Doppelkopf-Strategien: Assekontra?

Solinchen, 19. Januar 2017, um 10:22

#65.135.304

Habe ich in diesem Spiel ein Assekontra?

Cabeza_doble, 19. Januar 2017, um 10:27

Natürlich nicht.
Aber bist du sicher, dass dies die richtige Spielnummer ist?

Solinchen, 19. Januar 2017, um 10:31

Danke, war die falsche Spielnummer. Das ist die richtige:
#65.135.200

Karl_Murks, 19. Januar 2017, um 10:32

#65.135.200

Ich biete mal genes Spiel an ...

Karl_Murks, 19. Januar 2017, um 10:32

DsP 😢

Karl_Murks, 19. Januar 2017, um 10:34

Lavinia, zähle einfach mal die Stiche, die Du machst!
Dann kannst Du Dir die Frage selbst beantworten.

Noddy, 19. Januar 2017, um 10:53

Murksi, zähl lieber die Augen, dann sind wir schon näher an der Ansage.

Octopussy, 19. Januar 2017, um 10:56

Für mich ist die Bezeichnung an sich schon paradox:

Ein Asse-Re ist ein Re ohne ausreichenden Erwartungswert, das ich dennoch gebe, um verlässlich zu sein.

Als Kontra Mann ist das nicht nötig. Ich habe zwei Möglichkeiten, mich als Kontra zu outen:

a) ich sage nichts. Mit Re würde ich das tun.

b) ich frage ab

Ein zu schwaches Kontra verbietet sich daher.

P.S. Blatt habe ich mir gar nicht angeschaut

worstcase, 19. Januar 2017, um 10:59

@ Octo:
"Ein Asse-Re ist ein Re ohne ausreichenden Erwartungswert, das ich dennoch gebe, um verlässlich zu sein."

Wie begründest du eigentlich diese Spieltheorie?

Karl_Murks, 19. Januar 2017, um 11:04

Daran doktore ich auch noch rum ...

Octopussy, 19. Januar 2017, um 11:04

Dennoch gibt es Situationen, an denen ich das Kontra gut finde:

a) Die Mitspieler sind ansageschwach

b) Die Mitspieler beherrschen die stille Frage nicht

c) Die Mitspieler beherrschen die Gegenfrage nicht

d) Die Mitspieler sagen gerne selber an, aber selten gegen.

Ich spiele viel häufiger an solchen Tischen als an Konventionssicheren. Dennoch gewöhne ich sie mir ab, da ich ja mit guten spielen möchte und nicht 0,4er Schnitt gegen Graupen erreichen will.

Octopussy, 19. Januar 2017, um 11:06
zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2017, um 11:09

@wc: Ich lasse dadurch weniger Re aus, als mein Kontra-Partner durch diese Information findet.

Und: ich gewinne verlorene Spiele (ohne Ansage) durch die Abwurfmöglichkeit meines Partners.

Karl_Murks, 19. Januar 2017, um 11:09

@ Noddy: Ja, die eingefahrenen Augen sind toll!

In Zeiten von stiller Abfrage, Asse-Res (und was weiß ich) is das eigene Kontra in diesem Fall allerdings Murks.
Bei wie vielen Augen bleibt Kontra denn (mit mutmaßlichem Gegenschuss) stehen, wenn das 2. Ass umkommt?

Octopussy, 19. Januar 2017, um 11:12
zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2017, um 11:16

Abgesehen davon: hätte da Asse-Re keine Berechtigung, hätte es das Ass-Kontra alle Male nicht. Daher ist deine Frage eher etwas für einen anderen Thread.

Aber um auch mal ganz ehrlich zu sein:

Ganz genau habe ich das auch noch nicht durchdacht. An schwachen Tischen hat man definitiv einen Vorteil. Denn spielt man nur den einen zusammen, der die Strategie kennt, hat man einen immensen Vorteil.

Der entstandene Nachteil ist imo kleiner, da man mit zwei potentiellen Stichen zur starken Partei gehört und an einer frühen Partnerklärung interessiert ist.

Ich habe diese Spielweise von guten Spielern kopiert und fahre damit recht gut, auch weil sie s so schön einfach ist. Werden die Mitspieler und ich besser, kann man komplexere Spieltheorien einführen. Für 99% der Spieler sollte das Asse-Re aber eine überlegene Strategie zu allen anderen sein.

Yorgo, 19. Januar 2017, um 11:13

Es war ein Asse Ko nur muß dein Partner es verstehen.
Wenn Re an 2 die Pik-Zehn reinwirft muß er Pik-Ass legen.
Hier streiten sich aber die Ansichten.
Die einen sagen ich behalte Pik-Ass als Standkarte
Ich sage es muß rein, denn die Wahrscheinlichkeit das an 2 Pik-ZehnPik-Zehn sitzt liegt bei unter 20%

Octopussy, 19. Januar 2017, um 11:13

Karl Murks hat meine Worte sehr schön kurz und knapp zusammen gefasst.

Noddy, 19. Januar 2017, um 11:27

Octo, ein AsseRe erfüllt die geforderten eigenen Augen über die Fehlläufe + Alte. Bei Kontra is das zu knapp, geht hier aber durch den fetten Kreuzlauf vor der Ansage in Ordnung, finde ich. Normal sollte der Partner in Trumpf noch den Rest reißen, oder in die 2te Farbe schmieren. Ne Abfrage finde ich unangemessen.

spielfreak, 19. Januar 2017, um 11:44

So unangemessen finde ich sie keinesfalls. Allein die Dulle des Kontra Partners egal an welcher Position könnte ja schon zum Sieg reichen wenn die ersten zwei Asse laufen.
Problematisch wird es natürlich wenn ein Partner jetzt antwortet mit einem As (zudem einem langen) in der zweiten Anspielfarbe an Pos2.
Wenn man jetzt die Vor- und Nachteile abwägt sehe ich kleine Vorteile für die Abfrage, natürlich kann man das anders einschätzen.

Yorgo, 19. Januar 2017, um 11:46

Ich formuliere es mal richtig:
Asse Re oder Ko erfordert den Gewinn über die eigenen Augen und einen gewinnbringenden Fehl- oder Trumpfstich, der ca. 25 Augen einbringen muß

Octopussy, 19. Januar 2017, um 11:48

@Noddy: Dann ist es aber ein stinknormales Kontra und benötigt keine Abgrenzung als Assekontra.

Noddy, 19. Januar 2017, um 12:00

Joo, den Begriff Assekontra gibt es wohl nicht.

spielfreak, 19. Januar 2017, um 12:03

'erfordert den Gewinn über die theoretisch erzielbaren Augen nach EW' ansonsten wie Yorgo ..
also kein Asse-Kontra.

Chrissel, 19. Januar 2017, um 12:19

Im Grunde gibt es auch kein Asse-Re.

Beide Ansagen sowohl Re als auch Kontra beinhalten den etwaigen Erwartungswert über Fehl und in diesem Fall zB die PikDame.

So ist das Kontra absolut korrekt.

Das Nachspiel in Stich 4 kostet mE leider das Spiel.

Chrissel, 19. Januar 2017, um 12:23

Aso vergessen: die eigene Ansage erhöht die Erwartung . . .

Yorgo, 19. Januar 2017, um 12:46

Chrissel, nicht das Nachspiel im 4. Stich, sondern das nicht beilegen des Pik-Ass im 2ten Stich verbunden mit dem falschen Hinweis, ich hab keinen weiteren Pik, durch legen derPik-Neun

zur Übersichtzum Anfang der Seite