Doppelkopf-Strategien: Glücksfaktor im Kartenspiel

Noddy, 15. August 2013, um 18:20

[zitat]
DDV-Doppelkopf hat im Vergleich zum Skat und erst recht zum Bridge einen
höheren Glücksfaktor. Deshalb sind beim Doppelkopf besonders viele
Spiele nötig, um aus den Ergebnissen gesicherte Rückschlüsse auf die
Spielstärke ziehen zu können. Je nachdem, wie genau man die Spielstärke
messen möchte, sind mehrere 1000 bis ca. 10000 Spiele nötig.

[/zitat]

...hat Funny im anderen Thread geschrieben.

Ok, zu Bridge kann ich garnix sagen aber in Bezug auf Skat interessiert mich die Aussage sehr. Worauf stützt sie sich?

Doc_Jule, 15. August 2013, um 18:24

naja, ein Faktor wäre beispielsweise, dass im Skat nur 4 Trümpfe vorgegeben sind, also wesentlich mehr Möglichkeiten bestehen, ein Spiel bzw. die Trumpfstruktur zu gestalten....oder sehe ich das verkehrt?

Karl_Murks, 15. August 2013, um 18:30

Beim Skat sitzen 2 weitere Trottel am Tisch, beim DoKo 3.
Somit braucht man beim DoKo anderthalbmal mehr Glück, um das Spiel zu gewinnen.

Doc_Jule, 15. August 2013, um 18:44

er nu wieder^^

Noddy, 15. August 2013, um 18:59

Spielst Du Skat, Jule?

Nebura, 15. August 2013, um 19:10
zuletzt bearbeitet am 15. August 2013, um 19:11

Beim Skat gibt es aber die fetten Punkte nicht unbedingt dafür, dass man besonders toll gespielt hat. Ich sag nur: "Mit vier, gespielt fünf..."

Da hat man die größte Omma und bekommt noch einen Sack voll Punkte dazu und ein vielleicht ganz clever gespieltes Karo-Spiel mit nur einem Buben, bringt nüscht.

Beim Doko gibt es zwar auch viele Punkte für ne Omma, aber auch nur, wenn man vernünftig ansagt.

Talentfrei, 15. August 2013, um 19:12

Man spielt halt im Schnitt jedes 3. Spiel allein, reizt nur sein Blatt aus und ist somit weniger von einem Partner abhängig.

Nebura, 15. August 2013, um 19:19

Das Interessante beim Bridge ist, dass da nur vorgegebene Hände, also feste Kartenverteilungen, gespielt werden. Es wird verglichen, wer mit dem gleichen Blatt die besten Erfolge spielt. Das fänd ich beim Doppelkopf auch mal interessant.

Noddy, 15. August 2013, um 19:26

Gibt es schon, nennt sich Dodge.

Doc_Jule, 15. August 2013, um 19:34

@Noddy
früher sehr viel, in den letzten jahren kaum noch....

Tront, 15. August 2013, um 19:40

Nebura, so etwas gibt es sogar beim Doppelkopf und das nennt sich dann DODGE.

Die vorgegebenen, meist schon vorgemischen Blattverteilungen werden in sog. Dokotaschen von Tisch zu Tisch weitergereicht.

So kann sehr gut vergleichen, welche Partei welchen An- und Absagen vorgenommen hat und die erzielten Extrapunkte.

Selbst unter erfahrenen Spielern gibt es hier noch meist größere Unterschiede.

Bei den meisten DODGE-Turnieren herrscht dann ein Soloverbot, damit nicht eine Wettbewerbsverzerrung eintritt, wenn an 4 Tischen ein Solo bevorzugt wird und an 4 anderen Tischen jemand das Normalspiel "aushält".

Auch Hochzeiten werden im Normalfall vorher schon aussortiert. Die Begründung ist eine ähnliche: Einige Spieler suchen sich eine Dulle, andere vielleicht auf einer längeren Fehlfarbe ihren Partner und schon bekommt man einen anderen Partner, der darauf keinen Einfluss nehmen konnte.

Aber gerechter ist so ein Turnier schon wegen der gleichen zu spielenden Karten. Glücksfaktoren sind dann schon eher, wie man eröffnet. Oder ob ein schwarzes As zu dritt oder das blanke Herz in diesem Spiel eher läuft.

Im Zweifelsfall ist man noch auf die Ansagefreudigkeit des Partners beim Ausreizen einiger Spiele angewiesen, ohne diese nach Möglichkeit zu überdrehen.

Ich bin der Meinung bei einer DODGE-Turnier nach Prozentwertung werden häufiger knappe Absagen stattfinden als beim normalen Doppelkopf. Denn jede ausgelassene Absage kostet dann nicht nur einen Punkt, sondern motunter 6 Platzierungen.

Wenn z. B. an 6 Tischen Re - keine 90 abgesagt wurde ohne Extrapunkte zu erzielen, und man selbst sagte nur Re incl. Partner in diesem Spiel, gewinnt aber auch zu unter 90, dann bekämen beim normalen Doppelkopf 6 Leute ihre 5 Punkte und 2 Leute ihre 4 Punkte.

Beim DODGE teilen sich aber die ersten 6 Spieler die Punkte 7, 5, 3, 1, - 1, -3 und bekommen jeder 2 Plus-Punkte, die beiden "Verlierer" die Plätze 7 und 8 den Mittelwert von - 5 und -7 gleich -6. Das sind 8 Punkte weniger für nur eine nicht getroffene Ansage.

Klingt kompliziert, ist aber nachvollziehbar.^^

Noddy, 15. August 2013, um 19:41

Ok, hab mich nur über die Aussage zu den 4 Trümpfen gewundert.

Doc_Jule, 15. August 2013, um 19:56

wieso? Vorgegeben sind (im Normalspiel) nur die Jungs, die Trumpf-Farbe wird jeweils vom Spieler bestimmt, beim Doko sind bedeutend mehr "feste" Trümpfe einschließlich der Trumpf-Farbe vorgegeben...das meinte ich...

Doc_Jule, 15. August 2013, um 19:59

ne Frage zum Dodge-Turnier:
bekommt jeder Teilnehmer jedes Blatt einmal? Falls ja, aus wie vielen Spielen besteht so ein Turnier?

Noddy, 15. August 2013, um 19:59

Axo Frauenlogik :-) ...die raff ich nie :-D

Doc_Jule, 15. August 2013, um 20:00

du hast es heute mal wieder auf mich abgesehen^^
aber ab Samstag bin ich erstmal wech, nutz es also aus ;-)

Noddy, 15. August 2013, um 20:08

Nöö, ich sammele nur die Charakteristika von Doko und Skat.

Sind ja schon einige genannt, die das Kartenglück forcieren und abmildern. Aber da kommt hoffentlich noch ein bisschen was.

Ex-Füchse #66234, 15. August 2013, um 20:08

Ich mag Doko gerade weil es meiner Meinung nach weniger vom Kartenglück abhängt, eben weil mehr Trümpfe/ Kombinationsmöglichkeiten mit dem Partner/ ausgereizte oder überreizte Gegenansagen vorhanden sind, die dazu führen, mit cleverem Spiel eben mehr Chancen zu haben als beim Skat beispielsweise, das doch sehr simpel ist und wenig Entscheidungsmöglichkeiten lässt. Ich bin auch auf Thomas´ Begründung gespannt..

Noddy, 15. August 2013, um 20:14

Skat simpel? :-D

Karl_Murks, 15. August 2013, um 20:18
zuletzt bearbeitet am 15. August 2013, um 20:20

Als Vaddern mir das mit 5 Jahren beigebracht hat (ich - nicht Vaddern), hab ich sofort durchschaut, wie der Skat-Hase läuft.

Beim Doko dauerte es etwas länger ...

Doc_Jule, 15. August 2013, um 20:26

naja, dass "die Fronten geklärt sind", macht Skat, zumindest am Anfang, etwas einfacher, dafür scheitern Leute mit Dyskalkulie am Reizen^^

Doc_Jule, 15. August 2013, um 20:27

(hab übrigens auch beides von Vaddern gelernt)

Karl_Murks, 15. August 2013, um 20:52

Dyskalkulie UND Reizen? ^^

Doc_Jule, 15. August 2013, um 20:58

klar :-)

Seb1904, 15. August 2013, um 21:22

a) Skat hat auf den ersten Blick weniger Karten, mag also berechenbarer sein. Aber im Doko gibt es jede Karte doppelt. Wo gibt es denn nun die häufigere Streuung im Blatt? Oder anders gefragt: wie hoch ist bei beiden die Chance, im nächsten Spiel die genau gleichen Karten auf der Hand zu haben?

b) Ist es tatsächlich so, dass beim Bridge ausschließlich vorbestimmte Karten ausgegeben werden?

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