Unterhaltung: Partyszene oder: Neues Deutschland?

Bildchenwerfer, 23. Juni 2020, um 21:49

Grüne Landesregierung ... und die Ergebnisse spiegeln sich direkt bei Polizei und Bildung ...

Stoni, 23. Juni 2020, um 21:55

Es war sicher nicht DIE Stuttgarter Partyszene, die da gewütet hat. Denn die gibt es weder in einer gemeinsamen Charakteristik schon gar nicht Einheitlichkeit. Kriminelle hat es schon immer gegeben. Erschreckend ist eher, dass die so viele werden können, immerhin 500, bzw. von so vielen gedeckt werden. Ohne dass es in Stuttgart eine soziale Diskriminierung gäbe, die, wie in den Pariser Vororten, Hunderttausende ausserhalb der Gesellschaft drängen, oder wie in den USA rassistisch verfolgten.
Wie kommen so viele auf die Idee, sich aktiv, freiwillig und ohne ersichtlichen Grund, selbst ausserhalb der Gesellschaft zu stellen???

cahei, 23. Juni 2020, um 21:55
zuletzt bearbeitet am 23. Juni 2020, um 22:01

Gehört hier doch nicht hin ....

Follein_Schmutz, 23. Juni 2020, um 22:01
zuletzt bearbeitet am 24. Juni 2020, um 10:36

[Es is'n Kreuz mit dem Editieren ... 😢]

cahei, 23. Juni 2020, um 22:01

Kann auch sein

Follein_Schmutz, 23. Juni 2020, um 22:02

[Und sorry wegen meiner falschen Pluralbildung! Das war im Affekt 😢]

Follein_Schmutz, 23. Juni 2020, um 22:05

Ey, das is so dermaßen homöoerotisch, wenn was gelöscht wird, auf das bereits geantwortet wurde ...

Hoffentlich werde ich niemals so tief sinken!

Follein_Schmutz, 23. Juni 2020, um 22:06

Deinen Nick haste offenkundich mit Bedacht gewählt!

Follein_Schmutz, 23. Juni 2020, um 22:07

Sehr sehr schlimm 👎

cahei, 24. Juni 2020, um 06:06

Du kommst drüber wech, bin mir sicher

Follein_Schmutz, 24. Juni 2020, um 08:12

Jups, bin schon.

Antipode, 24. Juni 2020, um 09:28

Deutschland ist zum dritten Jahr in Folge so sicher wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Follein_Schmutz, 24. Juni 2020, um 10:13

Wovor und für wen?

Bildchenwerfer, 24. Juni 2020, um 10:25

vor einer russischen Invasion?

Ex-Füchse #100386, 25. Juni 2020, um 12:37
zuletzt bearbeitet am 25. Juni 2020, um 12:37

"Wo bleibt eigentlich das Niederknien für die verletzten Polizisten, wo
bleiben die Demonstrationen, wo ist die „cops lives matter“- Kampagne?"

Seit dem 17. Jahrhundert bis heute systematischer Rassismus und Unterdrückung in den USA. Da kann man schon mal niederknien, Seb.

Dass Du nun Jahrhunderte grausamer Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in den Staaten und dem anhaltenden Rassismus weltweit, den Mord an einem schwarzen Amerikaner durch einen örtlichen Polizisten, mit der Randale einiger besoffener Jugendlicher in Stuttgart und den dort eingesetzten und teils wohl verletzen Polizisten auf eine Stufe stellst. Das ist so was von dermaßen neben der Spur, Seb.

Aber das ist ja nicht alles, Du missbrauchst die blm Bewegung um damit zu polarisieren! Denen, die sich in dieser Bewegung engagieren durch Deine Vermischung unterstellend, sie würden das dann in Stuttgart wohl billigen. Also was mich angeht, ist das 'ne krass peinliche Nummer von Dir.

Das ist doch bitte nicht Dein Ernst!?

(Lappen, ich hab nur Sebs Eröffnung gelesen und dann nichts weiter. Ich muss erst mal kotzen)

Seb1904, 25. Juni 2020, um 13:52

Ich sehe das natürlich anders und voneinander getrennt.

Das eine ist untragbar und das andere auch.

Froebel, 25. Juni 2020, um 14:22

Aus welchem Grund stellst du dann zwei Dinge, die du als voneinander getrennt ansiehst, zueinander in Vergleich? Die Herangehensweise ist schon absurd, was soll denn da als Ergebnis bei herauskommen außer Absurditäten?
Als ich vorgestern den Eingangsbeitrag las, dachte ich mir, der sei in Richtung provokativ satirisch gemeint. Inzwischen habe ich eher den Eindruck, du hast ein paar Dinge nicht zu Ende gedacht.
Food for thought.

Seb1904, 25. Juni 2020, um 14:50

Ok, es ist natürlich nicht notwendig, den direkten Vergleich zu ziehen - man muss dass nicht „cops lives matter“ nennen und auch nicht für unsere Polizisten niederknien.

Auch um die voneinander getrennten Sachverhalte nicht zu vermischen.

My fault.

Aber auch unsere Polizisten und die Hilfskräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdienste haben ein Zeichen der Solidarität durchaus verdient.

Nur weil gerade eine sonnvolle Kampagne „BLM“ läuft, muss man andere sinnvolle Dinge nicht in den Hintergrund stellen.

Aber es ist derzeit nicht chic, ein Zeichen für Polizisten zu setzen. Das ist ja eine von systematischem Rassismus durchsetzte Truppe, die man am besten abschaffen und wenn es geht noch auf der Müllhalde entsorgen sollte. (Wurde zumindest sinngemäß in der taz gefordert).

Ohne die Plünderungen in den USA hätte es die Ausschreitungen in Stuttgart so nie gegeben. Es war ja weltweit im TV zu sehen, wie sowas gemacht wird.
Und es liegt zumindest der Verdacht nahe, dass die ersten gegen die Polizeikontrolle in Stuttgart Protestierenden die Übergriffe auf George Floyd im Hinterkopf hatten. Dass die Party dann etwas eskaliert ist, wird wohl keiner bestreiten.

Octopussy, 25. Juni 2020, um 14:53
zuletzt bearbeitet am 25. Juni 2020, um 14:54

"Aber es ist derzeit nicht chic, ein Zeichen für Polizisten zu setzen"

What???? Über das Zeichen kann man ja diskutieren, aber das KEIN Zeichen gesetzt wurde (noch vor wenigen Wochen und in einem anderen Zusammenhang) macht deine Aussage schlichtweg falsch.

Lappen, 25. Juni 2020, um 14:57

"Zu Ende gedacht" hat die ganze Thematik auf diesem Planeten noch niemand, sonst hätten wir diese endlosen Diskussionen nicht.

Ich bemerke an mir selbst jedoch, dass es mir von Jahr zu Jahr leichter fällt, mich in die Frustration hineinzuversetzen, die viele Deutsche offenbar zunehmend befällt.
Besonders als weißer deutscher Mann kann man kaum noch Positionen einnehmen, welche auch nur den Hauch eines Zweifels an der eigenen feministischen, antirassistischen, linkspolitischen, die Einwanderungsrepublik begrüßenden Position aufkommen lassen. Tut man dies, wird einem zügig mit Verweis auf den vermeintlich privilegierten Backround das Wort abgeschnitten ("Hier geht es jetzt mal ausnahmsweise nicht um dich", "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...", "Vielleicht sollte man zuerst mal die Betroffenen fragen", etc.).

Der Parlamentskorrespondent der taz Stefan Reinecke schrieb kürzlich: "Und verstehen nur weiße Männer das nicht, die unfähig sind, ihr Privileg zu begreifen [...]? Dieses Argument ist stets zu bedenken. [...] Die Sprecherposition aber zu essentialisieren und zum entscheidenen Dreh-und Angelpunkt zu machen macht den Dialog fast unmöglich. Wird die Sprecherposition als finales Argument benutzt (Betroffenheit versus Nichtbetroffenheit), schrumpfen Argumente zur B-Note. Das ist die Persiflage jedes aufklärerischen Diskurses. Wenn nur Betroffene legitimiert sind zu reden, zerfällt die Öffentlichkeit."

Ich denke, es ist zu einem großen Teil dieser (ob nun realen oder gefühlten) Unmöglichkeit, sich mit seinen Sorgen angemessen Gehör zu verschaffen, geschuldet, dass derzeit viele Deutsche das Vertrauen in den öffentlichen (oder öffentlich gemachten) Diskurs verlieren.

Wenn hunderte fanatische Jungs in Stuttgart randalieren und auf den deutschen Staat und die Gesellschaft scheißen, wollen viele Menschen halt auch in den Medien und von mir aus auch im Dokoforum mal deutlich ausgesprochen haben, was in diesem Zusammenhang ganz offensichtlich und für jeden erkennbar war: Nämlich dass es sich dabei fast ausschließlich um junge Männer mit Migrationshintergrund handelte. Sich das einzugestehen, bedeutet ja nicht, dass man Menschen mit Migrationshintergrund damit nun gleich pauschal stigmatisiert.

Etliche Migrantencommunitys haben ein strukturelles Gewaltproblem in den eigenen Reihen aufzuarbeiten. Das totzuschweigen, führt bei weniger hochauflösenden Intellekten halt zu dem diffusen Gefühl, dass hier eine große Verschwörung am laufen sei. Auch klügere Zeitgenossen (mich ausdrücklich eingeschlossen) fühlen sich jedoch in mancherlei Hinsicht zunehmend verschaukelt, wenn sie morgens die Zeitung aufschlagen oder bei tageschau24 reinzappen.

Ich vermute, dass Seb (ebenso wie ich nun) vor allem daran gescheitert ist, seinen Gedanken angemessen (!) Ausdruck zu verleihen.

Was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass wir es in Deutschland schlicht verlernt haben, solcher Themen differenziert zu beleuchten und dann sachlich zu diskutieren...

Froebel, 25. Juni 2020, um 15:26

Lappen, du guter wohlmeinender weißer deutscher Mann, eine gute Freundin von uns hat die Ursache dieses Problems heute morgen in einer Mail sehr treffend mit "Gedankenlosigkeit, Respektlosigkeit und Ignoranz" beschrieben. Willkommen in dieser Randgruppe von Menschen, Lappen, die diese Merkmale aufweisen. Blöderweise ist das keine Randgruppe, sondern die Mehrheit. Und die hat ja bekanntlich recht. War schon immer so.
Und danke auch für die Verwendung des Hotte'schen Erektions-Ausrufezeichens (!) Hab ich hier im Forum schon lange nicht mehr gesehen. Vor allem nach einem Adverb wie "angemessen". Aber das war wohl im Sinne des Erfinders.

Seb, du alter weiser Mann, du vergleichst immer noch.
"... zumindest der Verdacht nahe, dass die ersten gegen die Polizeikontrolle in Stuttgart Protestierenden die Übergriffe auf George Floyd im Hinterkopf hatten..."
Das hinkt.

Was dabei falsch sein soll, "Dinge zu Ende zu denken", entzieht sich mir. Möglicherweise kommt man dabei auf ein paar gute und förderliche Gedanken.

Seid nett zueinander, ihr Mistfinken.

Lappen, 25. Juni 2020, um 15:28

Nachtrag: Soeben ist mir aufgefallen, dass ich mich versehentlich "ausdrücklich" zu den 'klugen Zeitgenossen' gezählt habe. Davon möchte ich mich selbstverständlich und umgehend ausdrücklich distanzieren!

Froebel, 25. Juni 2020, um 15:30

Das trägt dir natürlich niemand nach ;)

Lappen, 25. Juni 2020, um 15:37

Wenn ich ehrlich bin: So recht verstanden, worauf du mit dem an mich gerichteten Teil deines Beitrages hinaus willst, habe ich indes nicht, lieber Froebel. Ich war Gesamtschule, bei mir fällt der Groschen halt nicht so leicht. Vielleicht hilfst du mir nochmal?

Doc_Jule, 25. Juni 2020, um 15:40

ich empfehle, sich mal die ZDF Miniserie "Deutscher" zu geben. Ich finde, die Darstellung der gesellschaftlichen Probleme in ihrer Vielschichtigkeit bietet viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Es ist eben nicht alles schwarz-weiß, es gibt unendlich viele Grautöne

zur Übersichtzum Anfang der Seite