sich auf den kürzesten Weg, ab in den dunklen Wald, während DS389 sich beeilte, nachhause zu kommen, wo seine Frau schon mit dem Abendessen auf ihn wartete.

Mitten in der Nacht schreckte DS389 aus dem Schlaf, als sein Handy wild anfing zu bimmeln, irgendwer hatte ihm diesen nervigen Klingelton aufgespielt, der klang wie eine Feuerwehrsirene.
Am anderen Ende der Leitung waren die aufgeregten Stimmen der Albaner zu hören, die wild durcheinander sprachen. Sie hatten sich offensichtlich völlig im Wald verirrt und sind in den 7 Stunden gerade mal bis Neu-Isenburg gekommen. Das hätten sie mit der Straßenbahn in 10 Minuten erledigt gehabt. DS389 hörte wie ein Albaner was von falschen Koordinaten sagte und von einem erneuten Treffen mit ihm, DS389, in 30 Minuten an der Isenburger Schneise. Und dass es jetzt pro Person 1000 Euro kosten würde, die DS389 bitte sofort mitbringen möge.
Seiner Frau erzählte DS389, er würde nur kurz los, einen neuen Klingelton kaufen. Sie wunderte sich schon lange über nichts mehr.

Verwundert war jedoch DS389, als er direkt in den Lauf einer Pistole sah, die sicher nicht zufällig auf ihn gerichtet war, als er an der Isenburger Schneise ankam und sich aus dem Auto geschält hatte. Jetzt fiel es ihm wieder ein. Seine Mutter hatte ihn schon immer vor Ausländern gewarnt, weil sie alle kriminell sind, und jetzt war er selbst welchen aufgesessen.
Aber in solchen Situationen handelt der Mensch ja nur noch rein intuitiv, wenn es um Leben und Tod geht. DS389 wusste, er hat die Albaner gegen sich aufgebracht, weil sie sich anhand seiner Koordinaten verlaufen hatten. Er wusste, jetzt hilft nur eins, Angriff ist die beste Verteidigung. Er schrie und schaute sie dabei abwechselnd an, die 3 Albaner:
„Ihr Ausländerpack, meine Mutter hatte mich schon immer vor Euch gewarnt, und dass ihr Albaner die schlimmsten seid, das hab ich auch schon gehört!“
Er nahm wahr, dass sie völlig verdutzt waren über sein spontanes Austicken: „hey, wie kommsu drauf, dass wir Albaner???“ „Schande über dein Mutter“ „Hurensohn isch machdisch fettisch“ usw.
Er lief auf sie zu, er sah, dass es nur eine Pistole war, er schrie noch ein Mal: scheiß Ausländer, und trat dem Albaner mit der Waffe voll in die Eier, und dann ging alles ganz schnell, DS389 schnappte sich die Waffe, die dem Albaner runter gefallen war, und schoss 3 mal, 3 Volltreffer, und das in nicht mal 30 sec. Plötzlich war es ziemlich ruhig im Wald. Nur sein eigenes Herz konnte DS389 rasen hören. Da lagen sie, die 3 Albaner, zwischen ihnen 3 Lunchpakete.
Ihre Lunchpakete hatten sie also auch nicht gegessen.
Aber DS389 wusste, jetzt war keine Zeit, nachzudenken, zog die 3 Kerle nacheinander mit seiner letzten Kraft etwas weg vom Parkplatz und deckte sie mit Zweigen und Laub ab.
Er war fix und fertig, verschwitzt, verdreckt, er ging wie in Trance zurück zu seinem Auto, und sammelte dabei die Pistole und die Lunchpakete ein. Wie ferngesteuert fuhr er auf die A3, fuhr auf den ersten Rastplatz, ging dort zur Toilette und wusch sich, klopfte den Dreck so gut es ging von seinen Klamotten, ging zum Auto, nahm die 3 Lunchpakete heraus, er verschloss das Auto nicht, er ließ den Schlüssel außen im Schloss stecken und dann machte er sich zu Fuß auf den Weg, parallel zur Autobahn, über Feld und Flur.

Erst abends erlaubte er sich das erste Mal, nachzudenken. Er wusste, nachhause muss er nun nicht mehr, seine Frau würde das mit dem Klingelton durchschaut haben. Er wusste auch, dass dieser Valentino ihm Ärger machen würde, wenn eines Tages die toten Albaner im Isenburger Wald gefunden werden. Er entschloss sich also, zu Fuß bis Köln zu wandern, und dort ein neues Leben zu beginnen.

Gestern ist er dort angekommen, und wie das Schicksal es wollte führte ihn sein Weg direkt vor die Tür des Reiki-Studios von Seb und Krachi. DS389 las das Schild: Mitarbeiter gesucht!, und von da an war ihm klar, sein neues Leben hat soeben begonnen.

Ex-Füchse #2525, 19. März 2013, um 15:19

gibts net sowat wien OD Friedhof - da solltet ihr dann auch alle gleich niederliegen !

Biotischer-Gott, 19. März 2013, um 15:22

Wie nennt sich dieser DS389 hier nochmal, NR?

NewRadical, 19. März 2013, um 15:33

Er nennt sich dancing queen oder bear oder so ähnlich.

Ex-Füchse #2525, 19. März 2013, um 15:38

ok dann deutlicher: ihr nervt, verpisst euch;-)

Seb1904, 19. März 2013, um 15:42
zuletzt bearbeitet am 19. März 2013, um 15:42

Wieder eine kleine Stadt in der ehemaligen "DDR".

Einige Jahre später.

Bundeskanzler Helmut Kohl ist als Gastredner geladen, verspätet sich. Vor der Rede bleibt nur noch Zeit für einen kleinen Imbiss in einer ziemlich heruntergekommenen Sportlerklause, deren Wirt von der Situation sichtlich überfordert ist.
Wirt:" Was darf denn sein?"
Kohl: "Haben sie eine Weinschorle?"
Wirt: "Nu freilich. Weiss oder rot?"
Kohl: "Weiss, bitte."
Wirt: "Süss oder lieblich?"

(Augenzeugenbericht)

Biotischer-Gott, 19. März 2013, um 15:42

Auch ich bin oft versucht derlei verruchte und verdorbende Wörter angesichts der Ungebaren manch eines Gesellen hier in den Mund zu nehmen, aber meine verfickt gute Erziehung verbietet es mir!

Seb1904, 19. März 2013, um 15:46

"verfickt" trifft es recht gut, Biotischer. Deine Eltern waren demzufolge Geschwister?

Biotischer-Gott, 19. März 2013, um 15:52

Und Du stinkst so, damit Dich Blinde auch hassen können?

Ex-Füchse #2525, 19. März 2013, um 15:56

und wenn er noch so stinken würde, wäre seine Anwesenheit hier vielen 100 mal lieber als so 2 Vollspacken, wie Ihr es seit. Immer nur Stunk machen. Immer gegen den FT. Verpisst Euch!

NewRadical, 19. März 2013, um 16:06

Sach mal Spanier, hast Du schlechten Fisch gegessen? Zeig mir mal wo ich Stunk gegen FT mache? Wer gibt Dir überhaupt das Recht, hier den Rausschmiß von irgendwelchen usern zu fordern? Lese doch einfach die Beiträge von usern nicht, die Du erfahrungsgemäß emotional nicht verkraften kannst.

Ex-Füchse #2525, 19. März 2013, um 16:08

und was ist das hier fuer ein dialog - schlaukopp? immer wieder diese alte OD-Scheisse mit dem Ziel hier Stunk zu machen. Solche armen Wichte sind mir einfach zu wider! Und das kommuniziere ich dann auch gerne ;-)

Kvothe, 19. März 2013, um 16:33

Neulich im Forum von einem bekannten Foristen geäussert: "Für mich ist eine 'Selbstregelung' ineffektiv bei Wiederholungstätern,"

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