Unterhaltung: Denkt die Justiz auch an das Opfer?

akaSilberfux, 15. Februar 2017, um 09:47

Und um auf die Frage des Freds zurückzukommen: ja. Die Interessen des Kindes werden im Strafverfahren auf Kosten des Staates durch die Nebenklage gewahrt; die Zeugeneinvernahme durch einen Zeugenbeistand begleitet. Ist vom Schädiger kein Ersatz zu erlangen, werden Behandlung, Schadenersatz u.ä. nach dem Opferentschädigungsgesetz (theoretisch) geleistet. Es gibt Videovernehmung ohne Anwesenheit des Angeklagten, persönliche Betreuung durch Justzimitarbeiter vor und nach der Verhandlung, separate Aufenthaltsräume und getrennte Wege zur Verhandlung, Ausschluss der Öffentlichkeit etc. Was die Justiz nicht kann ist das Verbrechen ungeschehen machen. Die Diskussion über Straßmaße und Urteile kann sinnvoll nur geführt werden, wenn man die unterschiedlichen Schweregrade einzelner Straftaten nebeneinander stellt und dann vergleicht. Das kann ein Richter besser als ein Forumschreiber. Generalpräventiv muss es einen starken Anreiz geben, das Opfer einer Sexualstraftat nicht auch noch als Zeugen auszuschalten, sprich es zu ermorden.

Ex-Füchse #116342, 15. Februar 2017, um 09:59

@akasilberfux
Es kann aber nicht sein das dem Täter zu gute gerechnet wird weil er ausgesagt hat was Zeugen eh schon bestädigt haben die ihm bei seiner Tat erwischt haben.
Ich habe eventuell verständniss wenn ein Täter mildernde umstände bekommt wenn er durch seine Aussagen andere Straftaten aufdeckt,aber bei Kindesmisbrauch darf es keine Mauschelein mit der Staatsanwaltschaft geben.

Donblech2016, 15. Februar 2017, um 10:00

Schade, dass der Sozialstaat Deutschland in vielen Fällen auf Rechtsverdreher eingehen muss.

lg DB

Donblech2016, 15. Februar 2017, um 10:01

Meine Aussage zielt übrigens nicht nur in eine Richtung, hauptsächlich aber Richtung Rechtsverdrehung durch durchaus studierte Leute.

Lappen, 15. Februar 2017, um 10:09

@ Hotte
'Rechtssprechung' in Anführungszeichen, weil?

a) ein 's' ausgereicht hätte
b) Urteile auch schriftlich verkündet werden können
c) weder Recht noch rechts gesprochen wird

Auflösung mit Spielnummer folgt.

Seb1904, 15. Februar 2017, um 10:16

.... außer Dir selber und Deiner eigenen Wahrnehmung?

Das war auch bisher nicht verborgen geblieben.

Ex-Füchse #4596, 15. Februar 2017, um 10:16

Ja Hotte, manchmal is es schwer in einem Rechtsstaat zu leben.

Lappen, 15. Februar 2017, um 10:18

Interessant Hotte. Das meine ich ernst. Interessant...

SpanischerGockel, 15. Februar 2017, um 10:21

dass er versucht selbst dieses thema zu seinem eigenen zu machen ist leider nicht interessant

Donblech2016, 15. Februar 2017, um 10:23

++++++
"Generalpräventiv muss es einen starken Anreiz geben, das Opfer einer
Sexualstraftat nicht auch noch als Zeugen auszuschalten, sprich es zu
ermorden.
"
++++++

Das ist für mich der Spruch der Woche.

Prävention an erste Stelle muss sein, dass die Tat gar nicht erst geschehen kann, aber dann haben die rechtsverdrehenden Anwälte ja nicht mehr zu tun.

Donblech2016, 15. Februar 2017, um 10:24

Prävention ans Ende der Ereignisse gesetzt.

Das ist für mich die Rechtsverdrehung.

Lappen, 15. Februar 2017, um 10:25

Wenn du den Satz wirklich so schlimm findest, hast du ihn nicht verstanden.

Lappen, 15. Februar 2017, um 10:26

Was äußere ich mich eigentlich in diesem Deppenthread? Schicken Tag noch...

Donblech2016, 15. Februar 2017, um 10:26

Der Umkehrschluss,

durch die milde Strafe(Bewährung) werden Anreize geschaffen solch eine Tat zu begehen, weil man ja nicht mit einer dollen Strafe rechnen muss

SpanischerGockel, 15. Februar 2017, um 10:28

dass er versucht selbst dieses thema zu seinem eigenen zu machen ist leider nicht interessant

Ex-Füchse #4596, 15. Februar 2017, um 10:30

Wäre ne Art Scharia ne Alternative?

Seb1904, 15. Februar 2017, um 10:31

Die Prävention wird wohl nicht auf einer einzigen Ebene stattfinden können.

Hier haben sowohl DB als auch silberfux sicher Recht: tatverhindernde Prävention ist eminent wichtig - aber sie wird nicht vollständig wirksam sein können.
Also wird für die Fälle, in denen Vergewaltigung/Missbrauch bereits stattgefunden haben, eine andere Strategie vonnöten sein.

Seb1904, 15. Februar 2017, um 10:34

Jetzt wirds dann auch mir zu blöd und hanebüchen.

Wenn man sich selbst ins Zentrum jeden Gedankenganges und jeder Diskussion stellt, dann wird man das am besten auch mit sich selbst ausdiskutieren.

Octopussy, 15. Februar 2017, um 10:47
zuletzt bearbeitet am 15. Februar 2017, um 10:48

pik7: "Das kann sie nicht"

ich bin dann mal wieder raus. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass ich OP argumentativ nicht das Wasser reichen kann. Und DoKo-technisch sowieso nicht. Immer wieder überzeugt er mich mit stichhaltigen Gegendarstellungen meiner Beiträge.

😢

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