Doppelkopf-Strategien: 50 Jahre

Stoni, 29. August 2013, um 18:29

Dag, ich kann dir mal zustimmen^^
Aber es sind Tugenden, die man auch benötigt, um überhaupt etwas zu bewegen, um Gutes zu vollbringen.
Eva, für DEU vielleicht nicht oder weniger, aber er war ja auch in erster Linie Bayern verpflichtet.
Und Bayern hat er nach vorne gebracht, oft despotisch, undemokratisch und illegal ... aber seine Bayern wollten das so ...

Stoni, 29. August 2013, um 18:50

Wie wenig Qualitäten und Tugenden Obama von MLK, seinem Vorgänger als Friedensnobelpreisträger abbekommen hat, konnte man eben live im Britischen Unterhaus verfolgen.
Cameron musste offiziell eingestehen, dass die Beweise von Obushmas Aussenminister Kerry für die Schuld Assads nicht existieren. (Das Parlament weigerte sich, über einen Militärschlag ohne Uno-Mandat abzustimmen.)
http://www.bbc.co.uk/tv/bbcparliament/live

Spartakus, 30. August 2013, um 08:09

Zitat seb: "Wem ist die gravierende Besserstellung der Sklaven im alten Rom zu verdanken?"

mir vielleicht? :-)

PapaSpagetti, 30. August 2013, um 08:23

pffff... wir ernähren Italien.

Spartakus, 30. August 2013, um 08:37

zur FJS-Debatte ein kurzes Statement von mir:

Die Frage ist doch wie man "guter Politiker" definiert. Denn das war die Aussage, die die FJS-Debatte ausgelöst hat.

Für mich ist ein guter Politiker wenn es mir gelingt anhand derer Aussagen eine klare Profilierung vom politischen Gegner vorzunehmen. Als ich volljährig und somit wahlberechtigt wurde, gelang mir das anhand von Figuren wie FJS oder auch Herbert Wehner sehr gut. Daher waren das nach meiner persönlichen Interpretation gute Politiker.

Einschub: Dass Leute in gehobenen Positionen (fast) alle Dreck am Stecken haben war mir immer bewusst. Blöd sind halt Leute wie FJS oder aktuell Guttenberg / Wulff, die sich dabei erwischen lassen. Das ist so wie mit dem Ausdauersport (und damit meine ich nicht nur den Radsport): Nehmen in Richtung Doping tun alle etwas; die Blöden sind halt nur die, die sich dabei erwischen lassen. Aufgrund dieser Überzeugung beteilige ich mich an Moraldebatten nicht. Mutmaßlich saubere Leute (Politiker, Sportler) wurden halt nur (noch) nicht erwischt. Einschub Ende.

Seit der Wiedervereinigung gelingt es mir zumindest in den klassischen Lagern rot-grün und schwarz-gelb kaum noch profilierende und auch glaubwürdige Aussagen zu finden. Da muss ich schon nach 'außen' gehen um z.B. mit Gysi jemanden zu finden dem ich auch glaube, dass er zu dem steht was er sagt. Nehmen wir z.B. Steinbrück: Kenne ich als vermutlich Duzfreund von Angie in der großen Koalition. Erzählt heute was von 8,50 Euro gesetzlichen Mindestlohn. Lieber Herr Steinbrück: Das mit dem Mindestlohn erzählt Ihr schon seit Jahrzehnten. Ihr ward von 1998 bis 2005 dran und habt statt einen gesetzlichen Mindestlohn Hartz4 eingeführt und damit die Schere zwischen arm und reich noch weiter aufgerissen denn entschäft. Und solchen Leuten soll ich glauben? Das sollen gute Politiker sein? Angie gefällt mir auch nicht besser. Sie trifft besser nahezu überhaupt keine Aussagen, damit man sie nicht in Widersprüche verwickeln kann wie es eben z.B. bei Steinbrück gelingt. Sie badet lieber in dem wie auch immer gewonnen Beliebtheitsbad der Bevölkerung.

Nein, aktuell finde ich in den als wählbar geltenden Parteien keine guten Politiker. Auch bei den Grünen haben spätestens mit der ersten Regierungsbeteiligung Profilierungsversuche deutlich abgenommen. Kann man ganz gut an Aussagen von Joshka vor und während der Regierungszeit festmachen. Da denkt man da sind zwei verschiedene Leute.

DagwoodBumstead, 30. August 2013, um 09:00

Mutmaßlich saubere Leute wurden halt nur noch nicht erwischt, Spartakus?
Nach dieser Logik wäre ja jedes Fehlverhalten zu entschuldigen. Nach dem Motto: Politiker X ist erwischt worden, aber wer sagt denn das Politiker Y, wenn er mal erwischt wird, nicht viel schlimmeres verbrochen hat? Das alle "Dreck am Stecken" haben und somit nur noch zwischen "wurde erwischt" und "wurde bisher nicht erwischt" zu unterscheiden ist, ist nicht nur Unfug, hier wird dann ja jeder Politiker zum potentiellen Straftäter.
Würde jemanden meine Berufsgruppe nicht zusagen und er in der Öffentlichkeit alle Zugehörigen dieser Berufsgruppe zu Straftätern erklären, würde ich ihm die Gelegenheit geben, in einem Gerichtssaal vor Staatsanwalt und Richter seine Standpunkte unter den Aspekten "üble Nachrede" und/oder "Verleumndung" mal detalliert zu erläutern.

DagwoodBumstead, 30. August 2013, um 09:42

;-)

Zum Thema fehlende Profilierung der Politiker ist schon Loriot vor Jahrzehnten etwas eingefallen:

...

ER:
Ha! ....Weißt du eigentlich, was Strauß über Brandt gesagt hat?

SIE:
Nee

ER:
Strauß hat gesagt, Brandt ist ein linker Schmierenkomödiant ...

SIE:
Nein! Das hat er nicht gesagt!

ER:
Doch, hat er gesagt! ...Und Brandt hat gesagt: Strauß ist ein politischer Umweltzerstörer ...

SIE:
Denen sollte man doch ...

ER:
Liebchen, du siehst das falsch ...Sieh mal, die Parteiprogramme sind nicht leicht zu unterscheiden, und da sind die Politiker übereingekommen, gegenseitig ihre charakteristischen Merkmale herauszuarbeiten ...

SIE:
Ah ja, das gibt es ja auch in anderen Berufen: Killer-Emil, Narben-Ede ...

ER:
...und ein Schmierenkomödiant ist eben doch was ganz anderes als ein Umweltzerstörer ...da fällt die Wahl einfach leichter ...

SIE:
Hoffentlich finden die Politiker füreinander noch viele solcher Bezeichnungen ...

ER:
Aber ja ...Wehner könnte sich schon was ausdenken für die Herren Kiep und Albrecht. Vielleicht: "Die Provinzköter an der Leine " ...und die könnten ihn dafür dann "Rote Ratte" nennen ...

SIE:
Das klingt heiter und verletzt nicht ...

ER:
Ich nehme an, dass man die Parteien als Ganzes auch etwas farbiger herausbringt:
"Die grüne Jauchegrube" zum Beispiel ...oder "die liberalen Stinktiere" ...

SIE:
Da kann man sich doch wenigstens was drunter vorstellen...

ER:
Und was könnte man für die SPD ...

SIE:
"Gottlose Vaterlandsverräter"...

ER:
Gut ...Und die CSU?

SIE:
"Die schwarze Pest" ...

ER: (die Marmeladensemmel schnellt ihm aus der Hand. Er beschniert sich das Gesicht)

SIE:
Du ißt wie ein Schwein!

ER:
Wie bitte?

SIE:
Wie ein Schwein!

ER:
Monika!

DagwoodBumstead, 30. August 2013, um 10:03
zuletzt bearbeitet am 30. August 2013, um 10:23

Der Höllenfürst soll sich persönlich auf die Erde bemüht haben, um FJS,die schwärzeste Seele Bayerns, in Empfang zu nehmen.
Als sich Willy Brandt zum erstenmal als Kanzlerkandidat bewarb, wurde er mit "ein gewisser Herr Frahm" vom politischen Gegner diffamiert. Der ständige Hinweis auf seine uneheliche Herkunft. Das war damals noch ein Skandal, Sohn einer unverheirateten Mutter zu sein. Kriegsverbrecher war übrigens in Ordnung, die hatten für Deutschland gekämpft. Gleich 7 verurteilte Kriegsverbrecher, alles Wehrmachtsgeneräle waren auch später bei der Gründung der Bundeswehr dabei.
Kiesinger, von 1933-1945 NSDAP MItglied (Mitgliedsnummer: 2633930) konnte völlig problemlos Bundeskanzler werden.
Hans Globke, Chef des Kanzleramtes unter Adenauer, der den Kanzler bei der Auswahl von Ministern beriet, war im dritten Reich unter anderem für das "J" in jüdischen Pässen verantwortlich, er beschäftigte sich im dritten Reich mit Rassefragen, dem antisemitischen "Blutschutzgesetz" und "Gesetz zum Schutz der Erbgesundheit des deutschen Volkes". Als Eichmann in Israel vor Gericht stand, war Adenauer sehr dankbardas sein Kanzleramtschef, Hans Globke, nichtvorgeladen wurde.
Globke durfte seinen Lebensabend nicht in der Schweiz verbringen, die ließen ihn nicht einreisen, offenbar schwere Vorurteile gegen Altnazis und Antisemiten, in der DDR wurde er steckbrieflich gesucht, in der BRD wurde er geehrt, Großkreutz des Verdienstordens der BRD.

Ex-Füchse #365, 30. August 2013, um 10:24

[zitat Stoni]
Und Bayern hat er nach vorne gebracht, oft despotisch, undemokratisch und illegal ... aber seine Bayern wollten das so
[/zitat]
...und Du meinst, deswegen waren seine oft nicht ganz hasenreinen Handlungen legitim? Das kann doch nicht wirklich Dein Ernst sein.

werderino, 30. August 2013, um 10:28

Frag mal Schalck-Golodkowski - Koko-Boss in der DDR. Nicht umsonst ne Villa am Tegernsee. Diverse Deals mit FJS am Bund vorbei natürlich......

DagwoodBumstead, 30. August 2013, um 10:37
zuletzt bearbeitet am 30. August 2013, um 10:40

...zum Beispiel kümmerte sich FJS um den Milliardenkredit für die DDR, was zum Parteiaustritt einiger CSU-Mitglieder und zur Gründung der "Republikaner" führte.
Auch hatte er nicht nur im real existierenden Sozialismus Freunde. Er pflegte neben guten Beziehungen zur DDR auch gute zum Apartheidssystem in Südafrika, speziell zu Pieter Willem Botha oder Paraguays Diktator Alfredo Stroessner, oder Togos Diktator Eyadema.
Auch der Faschist Pinochet war ein enger Freund von FJS.

Stoni, 30. August 2013, um 11:11

Willy Brandt war für mich der herausragendste Mensch und Politiker, den ich persönlich bisher erlebt habe, eben anständig (nicht im katholischen Sinne), aufrecht, leidenschaftlich, visionär - trotz oder auch wegen seiner menschlichen Fehler.
Sein Kniefall in Warschau war Ausdruck seiner Größe, das Beste, was ein Deutscher Politiker jemals international gemacht hat. Die konservative Häme zu Hause war Ausdruck einer kleingeistigen Enge der ganzen Ex- und Alt-Nazis in Deutschlands Rechten, die es bis heute noch für ein Verbrechen halten, gegen Hitler-Deutschland engagiert gewesen zu sein.
Es ist schlimm und peinlich und Ausdruck eine kranken Denke, Willy das Exil vorzuwerfen, und die Verbrecher der Wehrmacht zu verehren. Für mich sind all diese Revanchisten und National-Nostalgiker, die u.a. Willy als Frahm oder das Andenken an Bonhoeffer diskreditieren zu versuchen die wahren Vaterlands- und Menschen-Verräter.

Natürlich war auch ich froh, dass FJS es 1980 nicht geschafft hat, dennoch achte ich ihn bei all seiner Verbrechen als intelligenten und leidenschaftlichen Mann, er hatte Überzeugungen.

Dirk, nicht alle Politiker und Mächtige in Deutschland haben Dreck am Stecken ... wir leben zum Glück nicht in RUS oder auch IT, wo der Aufstieg ohne kaum geht.

Eine klare Profilierung vom politischen Gegner vorzunehmen ... ja Dirk, genau das wünsche ich mir auch ...
Ich kann die Fußballer und die Politiker nicht verstehen, die sich von Beratern und Strategen derart weichspülen lassen, dass keine Differenzierung mehr spürbar wird, die grossen Fragen zumindest in der medialen Diskussion ausgeklammert werden.

Es ist leicht für die Gysis dieser Welt, das zu tun. Sie stehen ausserhalb jeder Realisierung. Sie untergraben in ihren Forderungen nur jede Leistungsfähigkeit der unternehmerischen Seite, verbreiten alte Klassenkämpfe. Diese Umverteilung ist zu einfach und letztendlich kontraproduktiv, weil das Gesamte, das es zu verteilen gibt, schrumpfen wird.

Merkel ist eine Stillstands- und Rückschrittskatastrophe ... sie tut nichts und sonnt sich nur in den strukturellen Reformen ihres Vorgängers. Sie ist eine Verteilungskatastrophe, sie überlässt die Macht und das Primat der Politik den Kapitalmärkten, begünstigt Vermögende Kapitalanleger, die Banken auf Kosten des Volkes, (Gewinnen werden privatisiert - Risiken werden sozialisiert), sie drängt dadurch immer mehr Menschen aus der Wohlstands-Gesellschaft, oder lässt die jungen Menschen erst gar nicht mehr rein.
Deutschland geht es gut ... 20-30-40% der Menschen nicht ... und es werden immer mehr.
Die Renten sinken auf 43%, die Löhne fallen, bzw. Millionen Menschen werden erst gar nicht (mehr) in Tariflöhne reingelassen, sondern bleiben - wenn überhaupt - prekär beschäftigt. Früher waren sie Benz-Arbeiter, Lehrer, Stewardessen, junge Wissenschaftler. Unter Merkel sind sie ausgebeutete Leiharbeiter, Lehrer auf Hartz IV, Praktikanten oder maximal Zeitverträgler ... mit sicherer Altersarmut.
Merkel macht Politik auf Kosten dieser Aber-Millionen von Menschen.
Auch wenn die SPD in ihren Arbeitsmarktreformen "Hartz IV+" das eingeleitet hat, so ist niemand sonst zu sehen, der diese Mißentwicklung wenigstens thematisiert.

Steinbrück kann das thematisieren, wie ich auf einer Rede in Berlin mitbekommen habe*
http://www.youtube.com/watch?v=LbgH5Zlu57Q
Warum er es so wenig tut, bzw. warum das medial unterdrückt wird, bleibt mir ein Rätsel.
Die grosse Frage unsere Zeit ist nicht mehr die gerechte Verteilung zwischen Arbeitern und Unternehmern.
Die grosse Frage unsere Zeit ist die Kontrolle und Unterwerfung des "neuen" 3. Bereiches, der Finanzmärkte, in einen demokratische und gesellschaftlich gewünschte Richtung.
Denn diese Finanzmärkte und ihre Renditeansprüche treiben die Unternehmen zur Steuerflucht, zu Entlassungen, zu häufig illegalen Niedriglöhnen, zu unwürdigen Zeitverträgen.
10% der Gesellschaft werden auf Kosten der Gemeinschaft und der Unternehmen reicher und reicher, u.a. auch dadurch, dass sie ihre Kapitalerträge formal nur zu 25 statt 45% versteuern müssen. Real liegen sie bei 10% Steuern mit stetig abnehmender Tendenz. Und auch das ist ja Verbrechern wie Hoeneß noch zu viel ...
Das wäre das Thema von heute und hier bräuchte es sehr wohl Politiker mit Anstand, Leidenschaft und Visionen.


*Wir brauchen eine "Renaissance der sozialen Marktwirtschaft", sagte Peer Steinbrück in seiner wirtschaftspolitischen Rede bei der Karl-Schiller-Stiftung in Berlin. Steinbrück kritisierte Angela Merkel und ihre "Vorstellung einer marktkonformen Demokratie." Es sei nicht sein Verständnis von sozialer Marktwirtschaft, dass sich "diese Demokratie ökonomischen Kalkülen unterzuordnen hat." Es gehe vielmehr um eine "demokratiekonforme Marktwirtschaft, wo es Spielregeln gibt und wo diese Spielregeln demokratisch gesetzt werden."

Seltsam, 30. August 2013, um 12:03
zuletzt bearbeitet am 30. August 2013, um 12:19

Ich habe noch nie gelesen:
"Die (dicke) Kanzlerin Merkel macht in Paris eine gute Figur.", oder "Der (hasenschartige) Umweltminister riskiert eine dicke Lippe gegen Rösler." und auch nicht, "Der (querschnittsgelähmte) Schäuble hat einen schweren Gang vor sich."

Die Eine ist halt eher rundlich, der Andere hat eine vernarbte Oberlippe, ein Dritter sitzt im Rollstuhl.

Und was muss man hier Primitives lesen?
Zitat (alter) Stoni:
"Ein anständiger, aufrechter, leidenschaftlicher und visionärer
(schwarzer) Politiker. Wie schade, dass es solche heute nicht mehr gibt."

So eine Belanglosigkeit wie Hautfarbe als besonderes Attribut, was in der Aussage dann, logisch, (weiß) ausschliesst. Also anständige, aufrechte, leidenschaftliche, schwarze Visionäre gibt es nicht mehr, aber für die weißen Politiker gilt das (zuerst) nicht. Und dann das unsägliche Rausgerede....

Diese Aussage sollte dann doch sehr gründlich anal- ysiert werden. Ich greife mal in diese Scheiße.

Da hätten wir zuerst "anständig und aufrecht", üblicherweise typisches Vokabular der deutschen Lattenzaunspießer vom Stammtisch. Ähnlich wie deutsche Politiker gerne die Kombi "ich finde es wichtig und richtig" verwenden. Phraseologismen - Bausteine, die man gerne benutzt, wenn man keinen Bock zum Selbstdenken und Formulieren hat, oder verbal primitiv auf den Tisch hauen möchte.
In diesem Fall vermute ich eher Unfähigkeit und nicht Lustlosigkeit.
Für "leidenschaftlich und visionär" gilt das abgeschwächt ebenfalls. Abgegriffen und oberflächlich.

Der (alte) Stoni wird kaum behaupten, er kenne die junge amerikanische Politik so gut und könne ausschliessen, es gäbe Politiker, die seine gewünschten Kriterien erfüllten.
Ebensowenig kann er dass für den Rest der Welt.

An Rassismus grenzt dann aber das in Klammern gesetzte "schwarz". Denn der (ahnungslose) (alte) Stoni übersieht, was für eine Politik Obama macht. Er macht keine Politik für eine spezifischen Gruppe Menschen. Seine Politik ist weder weiß noch schwarz, sondern uramerikanisch, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, mit kleinen Abweichungen. Genauso definiert er sich auch selbst und es fällt ihm manchmal verständlich schwer, die afroamerikanische Karte zu spielen, selbst dann, wenn sie hilfreich für ihn sein könnte.

Das "(schwarz)" im Zusammenhang mit zwei so berühmten Bürgern Amerikas und der Welt ist total daneben und eine klare Stigmatisierung, denn jedem Leser ist bekannt, wie die Beiden aussehen.

Der Vergleich selbst? Er ist so simpel gestrickt, wie er eben nur mangels Kenntnis vollzogen werden kann, denn Obama ist und war nie Bürgerrechtler und wollte es nie sein. King wollte kein Politiker sein, sondern Bürgerrechtler. Er hat sich nie als Kandidat für ein Amt aufstellen lassen. Er leistete gegen die Politik beider Parteien Widerstand, denn Rassisten gab und gibt es in beiden Parteien.

Und nochmal zur Verdeutlichung: wird gegenüber Minister Rösler die (gelbe) asiatische Karte gezogen, wie schon öfters passiert, gibt es zurecht harsche Kritik aus fast allen Parteien.

Stoni, 30. August 2013, um 12:42

An einem Tag, an dem des Führers der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gedacht wird, ist die Hautfarbe keine Belanglosigkeit, sondern zentraler Teil der Geschichte und des Gedenkens.

Und wenn sich ein anderer schwarzer Friedensnobelpreisträger an diesem Gedenktag selbst als erster schwarzer US-Präsident in dessen Tradition und der der schwarzen Freiheitsbewegung stellt, dann muss er sich Kritik anhören, zumal in diesen Tagen, in denen sich seine Administration schwerer Verstöße gegen grundlegende Prinzipien von Frieden und Freiheit schuldig macht.

Diese Kritik in eine rassistische Ecke zu quetschen, ist Ausdruck persönlicher Frustration, eines Zynismus, der natürlich mit Anstand und Aufrichtigkeit, mit Leidenschaft und Visionen nichts mehr anzufangen weiß, eines Zynismus, der nicht in die Scheisse greifen muss, sondern selbst darin badet.

Seltsam, 30. August 2013, um 12:52

Zitat (seniler) Stoni: "Stammel stammel..."

Da haste Dir aber einen abgequetscht.

Nochmal, Du bezeichnest einen Bürgerrechtler als Politiker, was für den Bürgerrechtler fast schon eine Beleidigung wäre und was von Dir so saudämlich ist, dass Scheisse schimmelt. Den Rest meiner Ausführung begreifst genausowenig wie die gequirlte Scheisse, die Du im Fred über Homosexualität verzapft hast.

Stoni, 30. August 2013, um 13:15

Ach, .. Bürgerrechtler sind keine Politiker?!
"Martin Luther King: Der Politiker und Geistliche war einer der charismatischsten Führer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung." - www.whoswho.de

Deine spöttischen, respektlosen, bissigen und sauren Kommentare zeugen nicht etwa von besonderer Einsicht, sondern von einer erschreckenden, emotionalen und geistigen Leere bzw. Verätzung.
Mein Beileid hast Du. Gute Besserung.

Seltsam, 30. August 2013, um 13:21
zuletzt bearbeitet am 30. August 2013, um 13:22

Und, Stoni, mal ganz ohne Polemik. Merkst Du eigentlich überhaupt nicht, wie Du immer mehr wie Hotte wirkst und deine Präsenz alles, bis auf die ewig-Onliner, übertrifft? Es gibt kaum ein Thema, zu dem Du nicht vermeintlich alles erklären könntest. Und wenn andere Meinungen auftauchen, schreibst Du ihnen oft (zu oft) hinterher, bis sie aufgeben.
Du vertrittst auch keine Meinung, sondern verbreitest "Weisheiten".

Das ist Hotteismus in Reinkultur!

Es könnte nicht erbärmlicher sein. Am Schlimmsten
ist es, wenn Du über schlechtes Benehmen am Tisch redest und kaum ein paar Stunden zuvor hier jemanden beleidigt hast. Diese Widersprüchlichkeit
kann auch jeder in deinen Texten erkennen. Das ist bei Dir pathologisch. Hast doch grad erst wieder einen deiner miesen Beiträge gegen einen User gelöscht.
Wie Du am Tisch ausrasten kannst, ist auch vielen Mitspielern bekannt. Mehr Maskerade geht kaum noch und mehr Parallelen zu Hotte auch nicht.

Gibt es denn sonst niemanden mehr, der deine ewige Besserwisserei erdulden kann und den Du zuquatschen kannst?

DagwoodBumstead, 30. August 2013, um 13:26
zuletzt bearbeitet am 30. August 2013, um 23:43

Wikipedia:

Martin Luther King war ein
U S - a m e r i k a n i s c h e r Baptistenpastor und Bürgerrechtler. Er zählt in der weltweiten Öffentlichkeit
zu den bedeutensten Vertretern des Kampfes gegen soziale Unterdrückung und R a s s i s m u s. ...

Wieso extra Quellen bemühen, die vom "schwarzen " ...
schreiben, Stoni?

Hier in Deutschland würde ich auf jede Quelle verzichten, die vom "jüdischen" Publizisten Ralph Giordano schreibt oder vom "Jüdischen" Publizisten Henryk M. Broder oder vom "schwarzen" Schriftsteller Hans-Jürgen Massaquoi.
Der war ein deutsch-amerikanischer Schriftsteller, der den US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King noch persönlich kannte und das Glück hatte das dritte Reich zu überleben.

Stoni, 30. August 2013, um 13:32

Ohne Polemik,ok. Warum meldest du dich eigentlich nur mit zynischem Spott? Gibt es nichts mehr, wofür du dich engagierst .. positiv? Im Sinne eines konstruktiven Beitrages? Oder ist das nur hier so destruktiv und ätzend?
Ich bin Ewig-Onliner, sitze beruflich und privat bedingt 12-14 Std. am Computer und nutze kurze Freizeit-Momente vorwiegend hier und an 1-2 anderen Stellen .. Mir macht der Austausch und die Diskussion mit Menschen Freude, live am meisten, meist geht es "nur" online. Und ich habe meine Themen, ja, ab und an auch mit Weisheit, meist nur als Meinung.
Hast Du nichts Besseres als altes schlechtes Tischbenehmen? Wir haben Jahre nicht mehr gespielt.

Ex-Füchse #15119, 30. August 2013, um 13:43

Lass den doch Stoni.
Der hat doch wirklich gar nichts.

Seltsam, 30. August 2013, um 13:52

Max, Du weisst ja selbst, dass Du kaum etwas substanzielles zu sagen hast, ausser Hotte knüppeln. Und da ja hier der ganze Saustall fraktioniert ist, musst Du schnell deine Gesinnung markieren. Ich rieche es bis hierher. Es stinkt wie Löwenpisse.

Ex-Füchse #15119, 30. August 2013, um 18:34
zuletzt bearbeitet am 30. August 2013, um 19:02

Das ist hier ein DoKoforum, da überlasse ich das Geschwalle gerne so Rundumversagern wie dir.
Deine Selbestwahrnehmung entsprich ca. der von Hotte und du bist wirklich einer der dümmsten Menschel, die ich nicht kenne.

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