Fehlerberichte: Da fackelt also 'ne Kirche ab - und das mitten in Europa.

Mia_Grautz, 18. April 2019, um 22:42

Hm, Zeit für 'nen rechtschaffenen Umbrech 👍

Seb1904, 18. April 2019, um 22:44

@Mia und Madeira:

Das ist haargenau die Route und Tour gewesen, auf der meine bekannterweise geliebte Schwiegermutter vor ziemlich genau einem Jahr unterwegs war.

(a penny for my thoughts)

SchwillTiger, 18. April 2019, um 22:46

@seb: Entschuldigung angrnommen

WuerfelDoko, 18. April 2019, um 23:06

Seb, Du hast also Deine Schwiegermutter aus dem Fenster geworfen, das gefilmt und publiziert?

Seb1904, 18. April 2019, um 23:17

Kann ich meinen Anwalt anrufen?

SchwillTiger, 18. April 2019, um 23:34
zuletzt bearbeitet am 18. April 2019, um 23:56

Ich habe übrigens immer ein Haarbüschel meiner Schwiegermutter dabei, das ich an einem Tatort an dem ich möglicherweise vorbeikomme, fallen lasse.

Seb1904, 18. April 2019, um 23:40

Und dann ein anonymer Anruf mit verstellter Stimme aus einem Münzfernsprecherhäuschen?

Doc_Jule, 19. April 2019, um 08:17

zu Sebs Beitrag nur ein ganz kurzer Denkanstoß....ja, die großen (christlichen) Kirchen verlieren in Europa an Zulauf....aber die Rechtspopulisten oder Vertreter wilder Theorien wie Flatearther oder Präastronautiker, um nur ein paar Beispiele zu nennen, bekommen dafür immer mehr Anhänger. Ist das nicht eigentlich das selbe Phänomen? "Bildung" soll dem entgegen wirken, aber was verstehst du unter "Bildung"? Manches von in den Schulen vermittelte "Wissen" kann durchaus im Lauf der Zeit durch wissenschaftliche Weiterentwicklung korrigiert oder widerlegt werden. Ist es nicht viel sinnvoller, junge Menschen zu lehren, Informationen zu hinterfragen und mit der eigenen Wirklichkeit abzugleichen, sie also zu befähigen, selbständig zu denken, statt nur "Wissen" anzuhäufen? Nur mal so in den Raum gestellt....

Lappen, 19. April 2019, um 09:03

Dazu muss man aber zunächst einmal wissen, was man hinterfragen möchte...

Mia_Grautz, 19. April 2019, um 09:46

Ich hinterfrage gerade dem Lappen seinen Beitrach dahingehend, ob selbiger sachdienlich is.
Und da ich gerade dabei bin, hinterfrage ich meinen eigenen gleich mit 😕

Doc_Jule, 19. April 2019, um 09:54
zuletzt bearbeitet am 19. April 2019, um 10:00

ich wollte auch nicht bezweifeln, dass ein bestimmtes Grund- oder Faktenwissen notwendig ist, um hinterfragen zu können, und dieses sollte natürlich Bestandteil schulischer Ausbildung sein. Aber muss man Infenitasimal- oder Integralrechnung dafür beherrschen, mehr als Grundwissen in Chemie oder Physik haben? Was ich besonders unnütz finde, ist die isolierte Betrachtung von Geografie und Geschichte, muss das wirklich in 2 Fächern unterrichtet werden? Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass schon junge Menschen lernen sollten, Zusammenhänge herstellen zu können, indem sie in fächerübergreifendem Unterricht erfahren, wie Dinge miteinander zusammenhängen können

Doc_Jule, 19. April 2019, um 10:00

ich würde z.B. Geschichte, Geografie und Gesellschaftslehre nicht, wie üblich, "von vorn nach hinten", sondern genau andersherum aufziehen wollen. Zum Beispiel ausgehend vom heutigen Zustand zurückverfolgen, welche geschichtlichen Entwicklungen oder geografische Veränderungen zum aktuellen Zustand geführt haben

Doc_Jule, 19. April 2019, um 10:02
zuletzt bearbeitet am 19. April 2019, um 10:03

(und schon mal prophylaktisch.....ja, BW, alles klar!)

SchwillTiger, 19. April 2019, um 10:02
zuletzt bearbeitet am 19. April 2019, um 10:11

@Jule: ich denke auch, dass man da schon eine Stufe höher ist. Grundsätzlich wird den Schülerinnen und Schülern (Mist, jetzt fehlt mir divers, also anders: den Lernenden) ja schon bei gebracht Quellen kritisch zu hinterfragen.

In der Physik wird auch die Theorie (bspw dass alle Körper gleich schnell fallen sollen) hinterfragt und mit den Alltagserfahrungen abgeglichen.

Dazu bedarf es aber eben Hintergrundwissen. Das kritiache Auseinandersetzen ist nur wenigen Lernenden gegeben.

Vergleiche ES:

Stufe I
"Jaaaa... Aber das ist doch theoretischer Unsinn, weil ja nicht alle so spielen!"

Stufe 2:
"Isso! Steht im ES!"

Stufe 3:
"Warum steht das eigentlich im ES?"

Stufe 4:
"Das geht besser als im ES. Nämlich so...."

Die meisten Hobbyspieler bleiben auf Stufe 1, Vereinsspieler vermutlich auf Stufe 2 und mit 3 und 4 setzen sich die wenigsten auseinander.

Doc_Jule, 19. April 2019, um 10:26

Mein Reden, Octo....Stufe 1 hat eben nicht gelernt, Zusammenhänge zu sehen und Fragen zu stellen....geh jetzt aber erstmal sporteln 😛

Seb1904, 19. April 2019, um 10:39

Doc, genau das ist es doch, was Schule imho auch macht*: sie gibt das Rüstzeug mit auf den Weg, eigene Erkenntnisse zu gewinnen. Das sind einerseits die basics wie Sprache (n) und Grundlagen der Naturwissenschaften, andererseits die Methodik, sich Dingen zu nähern. Die wenigsten „brauchen“ Schillers Glocke oder den Zitratzyklus für ihre berufliche Laufbahn, aber anhand dieser Beispiele hat man gelernt, sich mit einem Thema zu befassen. Und man bekommt ein Gespür für seine eigenen Talente. Nicht jedem ist alles gegeben. Wer zwei linke Hände hat, sollte die Rechte studieren.

* also, wenns gut läuft. (Wenns schlecht läuft, wirste halt Lehrer.**)

**(Scnr, Schwilli. Aber ich kann so schlecht ne Pointe liegen lassen)

“Bildung“ ist also kein Wissensstand, sondern ein Prozeß. Das, was Schwanitz unter diesem Titel vor 20 Jahren zusammenfasste, ist doch auch schon wieder überholt. Insofern: ja. Dauerhaftes Hinterfragen, Widerlegen und Korrigieren gehört ebenso zur Bildung wie das Befassen mit oder Erstellen von neuen Theorien.

Aber ohne die entsprechende, mit hinreichendem Basiswissen unterfütterte Aus“bildung“ wird man nicht zu einem Experten auf seinem Fachgebiet.
Ich traue einem 40-jährigen promovierten Klimaforscher jedenfalls mehr Sachkenntnis beim Thema „Klimawandel“ zu als einer 16-jährigen Göre. Es mag allerdings sein, dass die Göre erheblich mehr Talent hat, Menschen hinter sich zu bringen und sich für ihre Sache zu engagieren (aber beides gilt auch für sowohl Jesus als auch Hitler..) Im Idealfall kommen Fachleute und Multiplikatoren zusammen, dann kanns was werden. Was Hoffnung macht, ist ja, dass diese F4F - Bewegung (wenn es denn eine ist), ein internationales Phänomen ist. Und das ist gut so, denn wir werden das Klima nicht ändern können, wenn wir einzelne Straßen in Hamburg vormittags zur dieselfahrzeugfreien Zone erklären.

Die Flatearther halte ich für ungefährliche Spinner auf dem gleichen Niveau wie die, die am liebsten in Entenhausen leben würden (gibts glaube ich auch einen Namen für...). 99,07 % von denen wissen auch, dass sie längst widerlegt sind, wollen aber bewußt gegen den Strom schwimmen.
Präastronautiker habe ich erstmal gegoogelt. Ich würde nie von der Hand weisen, dass es mehr Dinge zwischen dem Ende des Universums und der Erde gibt als ich mir vorstellen kann, aber daß diese Theorie letztlich haltbar ist, wage ich auf den ersten Blick zu bezweifeln. Abgesehen davon, daß das Universum ja nicht endlich, sondern unendlich wachsend ist...

Die politischen Glaubenskrieger sind da schon gefährlicher. Ich habe im Laufe meines Lebens sowohl den NSU- als auch den RAF-Terror erlebt und kann beidem nichts abgewinnen, werde das auch nicht gewichten.

Aber - um den Kreis zu schließen - ich bin immer mehr der Meinung, dass man, wenn man schon dabei ist, nicht nur die Gotteshäuser, sondern am besten auch gleich die Parlamente abfackeln sollte.

Aber wieviele Generationen werden wohl vergehen, bis wir zu einer politisch, religiös und sonstwie ideologiefreien Erde kommen? Und ist die dann auch emotionsfrei?

Das Ende der Menschheit ist nah.

Was ich damit sagen will? Keine Ahnung!

(Passt aber zum Karfreitag, der Beitrag).

Cabeza_doble, 19. April 2019, um 10:56

Jetzt sind wir ja von Notre Dame etwas weggekommen und bei Religionen allgemein gelandet. Natürlich ist Bildung immer gut und das richtige Mittel um allzu dämlichen Auffassungen entgegenzuwirken.
Aber da ist noch etwas anderes, nämlich die tief verwurzelte Angst des Menschen vor dem Tode und dem darauf folgenden Nicht-Sein. Für viele Menschen ist der Gedanke daran derart unerträglich, dass sie sich eben Vorstellungen zusammenreimen, die ihnen ein, wie auch immer geartetes, postmortales Weiterleben garantieren.Da ist ja erst einmal nichts gegen zu sagen, so lange es den Leuten hilft, mit dem eigenen Tode und erst rechtmit dem Ableben geliebter Menschen klarzukommen.
Schlimm wird es halt nur, wenn man den eigenen Glauben für den im Wortsinn allein selig machenden hält und beginnt andere Lebensauffassungen zu bekämpfen.
Dabei wäre es so einfach: Jeder soll und darf das glauben, was man für sich selber als richtig erkannt hat und danach leben. Dazu gehört dann auch, dass man dem anderen seine persönliche Einstellung lässt und nicht versucht, ihn zu missionieren. Denn es lassen sich weder Gott noch Himmel oder Hölle oder sonstige Räume, in denen sich die Geister Verstorbener oder Noch nicht Geborener aufhalten, beweisen. Aber die Nichtexistenz dieser Dinge lässt sich halt genau so wenig beweisen.

Cabeza_doble, 19. April 2019, um 10:57
zuletzt bearbeitet am 19. April 2019, um 10:59

Zitat Seb:
"Aber - um den Kreis zu schließen - ich bin immer mehr der Meinung, dass man, wenn man schon dabei ist, nicht nur die Gotteshäuser, sondern am
besten auch gleich die Parlamente abfackeln sollte."
________________
Ich hoffe, das meinst Du nicht ernst.Seit 1933 und 1938 wissen wir doch was daraus fast zwangsläufig folgt.

Seb1904, 19. April 2019, um 11:00

Na, aber hallo. Die kloppen sich doch auch nur um Pfründe und Ideologien.

cahei, 19. April 2019, um 11:02

Jesus ist auferstanden, die Begründer aller anderen Religionen liegen im Grab!

SchwillTiger, 19. April 2019, um 11:08

@seb: das was du da beschreibst ist das unter betagteren Pädagogen das gehasste Wort "Kompetenz".

Ein Autoverkäufer braucht nicht nur das Wissen uber ein Auto, sondern er muss fähig sein, dieses Wissen dem potentiellen Käufer so zu vermitteln, dass er hinterher das Auto kauft. Adressatengerecht! Daher stimme ich dir was Greta angeht natürlich auch zu.

Wissen ist eben nicht alles, sondern nur ein kleiner Teil eines Bildungspuzzles.

"Wie du weißt das nicht!??? Du bist doch Lehrer!!!"

Ist ein Satz, den ich beim Bullshitbingo anmelden könnte.

Daher zum xten Mal mein geliebter Satz "People don't care how much you know until they know how much you care!"

Nicht ohne Grund scheitern viele Diplomphysiker als Lehrer.

Inhalte sind austauschbar. Wie ein Röhrenfernseher funktioniert interessiert wohl nur noch die wenigsten. Wenn man aber die Kompetenz erlangt, Texte zu verstehen zu hinterfragen und zu diskutieren, dann hat Schule - was die überfachliche Lernkompetenz angeht - sehr viel erreicht.

"Abgesehen davon, dass das Universum ja nicht endlich, sondern unendlich wachsend ist..."

Wer sagt das denn?

Was mein Beitrag mit Madamme Tussauds zu tun hat, weiß ich auch nicht, aber an Karfreitag darf man das, hat seb gesagt.

Bibernase, 19. April 2019, um 11:29

Victor Hugo dankt allen großzügigen Spendern, die bereit sind, Notre-Dame zu retten, und schlägt vor, dasselbe mit den Elenden zu tun.

SpanischerGockel, 19. April 2019, um 11:30

850 Millionen sind erreicht... für ein altes abgefucktes haus... bravo

Mia_Grautz, 19. April 2019, um 11:32

Ja, die Enden des Els sind nah ... 😱

Bibernase, 19. April 2019, um 11:35

Mir ist übel.

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