Unterhaltung: Die Bundestagswahl 2013

Sauseschritt, 21. September 2013, um 10:28

Wisst ihr schon, ob und was ihr wählen werdet? Ich schwanke immer noch. :-(

Ex-Füchse #82293, 21. September 2013, um 10:45

Ich habe die Linken und die Tierschutzpartei gewählt :)

Doc_Jule, 21. September 2013, um 10:50

ich bin wild entschlossen :-)
Der Wahlomat gab mir zwar eindeutige Hinweise, ich werde aber trotzdem splitten müssen :-(
(übrigens ist der Wahlomat durchaus hilfreich bei der Entscheidungsfindung)
https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/main_app.php

Noddy, 21. September 2013, um 10:52

Aber wenn der wieder FDP ausspuckt den Vorgang wiederholen :-D

Ex-Füchse #365, 21. September 2013, um 10:59

Lach, Noddy!
Also, bei mir hat der ne ganz andere Partei vorgeschlagen, aber die werde ich wohl dennoch nicht wählen.
Ich hab mich aber inzwischen entschieden.

OBaer, 21. September 2013, um 11:03

Ich war gestern schon wählen da ich morgen Wahlhelfer bin

Luderhonk, 21. September 2013, um 11:04

Bei mir kamen die Piraten raus. Irgendwas läuft da falsch.
Aber ich wähl ja nicht.

Stoni, 21. September 2013, um 11:38

Meine Wahlentscheidung ist wider Erwarten noch nicht klar ) ... mein Spektrum ist historisch durchaus breit ... wenn die soziale Marktwirtschaft gefährdet wird, wähle ich schon auch mal rechts .... doch dieses Mal kommt die Gefahr für unsere soziale Marktwirtschaft und Demokratie eben von dort, es wird mMn darauf ankommen, dass wir den schwarzen vor allem gelben Weg zur asozialen Marktwirtschaft wieder umkehren ...für einen sozialen Ausgleich sorgen, Arbeit nicht nur unwürdig bezahlt und prekär verteilen, sondern auch wirklich neue schaffen, Chancengerechtigkeit wieder herstellen, die Abflüsse aus der Gesellschaft an die Finanzmonster und Steuerbetrüger umkehren, das Kapital nicht über-, sondern vor allem gesellschaftlich wertvolle Arbeit wieder würdig bezahlen. Und unserer Jugend wieder eine Lebens- und Arbeits-Perspektive geben statt unterbezahlter, prekärer Jobs. Unsere Demokratie und politischen Entscheidungen schützen vor der Dominanz der Kapitalmärkte, vor friedensgefährdender Begünstigung der Vermögenden, überrepräsentierter Lobbyisten, schützen auch vor ausländischen Mächten, die unsere Freiheiten gefährden und uns in ihre Machtspiele hineinziehen wollen.
Die LINKE kann ich als Anhänger einer leistungsorientierten, sozialen Marktwirtschaft nicht wählen, auch wenn unsere Wirtschaft, Demokratie und Gesellschaft derart aus der Balance geworfen ist, dass sie ein linkes Korrektiv derzeit bitter nötig hätte.

OBaer, 21. September 2013, um 11:44
zuletzt bearbeitet am 21. September 2013, um 11:51

Ich habe als überzeugter CDU Wähler dieses mal auch Links gewählt weil die SPD absolut nicht wählbar für mich ist unter Steinbrück oder Gabriel. Die Grünen haben eh nicht alle an der Latte. Piraten müssen erst lernen richtig Politik zumachen. FDP besser ihr geht auf den Mond und lasst uns in Ruhe ihr Verräter.

Seb1904, 21. September 2013, um 14:58

Wer die Marktwirtschaft gefährdet sieht, muss eine Partei wählen, die den Markt an sich bejaht. Damit fällt die Linke dann aus - sie will nach dem Motto "Teilen macht Spaß" ihren Gegnern ans Eigentum. Sie schürt Neid und Missgunst, die Forderung nach weitgehend leistungsunabhängigen Renten und Löhnen und einer Nivellierung der Bildung an deren unteren Niveau ist für mich jedenfalls nicht wählbar.

Wer am anderen Ende des Spektrums mit dumpfen Schüttelreimen Ausländerhass schürt, wer sich ganz offensichtlich an den rechten äüßeren Rand des Ertragbaren stellt, ist schlicht und ergreifend untragbar. Keine Stimme für die NPD!

Über die Piraten muss ich glaube ich nicht reden. Die sind in etwa so ernstzunehmen wie die "Titanic"-Partei.

Diejenigen, die weiterhin gutes deutsches Geld in die Rettung südeuropäischer Bankensysteme stecken wollen, spielen mit der Handlungsfähigkeit zukünftiger Generationen. Sie sind nicht bereit, einen eingeschlagenen Weg, der sich als Fehler herausgestellt hat, zu korrigieren. Eine Unterordnung unserer Interessen unter diejenigen anderer europäischer Staaten kann nicht zu einem sozial und wirtschaftlich gesunden Zusammenleben führen. Das spricht gegen CDU und FDP. Gegen letztere spricht darüber hinaus die personelle Flachpfeifenbesetzung und der Trend. Für die CDU spricht eigentlich nur die Kanzlerin, die im Land und ausserhalb hohes Ansehen geniesst. Und so ist auch der Wahlkampf ausgerichtet. Mir ist das zuwenig.

Unser Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren stark erholt. Diejenigen, die jammern, jammern auf einem im europäischen und weiteren internationalen Vergleich ausgesprochen hohen Niveau. Der zu erwartende Zuzug aufgrund der EU-rechtlich garantierten Freizügigkeit von sehr vielen Arbeitskräften aus südöstlichen EU-Ländern, die bereit sind für weniger als 5 € die Stunde hart zu arbeiten, gefährdet die Erfolge, die in Richtung leistungsgerechter Mindestlohn hier erzielt wurden. Auch an dieser Stelle wäre weniger Europa mehr.

P€€r Steinbrück wäre vielleicht nicht so verkehrt, aber er ist in einer Partei, die weitgehend von den Gabriels, Nahles und Schäfer-Gümbels dominiert wird. Ich traue ihm nicht zu, seine Vernunft gegen diese Linksgenossen durchzusetzen. Also njet.

Die Grünen? Sorry, aber das geht nicht. Nicht bei mir. Abgesehen davon, dass ich sie in diesem Wahlkampf ausgesprochen blass finde, abgesehen davon, dass ich den Umgang mit der jüngsten Trittin-Affäre parteiintern für suboptimal halte, abgesehen davon, dass dort offensichtlich auch in der Breite die Spitze fehlt, abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass die Energiekostenexplosion hier ihre Ursachen hat und viele Familien weit über das Erträgliche belastet, kenne ich dort genau wie bei Linken und Alt-Jusos zu viele, die mir und meinen Überzeugungen in den vergangenen Jahren mit Gewalt und Gewaltbereitschaft begegnet sind.

Ich glaube, dass das Thema "EU", "Euro" und mögliche Wega aus der Finanzkrise und den Risiken, die dort entstehen, in den künftigen Jahren einen erheblich höheren Stellenwert bekommen muss. Mit einem Bruchteil dessen, was von unseren derzeitigen Entscheidungsträgern ausserhalb der deutschen Grenzen ausgegeben wird, könnte man ein allen Ansprüchen gerecht werdendes Bildungssystem erstellen. Es wäre möglich, explodierende Stromkosten in den Griff zu bekommen, und man könnte die immer noch hohen Belastungen der öffentlichen Haushalte zurückführen. Was allein in unserer Region dem Stichwort "kommunaler Rettungsschirm" zum Opfer fallen muss - vom Schwimmbad über Wirtschaftsförderung bis zu Kindergärten und Kultureinrichtungen, ist dem Bürger nicht mehr zu erklären.

So wie die Grünen einst den Weg frei gemacht haben für grüne Positionen in den Programmen anderer Parteien, so könnte die AfD, sofern es ihr gelingt, sich von Diffamierungsversuchen der linken Medienmacht (stoni plappert ja Vokabeln wie "rechtspopulistisch" schon brav nach) mit ihrem doch recht einseitigen Sachverstand ein Umdenken auf einem Gebiet einleiten, das mir jedenfalls sehr wichtig ist.

Von den derzeit in den deutschen Parlamenten vertretenen Parteien bin ich auf breiter Front enttäuscht.

Gut, dass es eine Alternative gibt!

Luderhonk, 21. September 2013, um 15:01

Also doch die ÖDP. Hätt' ich jetzt nicht gedacht...

Seb1904, 21. September 2013, um 15:03

Danke für die Übersetzung! Wenn ich Dich nicht hätte....

Ex-Füchse #365, 21. September 2013, um 15:09

Wenn ich das immer lese:"..der und der schürt Neid und Missgunst.."
Dieses aus der Ecke der Reichen immer wieder gern verwendete Argument ist doch Blödsinn.
Neid und Missgunst sind doch sowieso vorhanden und unter bestimmten Gesichtspunkten auch verständlich.
Wenn eine Putzfrau für ihre harte Arbeit mit so wenig Geld abgespeist wird, dass sie trotz Vollzeitbeschäftigung noch mit Hartz4 aufstocken muss, dann ist die zu recht neidisch - auf Manager, die an einem einzigen Tag so viel verdienen, wie sie in ihrem ganzen Leben nicht oder auf Börsenzocker, die einfach nur mit Hilfe von Frau Fortuna und mit der nötigen Rücksichtslosigkeit ohne einen Finger gerührt zu haben, Millionen scheffeln.

Sauseschritt, 21. September 2013, um 15:40

http://m.kandidatencheck.abgeordnetenwatch.de/auswahl.html

Noch ne kleine Hilfe.

Stoni, 21. September 2013, um 16:03

Seb hat mMn in seiner durchaus differenzierten Betrachtung ein paar Haken.
1) Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren nur scheinbar erholt. Selbst in der Financial Times wurde die Kritik laut, dass die Arbeit in Deutschland nicht gewachsen ist, sondern durch Billiglöhnerei nur anders verteilt wurde.
2) Sie sehen für die Zukunft nicht rosig, da DEU in Produktivität und Investitionen ins hintere Drittel gefallen ist. Wettbewerbsfähigkeit über Preisvorteile für ein modernes Industrieland seien nicht nachhaltig, unwürdig und falsch.
3) Leistung und funktionierende Märkte müssen in der Tat wieder Grundlage aller Systeme werden. Das bedeutet in der Tat, dass man nicht wie die LINKE einfach Milliardenströme in Sozialsysteme fliessen lassen kann, indem man Leistung belastet und den Kuchen zum Schrumpfen bringt.
4) Nicht nur südeuropäische Banken werden hofiert. Auch die Deutschen Banken wurden gegen jedes Prinzip der Marktwirtschaft mit 100Mrd. unterstützt, wie überhaupt Kapital gegenüber Arbeit bevorteilt wird. Auch Arbeitskräfte aus südöstlichen EU-Ländern dürften nicht für weniger als 8,50 € die Stunde hier arbeiten.
5.) Es ist Marktversagen, wenn die Einkommen aus Kapital- und Management in den letzten 10 Jahren um über 50% steigen, während die für gesellschaftlich mindestens ebenso wertvolle Arbeit von Krankenschwestern, Erzieher, Pfleger, Lehrer real maximal stagniert bzw für neue, junge Menschen gar auf 2/3 fällt.
6) Es gibt keine bzw. nur maximal marginale Erfolge in Richtung leistungsgerechter Mindestlohn.
7) An der Energiekostenexplosion ist vor allem das falsche Managment von schwarz/gelb Schuld.
Bspw. sind von den jährlich mehr 180EUR EEG-Kosten nur 55 EUR notwendig, der Rest ist Industrie-Subvention, die besonders den Konzernen hilft.
8) Es ist für mich nur natürlich, dass jedes Land eine Euro-kritische Partei hat, die die Ängste und Bedenken und Probleme thematisiert. Es ist keine Lösung, sich mit breiter Parteienmehrheit darüber hinwegzusetzen.
Auch wenn die Inhalte und Forderungen der AfD für mich völlig falsch sind, begrüsse ich ihren Einzug in den Bundestag.

Ex-Füchse #365, 21. September 2013, um 17:47

ach - ist die AfD schon drin?

quan, 21. September 2013, um 17:51

Noch nicht gibt aber genug bekloppte die sie reinwählen werden "mangels alternativen" kenn auch paar davon .. Leider konnte ich sie nicht umstimmen

Seb1904, 21. September 2013, um 17:52

Dein Bild passt zu Dir!

quan, 21. September 2013, um 17:53

Deins auch ;)

Stoni, 21. September 2013, um 18:03

Mir ist es wichtig, dass die Menschen die richtige Einstellung zu Europa und dem Euro finden, sowie die Politik den richtigen Weg.
Dabei ist es nicht hilfreich, die ja durchaus vorhandene Skepsis in der Bevölkerung einfach auszuklammern, wegzureden, zu übertünchen.
Es gehört diskutiert und letztendlich überwunden. Dazu kann es hilfreich sein, wenn die AfD in den Bundestag kommt und die Inhalte konträr diskutiert werden.

quan, 21. September 2013, um 18:07

Seh ich ja genauso bis auf das wählen der AfD genauso scheisse wie Protest NPD wählen ..

HDF, 21. September 2013, um 21:16
zuletzt bearbeitet am 21. September 2013, um 21:16

nee, nee, seb meint die pbc (partei bibelfester christen) :-))

Ex-Füchse #84486, 21. September 2013, um 21:44

Was nützt der Kanzlerin hohes Ansehen im Ausland?
( in Griechenland mit Sicherheit nicht ).
Ansehen hatte Altkanzler Kohl auch.
Die CDU ist nicht wählbar,das ist die Partei,die seid Jahrzehnten dringend notwendige Reformen blockiert.

Der Arbeitsmarkt ist eine farce.Vollzeitbeschäftigung? Mitnichten! Deutschland ist zudem zum Billiglohnland verkommen.
Die Mindestlöhne sollen laut CDU die Tarifparteien
festlegen? Was dabei herauskommt sieht man beim kürzlich beschlossenen Mindestlohn bei den Sklaventreibern,entschuldigung bei den Zeitarbeitsfirmen.Mindestlohn 8,50 E ab 2016 ! Lachhaft!
Die US Notenbank treibt die Inflation weltweit nach oben,pumpt zweistellige Milliarden in den Geldmarkt und kauft Anleihen,hält den Zinssatz niedrig.Der nächste Börsencrash steht bevor,wenn die US Notenbank keine Anleihen mehr kauft,den Zinssatz wieder erhöht.
Im Prinzip ist keine Partei wählbar,weil anstatt für die Bürger das Geld in marode Banken oder in EU-Rettungsschirme gepumpt wird.
Oder die marode Automobilindustrie ( Opel ! ) mit Abwrackprämien künstlich subventioniert wird.
Der wahlo-mat sagt mir bei den 24 Fragen,ich soll grün wählen.
Also splitte ich.Erststimme für die SPD,Zweitstimme für grün!
Auf einen spannenden Wahlabend morgen!

Seb1904, 21. September 2013, um 21:57

Hallo Adler!

Noddy, 21. September 2013, um 22:09

Seb,woran hast Du denn den Schreiber erkannt? :-)

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