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Doppelkopf-Strategien: Pflichtsolo kurz vor knapp? Falls ja, wie eröffnen?

Hallo zusammen,

eure Karte im letzten Päckchen an Position 4 (Pflichsolo noch offen):
Karo-ZehnKaro-KönigKaro-NeunKreuz-AssKreuz-ZehnKreuz-NeunKreuz-NeunPik-AssPik-AssPik-ZehnPik-ZehnHerz-König

Die erste Frage die sich stellt - spielen oder nicht?

a) Fast immer verlorene Solos spiele ich nicht. Gerade solche Grotten werden im Normalspiel von Re auch gerne mal überreizt.

b) Klar spiel ich den so kurz vor Schluss - Media Markt.

Entscheidet man sich für den Fleischlosen, stellt sich die Frage nach Eröffnung und Spielplan, um den voraussichtlichen Schaden soweit wie möglich in Grenzen zu halten. Wie geht ihr vor?

Besten Dank im Voraus
Leif

Tendenziell b)

Ich könnte mir schon sehr gut vorstellen, das Pflichtsolo (gerade im letzten Block einer Runde) damit zu erfüllen.

Einen eindeutig besten Spielplan habe ich allerdings noch nicht.

Eine Idee wäre, den Single in Herz anzuschieben mit der begründeten Hoffnung, die Klärungfarbe des Solisten folgt nicht unmittelbar zurück. Dadurch wird gelegentlich eine neue Farbe der Gegenpartei geöffnet. Dieser Plan kann aber auch gehörig schief gehen, zumal die Herzlänge eines jeden Gegenspielers und überhaupt die Gefahr der fehlenden Deckung beider roten Farben gar nicht gegeben ist.

Die zweite Idee wäre, alle 4 Pikvollen abzuziehen, damit entgeht man zwar dem Kontra so gut wie nie, hat aber immer 60 sichere Augen, bevor man im Ernstfall in 2 Farben "überrannt" wird.

Die dritte Idee wäre, die eigene Klärung der potenziellen Zusatzstichfarbe, also Kreuz (vorzugsweise mit einer Kreuz 9) voranzutreiben, damit man sich hier nach einigen, wenn auch wenigen guten Spielverläufen (Kreuz-As sitzt nur zu zweit oder Kreuz wird vom Gegner gleich zurückgespielt) sich die Kreuz 10 selbst mehrzügig zu entwickeln. Dann bekommt man halt so die 90 Augen.

Die anstehende Vorführung wird kaum billiger, sodass ich ab Spiel 15 dieses As-Solo sicherlich anmelden würde. Gegen einen zusätzlich vor mir anmeldeten Vorbehalt natürlich auch schon früher.

Je nach möglichem Turnierstand und/oder der jeweiligen Tischbesetzung würde ich meinen Spielplan abhängig machen wollen. Sehr viel gibt es eh nicht mehr nach dem 1. Spielzug zu entscheiden.

Zum Spielplan hat Tront schon viel gesagt. Für mich sticht auch kein Plan hervor.
Je besser der Tisch um so eher neige ich von oben abzuziehen bzw. das Solo nicht zu spielen.

Sehe es ähnlich.
Das Schrottblatt soliere ich mir zu dem Zeitpunkt der Liste auf geden Fall wech.
Die spatzigen 60 in der Hand sind mir lieber als taubige 90 auf dem Dach; von daher spule ich meine Standkarten runter und verabschiede mich zu Stich 6 vom Spiel.

Zur Eröffnung:

Abziehen und untergehen (guter Tisch) oder Kreuz-Neun und beten (schwacher Tisch).

Ich bin auch für spielen und erst die 60 Augen in Pik heimschleifen. Im letzten Päckchen mit -12 rausgehen ist ja schon ok und das Normalspiel ist Mist. Im Solo hofft man auf ein paar Herzabwürfe und die letzten drei Stiche mit Kreuz-AssKreuz-ZehnKaro-Zehn zum Spielsieg.

Klingt vernünftig, 60 Augen sichern und dann zocken, weil 90 eh nich wahrscheinlich sind.

Wie der Fux

jo so oder ähnlich, aussteigen ist denke ich nicht gut, da man so gar keine abwürfe habe.