Unterhaltung: Regelfrage

Ex-Füchse #48178, 28. Februar 2018, um 21:50

wollte irr nicht nutzen

Bildchenwerfer, 28. Februar 2018, um 21:51

Diese moralische Komponente ist albern. Die meisten Spieler wissen es einfach nicht besser und das ist auch ok so...

gomera, 28. Februar 2018, um 22:11

@Bildchenwerfer:
"Mit anderen Worten: Es kann erst dann reklamiert werden, wenn nachgewiesen ist, dass Spieler 1 eine Falschansage getroffen hat.

Reklamationsberechtigt ist dann aber nicht der reklamierende Re-Mann an 2, sondern lediglich die Spieler der Kontra-Partei."

Satz 1 ist korrekt. Wenn man reklamiert, muss man eine Begründung haben (was wird reklamiert) und gegen wen? Bsp. Man spielt ein blankes Pik Ass. Keiner bedient. Gegen wen will man reklamieren? Schließlich können mehrere Spieler nicht bedient haben.

Satz 2 ist nicht korrekt, weil zum Zeitpunkt der Falschansage von Spieler 1 die Partnerschaft ungeklärt ist. Siehe dazu 9.7.1 der TSR.

Bildchenwerfer, 28. Februar 2018, um 22:20

Wie absurd. Sagen zwei Spieler Kontra ist die Partnerschaft wegen der Möglichkeit einer stillen HZ nicht geklärt?
Oder auf was willst du hinaus?

Ossi, 28. Februar 2018, um 22:24

naja, selbst wenn alle 4 Spieler Kontra sagen, kann man noch nicht reklamieren, da keiner weiß, welcher Spieler die Falschabsage getroffen hat.

Bildchenwerfer, 28. Februar 2018, um 22:35
Dieser Eintrag wurde entfernt.

makri, 28. Februar 2018, um 22:55

2.4.4 TSR besagt:
Wird kein Solo gespielt, bilden die beiden Spieler mit den Kreuz Damen die Re-Partei, die beiden anderen Spieler die Kontra-Partei.

6.3.2 TSR besagt:
Eine Absage ist nur zulässig, wenn vorher die eigene Partei eine regelgerechte Erstansage gemacht hat.

Daraus schließe ich, dass ein von Re gesagtes Kontra nicht wirksam sein kann. Da muss auch nichts zurück genommen werden.

Und dass Spieler 1 Re ist, war nach dessen "Aktion" allen Spielern am Tisch klar.

Ossi, 28. Februar 2018, um 23:06

Ich finde, da gibt es zwei Verschiedene Situationen, die man betrachten muss:

1. Der Spieler der Kontra sagt, ist offensichtlich Re (KrDame gespielt oder Hochzeit). Dann wird die Kontraansage in eine Reansage umgewandelt.

2. Die Partnerschaft des Spielers stand vor der Ansage nicht fest; Dann liegt solange eine regelgerechte Kontraansage vor (auch mit der Möglichkeit zum Absagen!), bis jemand die Falschansage reklamiert. Reklamiert keiner, wird der Spielzug als regelgerecht akzeptiert.

Bildchenwerfer, 28. Februar 2018, um 23:23

Wie Ossi

THHEO, 01. März 2018, um 02:33

moin ihr luschen

1.
spieler 1 hätte gleich dazusagen sollen, ob er - statt seines fälschlichen "kontra" - jetzt "re" oder einfach nixx gesagt hat
hat er aber nich!
er muss 100x schreiben:
"kreuzdame is mehr re als kontra"
2.
spieler 2 (der, der "kontra, um das mal klarzustellen" sagte) hätte vorher in die runde fragen könnensollen, ob jetzt jemand eine ansage ("kontra" / "re") gemacht hat oder nich, um eine eventuell doppelte ansage zu vermeiden.
hat er aber nich!
auch sagt er einfach, er hätte das erste kontra nich gehört (müssen ja sowieso ein paar jets direkt am tisch vorbeigeflogen sein, wenn es unter vier leuten drei meinungen gibt, ob der sorry-satz so gesagt wurde.
er muss 100x schreiben:
"ich muss besser zuhören, ob wer kontra gesagt hat"
3.
der letztendlich reklamierende spieler 4 kann (offiziell, weil wegen abfragen gibts ja gaar nich aufs papier) gaar nich wissen, daß spieler 3 (der im ersten stich abfragende) nich re is, insofern is also noch gaar nich reklamationszeit. ausserdem hat auch er nie nich gefragt, ob ne ansage war.
er muss 100x schreiben:
"ich muss warten, bis ich dran bin"
4.
spieler 3 hat das ganze verursacht (was fragt der auch ab in so einem verzwickten moment und verursacht - unvermutbar, ok - so eine scheiss zwickmühle für den schiedsrichter und alle, die da waren und hier sind.
er muss 100x schreiben:
ich darf nie nich fragen, wenn der da aus versehen antworten könnte"

legt euch gehackt
der thheo

makri, 01. März 2018, um 08:39

@Ossi
Praktikable, schöne Lösung, die die Regeln aber mMn nicht hergeben.

Durch die Mitteilung Re zu sein, ist allen Spielern am Tisch der Regelverstoß zu diesem Zeitpunkt bekannt. Also muss auch sofort reklamiert werden.

Die SRH sieht die Möglichkeit der sofortigen Korrektur vor, also eben keinen Automatismus.

absortio, 01. März 2018, um 08:52

Lustig..... dieser Thheo

Ex-Füchse #125712, 01. März 2018, um 16:29

Basti Schweinsteiger hat gegen Frankreich 2016 auch „ach sorry“ gesagt, gab trotzdem Elfmeter.

Wenn spieler 1 nun (egal ob Abfrage oder nicht) lostraellert: ich habe keine keine Kreuz Dame, was passiert denn dann?

Und wenn er daraufhin sagt, „ach sorry“ und die Karten hinlegt und alle deuten dann er haette doch eine. Wie saehe es dann aus?

makri, 01. März 2018, um 17:31

Wie gesagt, ich akzeptiere die alternative Auslegung des "Ach sry..." als nicht hinreichend eindeutiges Re-Bekenntnis mit der Folge des Weiterspielens unter Vorbehalt.

Was aber mMn nicht geht ist, in dem "Ach sorry..." ein klares RE-Outing zu sehen und dann bei fehlender Korrektur in Re dem Re-Mann ein gesagtes und fiktiv regelgerechtes Kontra unterzujubeln.

Juan-Miguel, 01. März 2018, um 17:45

"Ach sorry, mein Blatt ist gar nicht (stark genug für ein) Kontra (in Stich 1). Ich nehme es zurück, holt den Schiedsrichter"

Den gegnerischen Gewinnpfad durch eigene Ansage von 120 auf 121 zu schrauben ist nicht drin.

Lappen, 02. März 2018, um 00:01

Sorry makri, aber hier wird es in meinen Augen wirklich etwas seltsam.
Du kannst dich damit anfreunden, in dem "Ach sorry" kein Re-Bekenntnis zu sehen, bist aber dann trotzdem der Meinung, dass man das Kontra einfach so unter den Tisch fallen lassen kann?

Seb1904, 02. März 2018, um 01:10

Ein Phall für die Inquisition.

makri, 02. März 2018, um 07:26

@ Noddy
Ja, der Regelkommission ist der Sachverhalt bekannt und es gibt entsprechende Kommunikation.

@ Lappen
Anfreunden ist übertrieben, ich akzeptiere es lediglich auch wenn ich jede andere Auslegung persönlich für gekünstelt halte. Und es liegt quasi in der Natur der Nichtreklamation, Dinge unter den Tisch fallen zu lassen.

Und ich finde es eben seltsamer bzw. nicht möglich, dass Re ein wirksames Kontra gibt.

Ex-Füchse #125712, 02. März 2018, um 14:35

Wie waere es denn mit der Auffassung, dass die drei anderen selbst Schuld haben, es nicht gleich zu reklamieren, bzw davor zu fragen, was nun gemeint ist? Spieler 1 hat nicht den Arsch in der Hose, den Schiri selbst zu holen. Ueberlaesst das den anderen. Wieso eigtl.? Wenn die anderen drei nit fragen (vlt sehen sie ja ne Moeglichkeit zu gewinnen? Auch unter oder gerade unter diesen Umstaenden?), was nun mit „ach sorry“ gemeint ist, fehlt mir dort auch die Ernsthaftigkeit. Wenn ich am Livetisch dermassen undeutlich eine Ansage dahergrummel, wird sicher nachgefragt, was ich denn nun gemeint habe. Setze ich jetzt ueberdurchschnittliche Spieler voraus - und um diese scheint es ja zu gehen, ist sllein das nicht sofortige Melden fuer alle vier eine Strafe wert. Irgendwo im Regelwerk wird es sicher den Passus Kartenverrat geben...

Ex-Füchse #48178, 03. März 2018, um 15:29

nun ja ...

Spieler 1 kann sich selbst schlecht, bis gar nicht selbst anzeigen

die Aussage von Spieler 1 ist im Grunde gar keine

seine Aussage hätte um das Spiel "spielbar" zu halten in ein Re umgemünzt werden müssen

nun wird weiter gespielt ... das erneute "Kontra" ohne Bekenntnis der Partnerschaften (Stille ist noch nicht ausgeschlossen) ist im Grunde eine 90^^

jetzt wird reklamiert, bevor die Re-Dame von 1 auffem Tisch liegt - das darf im Grunde jeder!

nun wird bei Ruf des Schiedsrichters schon die Partnerschaft verraten ... macht das Spiel unspielbar ...

oder auch nicht ... der Schiedsrichter lässt einfach weiterspielen ... und holt selbst das Schiedsgericht sobald Spieler 1 seine Kreuzdame auffen Tisch legt

...fertig

Ex-Füchse #48178, 03. März 2018, um 15:35

die Aussage von Spieler 1: dann holt halt ... ohne Aufklärung ist grob unsportlich und sollte mit -12 plus -3 bestraft werden ... jm2ct

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